19.11.2025
KOOPERATION

future forward 2025: 900 Teilnehmer:innen aus der Innovationsszene in Wien erwartet

Für das B2B-Matchmaking-Event werden mehr als 900 Teilnehmer:innen aus der Startup-Szene, dem Corporate-Bereich und der Tech-Welt im Wiener im weXelerate erwartet.
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Impression vom Future Forward 2024 | (c) weXelerate
Impression vom Future Forward 2024 | (c) weXelerate

Am am Donnerstag, den 27. November 2025, ist es wieder soweit: future forward 2025 findet im Wiener weXelerate Hub statt. Das ganztägige B2B-Matchmaking-Event soll mehr als 900 Teilnehmer:innen aus dem österreichischen Innovationsökosystem zusammenbringen. Ziel sei es, Startups, Konzerne, Investor:innen und andere Innovationsführer:innen für einen intensiven Tag des Austauschs, der Inspiration und des Matchmakings zu versammeln, heißt es von den Veranstaltern. Die Konferenz findet dieses Jahr zum dritten Mal statt.

Als Teilnehmer:in werden unter anderem Corporate Executives, Führungskräfte der Digitalen Transformation und Innovation, Vertreter:innen von Startups und Scaleups, Investoren und VCs sowie Vertreter:innen aus Forschung und Wissenschaft erwartet.

„Kühne Perspektiven“ und komplexe Entwicklungen

Nach einem „Morning Coffee Rave“ auf der Hauptbühne startet das Programm mit Keynotes. Die Konferenz befasst sich mit komplexen und bedeutenden Entwicklungen und soll dabei dem Grundsatz folgen, dass technologischer und wirtschaftlicher Fortschritt dem Wohl von Mensch und Erde dienen soll. Im Hauptteil des Events stehen neben Matchmaking Sessions, der Startup Pitch Arena und der Innovation Expo drei thematische „Deep Dive Tracks“ im Fokus: „AI & Automation“ (gehostet von AI Austria); Business Resilience (gehostet von UNIQA Sustainable Business Solutions) und „Corporates x Startups“ (gehostet von Amazon).

Auf der Hauptbühne sollen „kühne Perspektiven“ von nationalen und globalen Innovator:innen präsentiert werden. Zu den prominenten Speaker:innen zählen etwa Ski-Ikone und Unternehmer Benni Raich, die ÖBB-Infrastruktur-Vorständin Silvia Angelo, Investor Matthias Muther oder profil-Chefredakteurin Anna Thalhammer. Zudem tritt der humanoide Roboter Tova auf.

40 Startups in der Pitch Arena

Die Pitch Arena und die Startup Expo sollen indessen Gründer:innen, Investor:innen und Corporates verbinden. In der Pitch Arena präsentieren über 40 Startups aus Europa, Asien und Amerika ihre Ideen. Im Fokus stehen Durchbrüche in Bereichen wie KI, Nachhaltigkeit, Fintech, Mobilität und human-centered Innovation. Die Startup Expo erstreckt sich über zwei Stockwerke des weXelerate Hubs. Dort können Besucher:innen mit Gründer:innen sprechen und Live-Produktvorführungen sowie interaktive Technologien erleben. Nach dem regulären Programm folgt die Afterparty, die der Innovations-Community die Möglichkeit zum Tanzen und weiteren Networking bieten soll.

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Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Um Bekanntheit zu erlangen, ist Auffälligkeit durchaus von Nutzen. Beim Grazer Unternehmen Emerald Horizon ist diese Auffälligkeit so etwas wie der rote Faden, der sich durch die Unternehmensstrategie zieht. Denn nicht nur sorgt man mit dem geplanten Produkt – Thorium- und Teilchenbeschleuniger-basierten Miniatomkraftwerken – für Aufsehen (brutkasten berichtete). Auffällig sind auch Personalbesetzungen wie Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer, der seinerseits kürzlich durch eine Alkohol-Eskapade öffentlich negativ auffiel. Und besonders auffällig war natürlich der Börsengang im Juni – brutkasten berichtete.

Österreichs nächstes Unicorn?

Nach diesem ist Emerald Horizon aktuell übrigens an der Börse mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet. Darüber, ob das Grazer Unternehmen nun Österreichs nächstes Unicorn ist, lässt sich dennoch streiten, nachdem die Bewertung auf vergleichsweise wenigen Trades basiert. Der Börsengang war nämlich nur ein Listing und kein IPO (Initial Public Offering). Es wurden also keine Aktien emittiert, was üblicherweise zu einer breiteren Bewertung durch den Markt führt.

Gründer Florian Wagner will selbst investieren

Statt Kapital von außen aufzunehmen, fiel Gründer und CEO Florian Wagner Ende Juni mit einer anderen Ankündigung auf: Er selbst werde 20 Millionen Euro in vier Tranchen zu je fünf Millionen Euro über einen Zwei-Jahres-Zeitraum in Emerald Horizon investieren. Er behielt sich dabei vor, dass Co-Founder Philipp Pölzl und Investor Carl Page als Co-Investoren je einen Teil der Tranchen übernehmen könnten.

Und woher kommen diese durchaus substanziellen Eigenmittel? Wagner und Pölzl betreiben mit Qbasis Invest seit mehr als 20 Jahren ein Finanzunternehmen, das laut öffentlich einsehbaren Angaben im Vorjahr aber nur rund 40.000 Euro Gewinn abwarf.

Privatdarlehen für Verpfändung von 75.000 Aktien

Mehr Aufschluss gibt wohl eine auffällige Ad-hoc-Meldung (für börsennotierte Unternehmen verpflichtende Mitteilung) von Emerald Horizon von gestern, die heute durch eine erklärende Aussendung des Unternehmens ergänzt wurde: Gründer Wagner nimmt privat ein sogenanntes Lombarddarlehen auf. Bei so einem werden Wertpapiere als Sicherheit hinterlegt. Im konkreten Fall verpfändet der Unternehmer 75.000 eigene Aktien „aus seinem Altbestand“. Diese haben aktuell einen Börsenwert von rund 76 Millionen Euro. Die bewilligte Kreditsumme liegt bei derartigen Darlehen üblicherweise erheblich unter dem Marktwert der beliehenen Wertpapiere.

„Bestandteil eines übergeordneten mehrstufigen Maßnahmenpakets“

„Die Maßnahme ist Bestandteil eines übergeordneten mehrstufigen Maßnahmenpakets. Entsprechend den kapitalmarktrechtlichen Bestimmungen wird die Gesellschaft zu gegebener Zeit über weitere Aktivitäten informieren“, heißt es dazu von Emerald Horizon. Die Mittel sollen demnach „primär direkt und indirekt zur Kommerzialisierung von DUALstorePLUS aber auch zur beschleunigten technischen Umsetzung und industriellen Überführung des ADES/SMRX-Programms verwendet werden“. DUALstorePLUS ist die Energiespeicher-Technologie, mit der Emerald Horizon bereits am Markt ist. ADES ist der Markenname der geplanten Kleinreaktoren.

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