05.08.2022

Gates und Bezos stecken Millionen in Startup, das Roboter Solaranlagen bauen lässt

Terabase Energy will mit Robotern extrem schnell Solar-Kraftwerke bauen. Das überzeugte Breakthrough Energy Ventures von Bill Gates.
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Bill Gates und Jeff Bezos
Bill Gates und Jeff Bezos | (c) Lukasz Kobus/European Commission / Flickr/Steve Jurvetson

Entsprechende Ziele wurden politisch schon zu Genüge kommuniziert. Tatsächlich geht der Umstieg auf erneuerbare Energien aber zu langsam vonstatten um dieses annähernd zu erreichen. Während in Österreich vor allem die Bürokratie mit ihren sehr langen Bewilligungsverfahren für diesen Umstand verantwortlich gemacht wird – siehe etwa diesen brutkasten-Talk mit noch-Salzburg AG-Chef Leonhard Schitter – sieht man andernorts vor allem die Technik als „Bottleneck“. Das US-Startup Terabase Energy will einen neuen Weg gehen und hat damit (indirekt) auch Bill Gates und Jeff Bezos überzeugt.

Breakthrough Energy Ventures von Bill Gates steigt bei Terabase Energy ein

Denn der Von Gates initiierte zwei Milliarden Dollar starke CleanTech-VC-Fonds Breakthrough Energy Ventures, in den auch Bezos sowie weitere Persönlichkeiten wie Softbank-Gründer Masayoshi Son investiert sind, stieg nun bei Terabase Energy ein. Die Beteiligungsgesellschaft übernahm den Lead in einer 44 Millionen US-Dollar-Kapitalrunde, an der noch einige Silicon Valley-VCs beteiligt waren.

(c) Terabase Energy: Die erste kommerzielle Anlage des Startups liefert zehn Megawatt

Ambitionierte Pläne – kleiner Anfang

Das Startup will Roboter nutzen, um vergleichsweise sehr schnell große Solaranlagen errichten zu können, die dann gemeinsam Energie „im Terawatt-Bereich“ liefern sollen. Zum Vergleich: Die aktuell größte Solaranlage Österreichs in Schwechat liefert mit 24 Megawatt gerade etwas mehr als ein Fünfzigtausendstel eines Terawatt. Das von Terabase Energy CEO Matt Campbell kommunizierte Vorhaben ist also – wie so oft bei US-Startups – extrem ambitioniert. Bislang hat Terabase Energy nur ein kommerzielles Projekt umgesetzt – eine Anlage mit gerade einmal zehn Megawatt Leistung.

Breakthrough Energy Ventures von Bill Gates war zuletzt ziemlich aktiv. Erst vor wenigen Tagen wurde ein größeres Investment in das Startup Blue Frontier kommuniziert, dass klimaschonende Klimaanlagen anbieten will – der brutkasten berichtete.

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Neue Studie zum Daten- und KI-Arbeitsmarkt in Österreich. (c) AdobeStock

Ein bemerkenswertes Paradoxon prägt den aktuellen Daten- und KI-Arbeitsmarkt: Obwohl Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt gerade erst neu ordnet, sucht dieser dafür fast ausschließlich nach langjähriger Berufserfahrung, der Nachwuchs wird weitgehend außen vor gelassen. Das belegt die aktuelle Studie „Daten & KI im Arbeitsmarkt 2026 – Österreich“ von Nejo und data:unplugged.

Für den Report wurden knapp 25.000 im Mai 2026 ausgeschriebene Jobs auf Basis der DAISY-Ontologie (Data & AI Skills Ontology) analysiert. Die Zahlen zeigen auch: Österreich treibt den Wandel mit einem KI-Stellenanteil von 4,5 Prozent zwar etwas schneller voran als Deutschland (4,0 Prozent) – verdeutlicht aber in besonders extremer Form, wie schwer der Karrierestart für Berufseinsteiger derzeit ist.

„Müssen die nächste Generation importieren“

Die KI-Branche bleibt paradox. Zwar reichen oft praxisnahe Ausbildungen wie eine HTL, HAK oder eine Lehre formal völlig aus, um die Anforderungen der Unternehmen zu erfüllen – doch die Türen bleiben für Einsteiger trotzdem meist verschlossen. Aufgaben, die früher von Berufseinsteigern übernommen wurden, erledigt die KI heute selbst. Die Zahlen sprechen für sich: Nur 72 von 1113 Daten- und KI-Stellen richten sich an Berufseinsteiger, ein Anteil von 7,7 Prozent. Das Verhältnis von Junior zu Senior-Stellen liegt damit bei eins zu sechs.

Maximilian Fischer, Head of Business Development bei data:unplugged, warnt vor dieser Entwicklung: „Die österreichische Wirtschaft sucht erfahrene KI-Fachkräfte in großem Stil – baut die eigene Nachwuchspipeline aber kaum auf. Wenn wir die Junior-Quote nicht erhöhen, verschieben wir den heutigen Fachkräftemangel in drei bis fünf Jahren auf die nächste Kohorte – und müssen die nächste Generation importieren, statt sie im Land auszubilden“.

(c) Daisy Report 2026.

Der versteckte KI-Arbeitsmarkt

Nur rund 10 Prozent (110 von 1113) der untersuchten Daten- und KI-Stellen tragen einen expliziten Titel wie beispielsweise AI Engineer. Die übrigen Stellen verbleiben klassisch: Controller:in, Berater:in oder Software Engineer. Inhaltlich werden aber Kompetenzen gefordert, die vor wenigen Jahren spezialisierten Daten- und KI-Rollen vorbehalten waren.

„Wer ausschließlich nach ‚Data Scientist’ oder ‚AI Engineer’ filtert, übersieht 90 Prozent des KI-Arbeitsmarktes“, sagt Aloisious Caraet, Principal Data Scientist bei Nejo und Hauptautor der Studie. „Die KI-Karriere beginnt heute selten mit einem Titelwechsel – sie entsteht durch die Anreicherung des bestehenden Berufsbildes.“

Mehr als die Hälfte der Stellen in Wien

Die offenen Daten- und KI-Stellen stammen zumeist nicht von reinen Tech-Unternehmen. Insgesamt verteilen sich die Inserate auf 495 Unternehmen. Hinter der IT-Branche (354 Stellen) suchen vor allem der Finanzsektor (88) und die Unternehmensberatung (83) nach KI-Personal. Geografisch konzentriert sich der Markt mit 63 Prozent aller Ausschreibungen deutlich auf Wien. Graz verzeichnet hingegen die technisch anspruchsvollsten Profile: Hier werden im Schnitt 5,4 spezifische Daten- und KI-Skills pro Position gefordert.

Werkzeuge sind zweitrangig: Der Fokus liegt auf KI-Verständnis

Bei den Programmiersprachen dominiert Python und wird in fast jeder dritten Stelle gefordert – knapp doppelt so häufig wie Java. Bei den Cloud-Plattformen führt Microsoft Azure vor AWS. Auch bei generativer KI liegt Microsoft mit GitHub Copilot als meistgenanntem Werkzeug vorn. Der größte fachliche Schwerpunkt des Marktes liegt mit 39,7 Prozent auf dem Data Engineering, was den aktuellen Fokus auf den Aufbau von Dateninfrastruktur zeigt.

Dennoch ist das konzeptionelle Verständnis oft wichtiger als die Beherrschung einzelner Programme: Fast die Hälfte aller geforderten Kompetenzen entfällt auf allgemeine Wissensgebiete und Methoden, wobei „Künstliche Intelligenz“ zu den fünf meistgenannten Begriffen zählt.

Das unterstreicht auch Simona Hübl, Geschäftsführerin von Nejo: „Unternehmen suchen aktuell vor allem konzeptionelle Fähigkeiten, und erst zweitrangig nach spezifischen Tool-Kenntnissen. Gefragt ist, wer Daten- und KI-Konzepte im Grundsatz versteht und tool-unabhängig sicher anwenden kann.

(c) Daisy Report 2026.

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