07.06.2019

„Future Village“-Contest: Einreichungen für Startups noch bis 17. Juni möglich

Seit Mitte April wird über den Startup-Wettbewerb "Future Village" europaweit nach innovativen Ideen für die über 2000 Gemeinden in Österreich gesucht. Im Zentrum stehen zukunftsweisende Projekte, die die alltägliche kommunale Arbeit durch Digitalisierung erleichtern sollen. Einreichungen sind noch bis 17. Juni 2019 möglich.
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Future Village, Gemeinde, Future Law, Lösungen
(c) Future Village - "Future Village“ such Startups mit Ideen für neue Lösungen im Bereich Gemeinde-Digitalisierung.

„Future Village“ heißt das Startup-Programm, das vom Fachverlag Manz, dem Österreichischen Gemeindebund und von der Plattform Future Law ins Leben gerufen wurde. Das Projekt sucht im Rahmen eines Startup-Wettbewerbs innovative Lösungen im Bereich der Digitalisierung von Gemeinden. Der Themenbogen spannt sich dabei von der Kommunikation der Bürger mit Gemeindepolitikern über den Bereich der Kinderbetreuung und das Sozialwesen bis hin zur transparenten Verwaltung. Das Ziel sei es, mit digitalen Lösungen selbst im kleinsten Dorf die öffentlichen Aufgaben zu vereinfachen.

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„Future Village“-Contest: Sechs Kategorien

„Gut eingesetzt können digitale Lösungen zu mehr Nähe und besserer Organisation sowie kürzeren Wegen führen“, betont Sophie Martinetz, Managing Partnerin von Future Law. „Darin liegt eine große Chance gerade für Gemeinden“. Der Wettbewerb „Future Village“ ist anhand von sechs Kategorien ausgeschrieben. Zu diesen zählen: attraktiver Wohnraum, zukunftssichere Infrastruktur, Lean Administration, aktive Teilnahme, Qualitätspflege und sozialer Zusammenhalt.

Für vier Finalisten wartet „Summer School“

Startups können noch bis 17. Juni 2019 ihre Projekte einreichen, die besten vier stehen am 19. Juni fest. Die Sieger nehmen in der ersten Juliwoche kostenlos an der „Summer School“ von Manz teil. Dort werden sie von Experten aus Gemeinden begleitet und durch einen passenden Mentor bei einem Förderprogramm unterstützt.

Demo Day im Oktober

Beim „Demo Day“ am 2. Oktober 2019 werden die eingereichten Ideen präsentiert und zum Abschluss wird der Sieger des „Future Village“-Wettbewerbs gekürt. Die Expertenjury setzt sich aus Vertretern von Manz, dem Gemeindebund, Lena Gansterer vom IMac Hub sowie Clemens Wasner von AI Austria zusammen.

Lösungen finden

„Die Gemeinden müssen direkt vor Ort Lösungen für die Probleme der Menschen finden“, betont Walter Leiss, Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes und fügt hinzu: „Hierfür sind innovative Projekte, die helfen, die Arbeit zu erleichtern, immer willkommen. Daher ist es uns ein Anliegen, bei diesem Projekt als Partner mitzuwirken und Startups und Jungunternehmen bei der Entwicklung dieser Lösungen zu unterstützen“. Leiss selbst wird als Mentor ein Startup begleiten.


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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger

In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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