24.07.2018

Gaming-Startup own3d.tv steigt ins Influencer-Marketing ein

Influencer-Marketing ist auch 2018 ein großes Thema - auch im Gaming-Bereich. Das oberösterreichische Startup own3d.tv erweitert sein bestehendes Portfolio jetzt um diese Komponente und will bis Ende des Jahres bereits 100 Streamer im Netzwerk begrüßen.
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Thomas Rafelsberger, (c) own3d.tv

Erst im Juni mit dem Influencer-Netzwerk gestartet, sind bereits 20 deutschsprachige Streamer bei own3d.tv unter Vertrag. Über eine halbe Million Follower erreicht man damit laut Geschäftsführer Thomas Rafelsberger bereits: „StreamerInnen gehören in ihrem Feld zu den populärsten Gesichtern der aktuellen Jugendkultur und mit diesen ambitionierten Menschen arbeiten zu können, ist für mich persönlich eine große Inspiration. Viele erreichen täglich tausende von Menschen und sind somit Profis in ihrem Bereich. Gleichzeitig sind sie aber froh, wenn sie Unterstützung z.B. in den Bereichen Management bekommen.“ Für die Betreuung sorgt die im Juli ins Team gekommene Sara Bittner, die als Influencer-Managerin der direkte Draht zwischen own3d und Streamer sein wird.

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Streamer-Management

Neben der Ausstattung der Streamer mit den Produkten von own3d.tv hilft man den jungen Gamern auf Wunsch auch bei der Vermarktung. So soll das Netzwerk und auch die einzelnen Kanäle wachsen und ein professionelles Auftreten nach außen sichergestellt werden. Mit der Reichweite sollen Unternehmen angesprochen werden, die in diesem jungen Segment Vermarktungspotenzial sehen. Auf der größten Gaming-Messe der Welt, der Gamescom in Köln, soll passend dazu ein Influencer-Networking-Event stattfinden. Details dazu sollen demnächst auf der Website von own3d.tv folgen.

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10 Mann/Frau stark ist das Team von own3d aktuell. Influencer-Marketing soll das eigene Portfolio mit der vorhandenen Manpower jedoch nur erweitern, nicht aber das alte ersetzen. Rafelsberger: „Unsere Plattform gibt es erst etwas mehr als ein halbes Jahr und schon jetzt haben wir viele Anbieter die es bereits seit Jahren gibt in Produktbreite und -tiefe überholt. Ziel ist es mit dem Komplett-Angebot für Streamer bereits in wenigen Monaten die Marktführerschaft im englisch- und deutschsprachigen Bereich zu übernehmen.“

(c) own3d.tv
own3d.tv
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Das byrd-Gründer:innen-Team vl.: Sebastian Mach, Petra Dobrocka und Alexander Leichter | (c) byrd
Das byrd-Gründer:innen-Team vl.: Sebastian Mach, Petra Dobrocka und Alexander Leichter | (c) byrd

Es war im Mai 2022 eine der letzten richtig großen Startup-Kapitalrunden in Österreich, bevor die Ukraine-Krieg bedingte Krise dem damaligen Finanzierungsboom ein Ende bereitete: Das Wiener Logistik-Scaleup byrd holte damals in seiner Series-C-Kapitalrunde 50 Millionen Euro und Mitgründerin Petra Dobrocka sah das Scaleup „auf einem guten Weg zum Unicorn“, wie brutkasten damals berichtete.

Medial wurde es danach eher leise um byrd. Ausschließlich steil bergauf ging es vermutlich nicht – die Entwicklungen des Startup-Ökosystems und der Logistik-Branche in den Folgejahren boten definitiv keine optimalen Bedingungen. Zum Jahreswechsel 2025/2026 ging Dobrocka gegenüber brutkasten für dieses Jahr von „weiter anhaltenden Kostenerhöhungen, die unsere Margen unter Druck setzen“, aus.

Neuerliche Finanzierungsrunde – kein Kommentar zur Summe

Wie mehrere Medien heute berichteten, holte sich byrd nun erneut Kapital von seinen Bestandsinvestoren. Dobrocka bestätigt das auf brutkasten-Anfrage. Den Lead habe dabei Mouro Capital, der VC-Arm des Bankenriesen Santander, übernommen. Über die investierte Summe wurde dabei Stillschweigen vereinbart. „Das ist kein Thema, das ich kommentieren kann“, sagt Dobrocka.

KI-Connector und neuer Polen-Standort im Fokus

Deutlich gesprächiger zeigt sich die Gründerin dafür über die nächsten Pläne des Scaleups. Konkret nennt sie zwei Schritte: „Erstens haben wir einen KI-Connector released. Unsere Kunden verbinden Tools wie Claude und ChatGPT mit dem Connector und können dort ihre Logistik-Daten direkt bearbeiten“, erklärt Dobrocka. Man reagiere damit auf die sich ändernde Arbeitsweise durch KI. „Sie nutzen die Tools bereits in vielen anderen Bereichen und können so, ohne zusätzlichen Login, etwa direkt Lagerbestände und -prognosen einbeziehen, wenn sie eine Marketing-Kampagne machen“, so die Gründerin.

Zweitens habe man ein internationales Logistik-Unternehmen als Partner mit einer Logistik-Zentrale in Polen gewonnen und damit einen weiteren Standort gestartet. Der Hintergrund: „Online-Shops stehen aktuell unter einem enormen Kostendruck. Der Trend geht Richtung gute Customer Experience zu guten Kosten und Fulfillment in Deutschland ist vielen zu teuer. Mit dem Polen-Standort können wir Deutschland in der selben Geschwindigkeit, aber günstiger beliefern. Hier sehen wir viel Marktpotenzial“, sagt Dobrocka.

Mit dem Partner arbeite man bereits länger zusammen. „Wie an allen anderen Standorten liefern wir Software und Kunden und sie machen das Operative. Sie fahren bereits bislang jeden Tag nach Deutschland zu DHL und Co. und kennen die Abläufe.“

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