27.08.2021

Gavel: Das neue Startup der Gründer von Amabrush und Waytation

Exklusiv. Auf die "10-Sekunden-Zahnbürste" folgt die "10-Sekunden-Auktion". Marvin Musialek und Florian Bräuer gaben dem brutkasten einen ersten Einblick in ihr neues Projekt: Eine App für Pokémon-Karten-Live-Auktionen.
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Gavel: Die Gründer Florian Bräuer und Marvin Musialek
(c) Gavel: Die Gründer Florian Bräuer und Marvin Musialek

Der eine sorgte mit seiner „10 Sekunden-Zahnbürste“ Amabrush für die vielleicht spektakulärste Aufstieg- und Fall-Geschichte der heimischen Startup-Geschichte. Der andere probierte in den vergangenen Jahren mehrere Geschäftsideen aus, gründete unter anderem 2014 das Besucher-Tracking-Startup Waytation mit, bei dem er 2018 wieder ausstieg – Jahre bevor Corona ihm vor ein paar Monaten ein jähes Ende bereitete. Nun sind Marvin Musialek und Florian Bräuer gemeinsam mit einem neuen Projekt am Start, bei dem die zehn Sekunden wieder eine Rolle spielen. Und die ersten zwei Monate verliefen ausgesprochen vielversprechend, wie die beiden dem brutkasten erzählen. Dabei klingt ihr Produkt, die App Gavel (Anm. engl. für Auktionshammer), für Außenstehende nach Nische pur: Man kann mit ihr Live-Video-Auktionen für Pokémon-Karten durchführen.

Generation Z als Zielgruppe

„Wir haben zu Jahresanfang die Auktion von David Hasselhoffs KITT für 300.000 US-Dollar beobachtet, aber waren enttäuscht von der altmodischen Auktionsplattform. Da schlugen unsere Tech-Founder-Herzen höher und nach einer Woche hatten wir unseren ersten App-Prototypen für Livestream-Auktionen programmiert“, erzählt Bräuer. Man adressiere damit primär die Generation Z, also die ab dem Jahr 2000 Geborenen, ergänzt Musialek: „Sie sind es gewohnt, nicht warten zu müssen und alles, wie bei Streaming-Diensten, sofort zu bekommen. Bei uns können Verkäufer einen digitalen Raum eröffnen und Käufer während der Auktion direkt mit ihnen kommunizieren und dann live den Zuschlag bekommen“.

10 Sekunden für das nächste Gebot

Genau zehn Sekunden hat man dabei Zeit, ein weiteres Gebot abzugeben, bevor der Vorbieter zum Zug kommt. Damit treffe man die Präferenzen der jungen Generation weit besser, als etwa die in die Jahre gekommene Auktionsplattform eBay, auf der der Vorgang oft Wochen lang dauert. Zudem schütze das Gavel-System besser vor Etikettenschwindel.

Gleichzeitig biete man mit dem System Möglichkeiten, die es auf Streaming-Plattformen wie Twitch nicht gibt, sagt Bräuer: „Wir bieten nicht nur die Infrastruktur für das Streaming sondern kümmern uns um den Payment-Prozess, validieren die Identitäten der User, bauen die Community auf, damit die virtuellen Räume voll sind und unterstützen die Verkäufer beim Versand“. Noch mache man letzteres mit einem Guide, später soll der Prozess aber automatisiert werden.

Gavel: Ernüchterung im Fashion-Bereich – „Leidenschaft“ bei Pokémon-Karten

Dass in der Startphase über die App genau mit Pokémon-Karten gehandelt werden kann, war nicht von Beginn an klar, erzählen die Gründer. Sie kamen dort hin über einem Umweg. Schon im Jänner hatten sie begonnen, das Prinzip im Fashion-Bereich anzuwenden. „Wir haben Monate lang versucht Fuß zu fassen, es aber nicht geschafft“, erzählt Musialek. Und Bräuer ergänzt: „Wir haben mit Influencern, Designern und kleinen Läden zusammengearbeitet. Auch wegen Corona war der Need auf der Verkäufer-Seite eindeutig da, aber auf der User-Seite nicht“. Bei Thema Sammelkarten spüre man „viel Leidenschaft auf beiden Seiten“.

Dabei habe er selber davor nichts mit dem Thema zu tun gehabt, gesteht Bräuer. Im Gegensatz zu seinem Co-Founder. „Ich war früher wenn man so will der klassische Nerd und habe viel gesammelt – auch Pokémon-Karten“, so Musialek. Vor zwei Monaten ging Gavel genau damit als erste Kategorie online und erzielte seitdem wöchentlich zweistellige Wachtumsraten. Manche Verkäufer würden über die App bereits mehrere Tausend Euro pro Woche einnehmen. Und das Potenzial sei noch enorm, sind die beiden Gründer sicher. „Der Handel mit Sammelkarten läuft vielfach noch über Comic-Läden und dergleichen, die – wenn überhaupt – veraltete Websites und fast nie Online-Shops haben. Es gibt ein paar alte Internetforen, in denen mit Karten gehandelt wird, die aber nie über Ländergrenzen hinausgehen. Wir sind mit unserer digitalen Lösung alleine in Europa und führen dabei den fragmentierten Markt zusammen“, sagt Musialek.

Start mit Fünf-Milliarden-Markt – 200-Milliarden-Markt als Perspektive

Das jährliche Volumen im Handel mit Spielkarten wie etwa Pokémon-, Magic- oder Yu-Gi-Oh-Karten betrage schätzungsweise fünf Milliarden Euro. Im noch größere Sportkarten-Sektor kommen weitere 13 Milliarden Euro hinzu. Entsprechend sind die Expansionspläne von Gavel vorgezeichnet: Erstens sollen sukzessive weitere Spiel- und später Sportkarten-Segmente erschlossen werden. Zweitens soll eine rasche Internationalisierung erfolgen – zunächst mit der beschriebenen Zusammenführung des europäischen Markts.

Wenn der Plan aufgeht, wartet langfristig ein noch viel größerer Markt: Jener aller weiteren Sammelobjekte, der global nach Schätzungen ein Volumen von mehr als 200 Milliarden Euro hat. Um die nächsten Schritte zu finanzieren sind die Gründer gerade auf Investoren-Suche, um eine Pre-Seed-Runde aufzustellen – die laufenden Kosten können sie übrigens bereits jetzt nach acht Wochen aus dem Cashflow bezahlen.

Die größten Learnings der Gavel-Gründer aus Amabrush, Waytation und Co

Natürlich sollen ihnen auch ihre umfassenden Learnings aus den vorigen Startups beim angepeilten Aufstieg helfen. Man schöpfe nach mehreren Startup-Projekten gemeinsam aus einer „großen Trickkiste“, sagt Bräuer. Beide Gründer haben ja bekanntlich nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Musialek sah sich mit Amabrush sogar mit Klagen und Shitstorms konfrontiert. „Zu Beginn habe ich mir das sehr zu Herzen genommen, aber dann damit umgehen gelernt. Man darf diese Kommentare nicht zu sehr an sich herankommen lassen. Die Leute schreiben in der Hitze des Gefechts auch Dinge, die sie später lieber zurücknehmen würden. Das muss man abschütteln“, so der Gründer.

Aus den Fehlern mit Amabrush habe er jedenfalls viel mitnehmen können. „Und es wäre so schade, diese Learnings einfach wegzuschmeißen. Mir war von Anfang an klar, dass ich sie in einem neuen Projekt anwenden will“. Sein vielleicht größtes Learning, so Musialek: „Dass zu schnell wachsen auch schlecht ist, wenn das Produkt noch nicht ausgereift ist. Diesmal war für mich klar, ich will es zuerst perfektionieren, bevor ich wieder voll auf Wachstum gehe“. Bräuer bringt das passende Gegenstück dazu als sein bislang größtes Learning ein: „Man muss trotzdem von Anfang an groß denken. Wenn ich in Österreich mit Gründern und Business Angels rede wird oft sehr klein gedacht. Ich habe mich damals bei Waytation über Fragen von deutschen Business Angels mit einem ganz anderen Mindset gewundert. Jetzt verstehe ich das und unsere Pläne sind entsprechend“.

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Foto: epilogy.photography

Während der ViennaUP wurde Wien einmal mehr zur internationalen Drehscheibe der Startup-Welt. Inmitten dieser Woche voller Begegnungen, Ideen und Innovationen setzte ein Event einen ganz besonderen Akzent: Im Wien Museum, mit weitem Blick über den Karlsplatz, kamen zahlreiche Founder, Investor:innen, Corporate-Partner und Wegbegleiter:innen zusammen, um ein Jubiläum zu feiern, das sinnbildlich für den internationalen Fokus des österreichischen Innovationsstandorts steht: 10 Jahre Global Incubator Network Austria (GIN).

Schon beim Eintreten wurde spürbar, was GIN über das vergangene Jahrzehnt ausgemacht hat – das Zusammenspiel aus österreichischen Wurzeln und globaler Reichweite. Gründer:innen aus Wien trafen auf asiatische Startups, die diese Woche in der Stadt zu Gast waren, um in Europa Fuß zu fassen.

Foto: epilogy.photography

Eine von ihnen war Nga Chi Lydia Yip, Co-Founderin und CSO von Elleon Biotech aus Hongkong. Ihr Startup hat ein Reagenz entwickelt, mit dem sich markierte Zellen – etwa Krebs- oder virusinfizierte Zellen – mit bloßem Auge oder per Smartphone sichtbar machen lassen, ganz ohne teure Mikroskope oder geschultes Personal. „Ich habe in den letzten Tagen mehr wertvolle Leads getroffen als in zwei Jahren in Hongkong“, erzählte sie. Über das GIN-Programm war sie auf der Suche nach einem strategischen Partner für die Antikörper-Produktion – und wurde bei einem der Networking-Momente tatsächlich fündig. „Ich liebe den Vibe hier. Die Leute sind wirklich da, um einander zu helfen.“

Genau diese Atmosphäre baut GIN seit 2016 systematisch auf: Verbindungen, die weit über ein einzelnes Programm oder eine Delegationsreise hinausreichen.

Ein Jahrzehnt Brückenbauen zwischen Österreich und Asien

Seit seiner Gründung 2016 verfolgt GIN ein klares Ziel: innovative Startups beim internationalen Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig Österreich als zentralen Innovationsstandort zu stärken. Unter dem Leitgedanken „Connecting the Circles of Growth“ hat sich daraus ein Netzwerk entwickelt, das weit über klassische Förderprogramme hinausgeht.

Die Bilanz nach zehn Jahren spricht für sich: 756 unterstützte Startups, 71 internationale Programm-Batches, 7 zentrale Partnerregionen und über 30 internationale Innovationspartner. Im Zentrum stehen die beiden Programme GO ASIA und GO AUSTRIA, die den Austausch in beide Richtungen ermöglichen – ein zweiseitiger Ansatz, der GIN zu einer einzigartigen Brückenbauerin macht. Geschichten wie jene von Elleon Biotech zeigen, was das konkret bedeutet.

Foto: epilogy.photography

Zur Beginn reflektierten Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG) und Bernhard Sagmeister (Geschäftsführer aws) über die Vision hinter GIN, die gemeinsame Steuerung der beiden Programme und den Blick nach vorne. „Zehn Jahre Global Incubator Network Austria bedeuten zehn Jahre messbaren Impact für das österreichische Startup-Ökosystem und weit darüber hinaus“, betont Henrietta Egerth. „Allein am aktuellen GIN-Programm nehmen 56 Startups aus sieben asiatischen Zielregionen teil – mehr als jemals zuvor.“

Panel: Local Roots, Global Reach

Unter dem Titel „Local Roots, Global Reach: The New Rules of Internationalization“ diskutierte ein hochkarätig besetztes Panel die veränderten Spielregeln internationaler Expansion. Marcus Berger (CEO, Aviloo), Ayashi Das Majumder (Co-Founderin & COO, Sensegrass), Markus Lang (General Partner, Speedinvest) und Andreas Mühlberger (Infineon Technologies Austria) brachten vier sehr unterschiedliche Perspektiven zusammen. Die zentrale Botschaft: Für einen kleinen Exportmarkt wie Österreich ist Internationalisierung essenziell – gleichzeitig aber komplexer geworden, und sie gelingt nur durch starke Partnerschaften und langfristige Begleitung.

Foto: epilogy.photography

Workshop: Impulse für die nächsten zehn Jahre

Im interaktiven Workshop-Teil, moderiert von Viktoria Ilger (Venture Clienting Austria), wurden die Gäste selbst zu Mitgestaltenden. An mehreren Tischen diskutierten sie in kleinen Runden über die zentralen Fragen rund um Internationalisierung. Begleitet wurde der Nachmittag von einem Live-Graphic-Recording-Team, das die wichtigsten Gedanken und Erkenntnisse in Echtzeit visuell festhielt – ein wachsendes Bild, das ebenso entstand wie die Insights selbst und am Ende eindrucksvoll präsentiert wurde.

Foto: epilogy.photography

Blick nach vorne: Indien als nächster Meilenstein

Mit der geplanten Erweiterung von GIN GO ASIA nach Indien ab 2027 wurde ein klares Signal für die nächste Phase gesetzt. Bereits heute holt das aktuelle GO AUSTRIA Programm sieben indische Deep-Tech-Startups nach Österreich. Indien zählt mittlerweile über 130 Startup-Unicorns und entwickelt sich mit enormer Dynamik zu einem der wichtigsten Technologie- und Wachstumsmärkte der Welt. Mit der India-Austria Startup Bridge wurde bereits vor zwei Jahren ein erstes Instrument geschaffen, um indische Startups nach Österreich zu holen – ab 2027 öffnen sich die Türen gezielt auch für österreichische Startups in diesen Zukunftsmarkt. So festigt GIN Österreichs Rolle als europäisches Gateway für Innovation, Technologie und internationale Zusammenarbeit.

Foto: epilogy.photography

Eine Community feiert

Zum Abschluss wurde sichtbar, was GIN über die Zahlen hinaus ausmacht: eine globale Community aus Foundern, Partner:innen, Mentor:innen und Freund:innen. In einem Happy-Birthday-Video schickten Wegbegleiter*innen aus aller Welt ihre Glückwünsche. Das GIN-Team kam auf die Bühne, die Gläser wurden erhoben – und der Nachmittag mündete in eine Feier, die anschließend bei GIN & Friends am Karlsplatz ihre Fortsetzung fand. Für Lydia Yip stand da nur noch ein letztes Meeting an, bevor auch sie dazustieß: „Ich hätte nie erwartet, dass eine Geschäftsreise so viel Freude macht.“


Das Global Incubator Network Austria (GIN) ist eine Initiative der österreichischen Bundesregierung und wird von der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) umgesetzt. Ziel ist es, Start-ups, Investor:innen und Innovationspartner:innen international zu vernetzen und den Innovationsstandort Österreich nachhaltig zu stärken. Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt.

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