24.07.2025
KULTUR

Gaia Cultures: Kultur-Startup in EIT Culture & Creativity Accelerator aufgenommen

Das Salzburger Startup Gaia Cultures der drei Gründer:innen Patricia Karrer, Nenad Radovanovic und Denise Prinz ist als eines von 27 Unternehmen aus 16 Ländern im Accelerator aufgenommen worden.
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Gaia Cultures
© zVg - Patricia Karrer von Gaia Cultures.

Gaia Cultures möchte Kunst und Kultur für „neue Generationen“ relevant halten und bietet als Plattform die Möglichkeit, direkt in Künstler:innen zu investieren. Indem es ein Token- und KI-basiertes Wertesystem nutzt. Investor:innen können durch den Kauf von Token am zukünftigen Erfolg der Marke eines Künstlers oder einer Künstlerin partizipieren, so die Idee. Coco Wasabi war die erste Kunstschaffende an Bord – brutkasten berichtete. Nun vermeldete das Startup als eines von 27 Unternehmen vom EIT Culture & Creativity Accelerator aufgenommen worden zu sein.

Gaia Cultures: „Potential zur Kundengewinnung“

Die drei Founder erwartet im Accelerator Unterstützung, um das Wachstum zu fördern, Investitionen zu gewinnen und um in internationale Märkte zu expandieren. Die besten Teilnehmer werden zudem mit Geldpreisen von bis zu 60.000 Euro ausgezeichnet.

„Durch die Teilnahme am EIT Culture & Creativity Accelerator erhoffen wir uns in erster Linie den Aufbau starker Partnerschaften mit relevanten Akteur:innen aus der europäischen Kultur- und Kreativwirtschaft. Diese strategischen Verbindungen sind für uns entscheidend, um Gaia Cultures nachhaltig weiterzuentwickeln und international zu etablieren“, sagt Karrer. „Darüber hinaus sehen wir großes Potenzial in der gezielten Kundengewinnung – sowohl auf institutioneller als auch auf individueller Ebene. Das Programm bietet die ideale Plattform, um unsere Sichtbarkeit zu erhöhen, Feedback zu erhalten und neue Märkte zu erschließen. – erste Anfragen nach dem Kick-Off in Amsterdam (Anm.: Mitte Juli) haben wir bereits erhalten.“

Das Startup arbeitet aktuell mit zwei weiteren Künstler:innen zusammen, einem nicht näher spezifizierten Fotografen und Stephanie Meisl. „Darüber hinaus stehen wir in engem Austausch mit einem internationalen Kollektiv, das zwischen Finnland, Tschechien und den USA tätig ist und sich primär auf KI-gestützte sowie immersive Kunst fokussiert – ein Bereich, den wir als besonders innovativ und zukunftsweisend einschätzen“, so Karrer weiter.

Ausstellung in den Emiraten

Zusätzlich plant Gaia Cultures im Herbst eine Ausstellung in den Emiraten gemeinsam mit zwei der österreichischen Künstler:innen. Diese Veranstaltung markiere der Gründerin nach einen wichtigen Meilenstein für die geplanten Token-Sales, deren offizieller Start für das vierte Quartal 2025 vorgesehen ist. Die Ausstellung diene dabei sowohl der künstlerischen Präsentation als auch der strategischen Vorbereitung und Sichtbarmachung des Projekts im internationalen Kontext.

„Unser Geschäftsmodell basiert weiterhin auf Service-basierten Einnahmen, insbesondere durch Projektmanagement-Gebühren für die Integration von Gaia Cultures in Events, Kampagnen und Social-Media-Initiativen. Diese Gebühren fallen beispielsweise bei der kuratorischen und technischen Umsetzung von Ausstellungen, Token-Launches oder digitalen Formaten an“, präzisiert Karrer. Ergänzend dazu habe man das tokenbasierte Monetarisierungsmodell konkretisiert. Im Detail werden pro Künstler:in 10.000 Token ausgegeben, mit einem initialen Preis von 95 Euro pro Token.

Gaia Cultures mit strategischem Vorteil

„Die Preisgestaltung wurde bewusst so gewählt, dass sie pro Projekt unter der Ein-Millionen-Euro-Grenze der EU-MiCAR-Verordnung (Regulation (EU) 2023/1114) bleibt. Dadurch entfällt aktuell die Verpflichtung zur Erstellung eines formellen Whitepapers – ein strategischer Vorteil, der uns Flexibilität und geringere Umsetzungskosten ermöglicht“, sagt Karrer.

Zur geplanten Raising-Runde, die die Gründerin bereits im März für Ende des Jahres angedeutet hat, möchte sie noch nicht genaue Details verraten, jedoch sei es kein Zufall, dass man sich für die Teilnahme am EIT Accelerator entschieden habe. „Es ist ebenso kein Zufall, dass wir an einer starken Kick-off-Präsenz in den Emiraten arbeiten.“

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(c) SecurITe

Manchmal beginnt eine Gründungsgeschichte mit einem Satz, der wie eine Drohung klingt. „Alles, was wir in der Cybersecurity haben, kannst du wegschmeißen. Es wird in ganz kurzer Zeit nicht mehr funktionieren.“ Das soll Manuel Nedbal im Herbst 2024 zu Herbert Stöger gesagt haben – als das Schlagwort „agentic AI“ noch kaum jemand kannte. Rund anderthalb Jahre später, sagen beide, sei genau das eingetreten. Und aus der Ansage ist ein Unternehmen geworden, das nun eine bemerkenswerte Finanzierungsrunde vermeldet.

SecurITe hat eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich (Euro) abgeschlossen – für eine Frühphasenfinanzierung im österreichischen Kontext eine außergewöhnliche Größenordnung. Sie reicht laut Unternehmen, um die Produktentwicklung über rund 24 Monate durchzufinanzieren. Strukturiert wurde die Runde bewusst über einen europäischen Finanzpartner aus dem Family-Office-Umfeld, der vorerst nicht genannt werden möchte. Auch die bestehenden Gesellschafter zogen mit.

Herbert Stöger, Managing Director x-tention | (c) Thomsen Photography

Hinter SecurITe stehen zwei Akteure, die sich ergänzen: Nedbal, der zwölf Jahre im Silicon Valley Cybersecurity gebaut hat, und Stöger, Gründer und Eigentümer der österreichischen Health-IT-Gruppe x-tention. Das Startup ist aus dieser Partnerschaft entstanden – x-tention brachte den Zugang zum Gesundheitsmarkt und das Problemverständnis ein, Nedbal die Technologie. Eine klassische Ausgründung sei es nicht; x-tention zählt heute zu den bestehenden Gesellschaftern.

Eine Begegnung im Bezirk Amstetten

Die Geschichte dahinter ist die zweier Welten, die im Mostviertel zusammenfanden. Nedbals Stationen im Valley: McAfee (später von Intel übernommen), dann das eigene Startup ShieldX, das nach fünf Jahren an Fortinet verkauft wurde, wo er als VP of Engineering arbeitete. Zuletzt verantwortete er bei Google die Architektur der Cloud-Firewall. Im Zuge der Pandemie kehrte er nach Österreich zurück – ein Muster, das man damals bei einigen heimischen Tech-Talenten beobachten konnte. Dort wurde er über einen gemeinsamen Freund Stöger vorgestellt.

Manuel Nedbal – CEO SecurITe (links) und Bernhard Aigenbauer – COO SecurITe | (c) SecurITe

Dieser hatte x-tention 2001 mit sechs Mitarbeitern gegründet; heute zählt die Gruppe rund 850 Beschäftigte in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie ein Office im Silicon Valley. Tief im Bereich Gesundheits-IT verankert, deckt x-tention Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Marktbedingungen, großes Problem, Marktzugang und Technologie seien „auf einmal zusammengekommen“ – Nedbal nennt es eine „Textbuchvorlage für ein Startup“. Heute verteilt sich das rund 50-köpfige Team auf Österreich, Silicon Valley und Bangalore.

Krankenhäuser als verwundbarster Punkt

Warum ausgerechnet Healthcare? Der Sektor sei von der Cybersecurity-Industrie „vergessen“ worden, argumentiert Nedbal – weil dort andere Regeln gelten. Klassische Schutzmechanismen ließen sich auf medizinischen Geräten und in klinischen Netzen nicht so einsetzen wie in der Enterprise-IT. Hinzu komme, dass während der Pandemie eine Hemmschwelle gefallen sei: Krankenhäuser würden heute ohne Schonung attackiert – rund um die Uhr.

Hier setzt das Resilienz-Argument der Gründer an: Krankenhäuser seien ein Paradebeispiel für kritische Infrastruktur, deren Absicherung längst keine rein technische Frage mehr sei, sondern eine der europäischen Souveränität. Die Sorge: Erkenntnisse über neue, KI-getriebene Angriffsmuster zirkulierten oft nur in einem begrenzten Kreis großer US-Anbieter – Krankenhaussoftware-Hersteller und europäische Institutionen seien dabei selten am Tisch. Eine eigenständige europäische Antwort, die nicht aus den USA, Israel oder China komme, sieht das Team daher als Chance. Konsequenterweise habe man auch die Finanzierung „aus Europa und für für das globale Wachstum“ gestemmt – die IP bleibe aber in Europa.

Die nächste Bedrohungsstufe sieht SecurITe in autonomen Agenten: Setzen Kliniken selbst KI-Agenten ein, könnten diese sich fehlverhalten; ein Angriff durch autonome Agenten sei zudem um ein Vielfaches gefährlicher als von einem menschlichen Akteur. Genau hier setzt das Produkt agentis360 an: Statt auf eine zentrale Instanz setzt es auf eigene Sensoren und kleine KI-Modelle, die direkt in der Infrastruktur sitzen und das Verhalten von Systemen und Agenten laufend auf Auffälligkeiten profilieren. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen die Produktentwicklung vorantreiben und parallel internationalen Vertrieb sowie Partnerschaften aufbauen – mit Europa als Ausgangspunkt und dem globalen Rollout für kritische Infrastruktur als nächstes Ziel.

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