18.04.2023

Österreichisches Space-Startup eines von 14 Auserwählten des AWS Space Accelerators

Amazon Web Services (AWS) hat die 14 globalen Weltraum-Startups bekannt gegeben, die für die Teilnahme am AWS Space Accelerator 2023 ausgewählt wurden. Darunter findet sich ein heimischer Vertreter.
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Gate Space, AWS Accelerator, All, Satellit
(c) Viehböck private Homepage & Gate Space LinkedIn.

Das SpaceTech-Startup Gate Space mit Sitz in Tulln in Niederösterreich entwickelt ein Antriebssystem für Satelliten (Plug-and-Play-Mobilität). Mit Österreichs erstem und bislang einzigem Astronauten im Weltraum Franz Viehböck konnte es Ende des Vorjahres einen prominenten Investor gewinnen, der brutkasten berichtete. Nun wurde das Unternehmen als eines von 14 Startups fürs globale Accelerator-Programm von Amazon Web Services ausgewählt.

Gate Space: Geschäftsmodell ausbauen

„Wir sind begeistert, Teil des AWS Space Accelerator-Programms zu sein. Das ermöglicht uns, wertvolle Einblicke von Branchenexperten zu gewinnen, unser Geschäftsmodell auszubauen und unser Wachstum auf dem internationalen Markt zu beschleunigen. Wir glauben, dass Programme wie diese für Startups in Österreich essentiell sind, da sie Zugang zu Mentoren, Ressourcen und Networking-Möglichkeiten bieten, die notwendig sind, um in dieser sich schnell entwickelnden Branche erfolgreich zu sein“, erklärt Moritz Novak, CEO Gate Space.

Von Orbitalrobotern und Raumfahrzeugen

Die ausgewählten Startups entwickeln allesamt Lösungen, die verschiedene Herausforderungen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit im Weltraum angehen sollen – von 3D-gedruckten Raumfahrzeugen bis hin zu Orbitalrobotern, auf KI basierenden Satellitenlösungen und weltraumbasierten Initiativen. Alles, um die wertvollen Ressourcen der Erde besser zu nutzen. Diese Startups möchten jetzt mit dem AWS die nächste Generation der Weltraumtechnologie entwickeln.

Ziel für gate Space und Co.: Marktreife und Netzwerk

Konkret ist der „AWS Space Accelerator“ dazu gedacht, ausgewählte Startups darin zu fördern, flexible, agile Cloud-Tools zu nutzen, die ihre Weltraummissionen unterstützen und Innovationen beschleunigen sollen. Das Programm hat den Schwerpunkt, die Startups mit den für sie wesentlichen Kontakten zusammenzubringen und von Erfahrungen aus dem öffentlichen Sektor, von öffentlich-privaten Organisationen und Investoren zu profitieren. Mit den Zielen: Schneller auf den Markt zu kommen, Innovationen für die richtigen Herausforderungen zu entwickeln und ihre Lösungen zu skalieren.

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Novus-Gründer und CEO René Renger mit dem Novus One
(c) Novus

Als brutkasten erstmals über Novus berichtete, war das Fahrzeug aus Braunschweig noch ein Projekt mit guter Anekdote: 75 Kilogramm leicht, Vollcarbonrahmen, Motor im Hinterrad, und ein Team, das eine Kaufanfrage von Elon Musk ausgeschlagen hatte. Inzwischen ist aus dem Prototyp ein Serienfahrzeug geworden. Jetzt gibt das 2019 gegründete Unternehmen von Gründer und CEO René Renger, einem ehemaligen Lead Designer bei Volkswagen, eine Finanzierungsrunde in Höhe eines zweistelligen Millionen-Dollar-Betrags bekannt. Angeführt wird sie von 468 Capital mit Sitz in Berlin und San Francisco. Die genaue Summe nennt Novus nicht.

Serienauslieferungen seit dem Frühjahr

Das Novus One im Stadtverkehr
Das Novus One im Stadtverkehr (c) Novus

Die Serienauslieferungen des Novus One in Europa starteten laut Aussendung im Frühjahr 2026, das Fahrzeug ist in mehreren europäischen Ländern in Kundenhand. Die Founders Edition startet bei 21.300 Euro netto. Das Fahrzeug wiegt 121 Kilogramm, beschleunigt in unter zwei Sekunden von 0 auf 50 km/h und erreicht bis zu 130 km/h. Die 6,2-kWh-Batterie bietet laut Hersteller 150 Kilometer Reichweite und lädt in 90 Minuten von 0 auf 80 Prozent.

Novus bezeichnet das Fahrzeug als „Lightbike“ und reklamiert damit eine eigene Kategorie, die die Vorteile von E-Bike, Roller und Motorrad kombinieren soll. Der eigentliche Kniff liegt in der Zulassung: Das Fahrzeug fährt in zwei per Software einstellbaren Leistungsstufen, als Rollerklasse L1e bis 45 km/h und als Motorradklasse L3e bis 130 km/h. In der Einstiegskonfiguration reicht in den USA und in Europa laut Novus ein Autoführerschein, wobei die Voraussetzungen je nach Land und in den USA je nach Bundesstaat variieren. Damit zielt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf über 400 Millionen Autofahrer in Europa und Nordamerika statt auf die Nische des Zweiradmarkts.

„Unser Ziel ist nicht, den Motorradmarkt zu elektrifizieren oder nur ein weiteres Zweirad zu bauen. Unser Ziel ist, urbane Mobilität neu zu verteilen. Investoren dieses Kalibers an Bord zu haben, zeigt mir, dass der Markt das genauso sieht“, sagt Renger.

Vom Musk-Nein zum Tesla-Ingenieur an Bord

Das Shareholder-Ökosystem umfasst laut Novus über 30 Investoren. Mit an Bord ist Eric Bach, ehemaliger Chief Engineer bei Lucid Motors und Director of Engineering bei Tesla, der als Investor und Board Advisor an der Fahrzeugentwicklung mitwirkt. Zudem steigt Martin Hoffmann ein, der On vom Schweizer Startup zur globalen Premium-Performance-Marke skaliert und als CFO und Co-CEO an die Börse gebracht hat. Dazu kommen Gründer und Führungskräfte von Kembara VC, Adidas, Audi, BMW, Chrono24, FINN, Grover, Mercedes-AMG, New Balance, Vay und Xiaomi, Venture-Investoren aus dem Silicon Valley und Europa sowie Rennfahrerin Sophia Flörsch. Ein Zweiradhersteller findet sich unter den Gesellschaftern nicht.

„Wir haben uns nicht nach klassischen Mobilitätsinvestoren umgeschaut. Was wir aufgebaut haben, funktioniert eher wie ein eigener Y Combinator“, sagt Hannes A. H. Krieger, CSO und Gründungsmitglied von Novus.

USA 2027, Novus Two Ende 2027

Das frische Kapital soll in den Marktstart in den USA 2027, die Expansion in europäische Lifestyle-Metropolen und die Entwicklung des Novus Two fließen. Das zweite Modell soll die Lightbike-Kategorie zu einem niedrigeren Einstiegspreis in die Breite bringen, der Produktionsstart ist für Ende 2027 geplant.

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