11.03.2025
INTERVIEW

„Leute geben uns Kapital, weil sie sehen, dass wir in vielen Dingen anders ticken“

Auf ein Volumen von 28 Millionen Euro kam der Wiener VC Fund F in seinem finalen Closing – um acht Millionen Euro mehr als ursprünglich angepeilt. Wie es zu der Überzeichnung kam, worauf sie beim Investieren besonders achten und wie sie sich in der Ära Trump positionieren, erklären die Gründerinnen Lisa Fassl und Nina Wöss im Interview.
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Die Fund F-Gründerinnen Lisa Fassl und Nina Wöss | (c) Viktoria Waba / brutkasten
Die Fund F-Gründerinnen Lisa Fassl und Nina Wöss | (c) Viktoria Waba / brutkasten

Dieses Interview ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von März 2025 „Hoch hinaus“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Sie haben große Namen wie Speedinvest oder Calm/Storm in den Schatten gestellt – nicht weniger als 28 Millionen Euro holten Lisa Fassl und Nina Wöss für den ersten Fonds ihrer Venture-Capital-Gesellschaft Fund F herein; deutlich mehr als Speedinvest und Calm/Storm damals jeweils für ihren ersten Fonds aufstellten. Mit dem European Investment Fund (EIF) gelang es zudem, einen institutionellen Kapitalgeber an Land zu ziehen, der in den seltensten Fällen in First-Time-Fonds investiert. Er ist mit zehn Millionen Euro größter Limited Partner (LP).

Dabei hat Fund F eine sehr klare Ausrichtung – oder „These“, wie Fassl und Wöss es nennen: Der VC investiert ausschließlich in Startups, die zumindest eine Frau im Gründungsteam haben. Für die beiden Gründerinnen ist der VC-Fonds ein durchaus logischer Schritt in ihrem Werdegang: Zusammen gründeten sie zuvor bereits die Initiative Female Founders. Und beide brachten einschlägige Erfahrung im Startup-Investment-Bereich mit: Lisa Fassl war unter anderem Geschäftsführerin der aaia (Austrian Angels Investors Association) und Startup-Beauftragte im Wirtschaftsministerium, Wöss arbeitete sieben Jahre lang in unterschiedlichen Positionen bei Speedinvest – zuletzt als Head of Marketing & Community – und war Vorstandsvorsitzende der AVCO (Austrian Private Equity & Venture Capital Organisation). (Anm.: aaia und AVCO fusionierten 2023 zur Organisa-tion invest.austria).

Fund F ist bereits seit dem ersten Closing 2022 aktiv und hat – Stand Februar 2025 – 14 Investments mit einem Volumen von fünf Millionen Euro getätigt. Worauf sie beim Investieren besonders achten, wie der EIF als Anker-Investor gewonnen werden konnte und wie Fund F sich in der aktuellen globalen politischen Lage positioniert, erklären Fassl und Wöss im Interview.


brutkasten: Im Herbst 2022 hattet ihr mit Fund F das erste Closing, kürzlich folgte das finale Closing. Wie stark hat euch das Fundraising in dieser Zeit bean-sprucht?

Lisa Fassl: Vielleicht sehe ich das im Rückblick ein bisschen durch die rosarote Brille – im Wesentlichen ist es im Fundraising zwischen First Closing und Final Closing um den EIF gegangen und jeder, der den Prozess schon einmal durchgemacht hat, weiß, dass Due Diligence, Kommunikation und Verhandlungen von Verträgen schon Zeit beanspruchen. Aber das war gut gemanagt und hat uns nicht davon abgehalten, unseren Investment-Pace aufrechtzuerhalten. Dann sind noch ein paar individuelle Investor:innen dazuge-kommen – vor allem Frauen. Mit denen war es unkompliziert.

Ihr hattet im Herbst 2022 das erste Closing – von außen betrachtet könnte man sagen, das Timing war für den Start eines neuen VC-Fonds alles andere als gut: Seit Beginn des Ukraine-Kriegs herrscht eine VC-Krise. Wie habt ihr das erlebt? Wie hat euch das beeinflusst?

Lisa Fassl: Man muss eh mit dem arbeiten, was da ist. Wir hatten rückblickend vielleicht den Vorteil, dass wir gar nicht wussten, wie es ist, in einer anderen Phase zu fundraisen. Wir waren auch mit allem, was wir vorher gemacht haben, immer in einem schwierigen Umfeld unterwegs – die Covid-Krise etwa lag auch nicht lange zurück. Wir kennen es also grundsätzlich nicht anders, als in harten Zeiten unternehmerisch zu agieren.

Von vielen anderen VC-Fonds hört man, dass es schwierig ist, an Kapital zu kommen. War es für uns easy? Nein, war es nicht. Aber es ist offensichtlich machbar. Ich glaube, was uns differenziert, ist eine klare Positionierung, eine Abgrenzung und ein USP durch unsere impact-getriebene These und ein Track Record, den wir aufgebaut haben. Leute geben uns Kapital, weil sie sehen, dass wir in vielen Dingen anders ticken als die klassische VC-Szene, aber auch anders ticken als die klassische Impact-Szene. Wir verschmelzen so hoffentlich das Beste aus beiden Welten miteinander. Und wir haben einen positiven Zugang zur Welt, der Nachhaltigkeit, Impact und Returns verbindet.

Gab es auch Fälle, wo diese klare Ausrichtung – also das Commitment von Fund F, nur in Startups zu investieren, die Frauen unter den Gründer:innen haben – auf Ablehnung gestoßen ist?

Lisa Fassl: Es gab ein paar potenzielle LPs (Anm.: Limited Partners), die da eine sehr klare, skeptische Positionierung hatten. Aber auch mit denen sind wir wieder in Gesprächen, denn am Ende des Tages zählt halt einfach die Performance – und ob die These funktioniert oder nicht.

Nina Wöss: Nicht jeder LP passt zu jedem Fonds. Das ist genauso wie beim Investieren in Startups: Manchmal passt man einfach nicht in das Suchschema und manchmal passt auch das Team nicht zum Investor bzw. der Investorin. Das ist auch vollkommen okay. Genauso wie Startups damit umgehen müssen, dass Investor:innen aus verschiedenen Gründen nicht investieren, haben auch wir Neins bekommen; und da waren sicher auch welche dabei, die auf Basis unserer These gekommen sind. Aber ich glaube, das gehört zum Fundraising dazu.

Rein statistisch gesehen gibt es in Europa mehr Deals mit mindestens einer Frau im Gründungsteam als reine Fintech-Deals. Und niemand zweifelt an der Berechtigung eines Fintech-Fonds.

Nina Wöss im Gespräch | (c) Viktoria Waba / brutkasten

Wie wurden diese Neins begründet?

Lisa Fassl: Eine der Grundfragen, die uns immer wieder gestellt werden, ist, ob es denn überhaupt genug Frauen gibt, die Startups gründen. Ich denke, die Frage hat durchaus Berechtigung, weil es einfach ein total verzerrtes Bild am Markt gibt. Die klassischen VC-Fonds oder Angel-Investor:innen sehen nur einen Ausschnitt des Markts. Sie sehen die Deals, die wir sehen, in vielen Fällen gar nicht. Wir haben, glaube ich, mit den Deals, die wir bis jetzt gescreent haben – letztes Jahr waren es etwas mehr als 2.000 –, bewiesen, dass es tatsächlich genug Dealflow gibt.

Nina Wöss: Rein statistisch gesehen gibt es in Europa mehr Deals mit mindestens einer Frau im Gründungsteam als reine Fintech-Deals. Und niemand zweifelt an der Berechtigung eines Fintech-Fonds.

Wie kann man sich eigentlich das Fundraising bei institutionellen Investoren vorstellen? Wie klopft man da an die Tür? Du hast vorher beim EIF schon angesprochen, dass das ein sehr langer Prozess ist. Wie war das dort und wie war es bei den anderen?

Lisa Fassl: Als wir den Fonds konzipiert und mit dem Fundraising angefangen haben, haben uns so gut wie alle Menschen, die selbst bereits Fonds geraist haben, gesagt, man bekommt niemals für den ersten Fonds Geld von institutionellen Investoren. ‚Das machen die nicht. Die backen keinen First-Time-Fund. Don’t even try!‘ Unsere Einstellung war: ‚What can go wrong?‘ Mehr als dass sie Nein sagen, kann nicht passieren. Ich denke, mit dieser Einstellung muss man – unabhängig davon, ob es für einen Fonds oder für ein Startup ist – immer ins Fundraising gehen. Und jetzt haben wir vier institutionelle Investoren und damit eine extrem solide Basis; auch für weitere Fonds.

Im Fall des EIF haben wir einen Vertreter des Fonds bei einem Event kennengelernt, noch bevor wir im Fundraising für Fund F waren. Als es dann später so weit war, haben wir ihm erzählt, dass wir einen Fonds planen – gar nicht unbedingt mit dem Ziel, Kapital zu bekommen. Er hat das Proposal cool gefunden, und dann haben wir uns reingehaut und nicht mehr locker gelassen.

Zu den beiden Banken (Anm.: Raiffeisen-Landesbank Steiermark und Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien) sind wir über das persönliche Netzwerk gekommen. Das waren Kontakte, die es teilweise schon länger gab, etwa über andere Investor:innen. Sie verfolgen beide eine aktive VC-Strategie, sind extrem professionell, wissen, was am Markt passiert und sind sehr hilfreich für uns. Sie helfen etwa auch bei der Due Diligence bei Startups. Bei der aws (Anm.: Venture-Capital-Initiative der Austria Wirtschaftsservice) war es ein klassischer Bewerbungsprozess.

Aber man muss schon sagen: Auf institutioneller Seite, bei Pensionskassen und Co, wartet keiner auf die VCs. Deshalb wäre es extrem wichtig, dass sich die Politik des Themas annimmt. Wir brauchen einen aktiven Kapitalmarkt, denn es gäbe viele Chancen. Es ist unglaublich viel Geld da, aber es liegt in anderen Assetklassen, am Bankkonto oder unter dem Kopfpolster, und wird einfach nicht mobilisiert. Viel Geld wird in Österreich nicht sehr smart und nicht in Innovation investiert, und das ist eine absolute Verschwendung.

Wie kann man sich den Prozess bis zum Closing mit dem EIF vorstellen? Was war da zu tun?

Nina Wöss: Unser Setup war von Anfang an in­ ternational gedacht. Schon als wir das erste Mal mit den Anwält:innen besprochen haben, wie die Ver­träge ausschauen sollen, war klar: Es muss marktgemäß sein. Wir wollen einen ersten und in Zukunft weitere Fonds aufbauen, die sich auf europäischer Ebene matchen können. Das bedeutet auch: Wenn du vor den institutionellen Fonds sitzt, erwarten die, dass du dich ihrem Schema anpasst und nicht um­ gekehrt. Da gehört es auch dazu, von Anfang an zu verstehen, wie ein Reporting aussehen muss und welche Kennzahlen sie wollen.

Man sollte sich also wirklich schlaumachen, vor allem durch Gespräche mit anderen Fondsmanagern, die diesen LP schon an Bord haben, um besser zu verstehen, worauf es ankommt und wie man den eigenen Pitch so präsentiert, dass er für einen institutionellen LP nachvollziehbar ist. Es ist natürlich ein großer Unterschied, ob du an eine Pri­vatperson pitchst, die auf andere Dinge Wert legt, wo du deine Story einfach anders fokussierst. Lang­fristig musst du aber alle an einen Tisch bringen, in einem Fonds, wo für alle die gleichen Regeln gelten.

Kommen wir zur anderen Seite: euren Investments. Wie hat sich das seit dem Start 2022 entwickelt? Und abgesehen vom bekannten Fund-F-Kriterium, dass zumindest eine Frau im Gründungsteam sein muss: Was sind die entscheidenden Faktoren, warum ihr investiert?

Nina Wöss: Wir haben allein 2024 rund 2.000 Startups gescreent, im Jahr davor waren es ungefähr genauso viele. Wir hatten durch unsere Brand von Tag eins an eine sehr starke Exposure und auch einen wirklich guten Dealflow. Bis dato haben wir 14 Investments getätigt.

Zu den Kriterien: Es klingt jetzt abgedroschen, aber es ist das Team. Dadurch, dass wir Preseed­- und Seed­-Investments machen, sind wir sehr oft der erste Fonds, der in ein Startup investiert. Und in einem großen Teil der Fälle arbeiten wir auch mit Gründerinnen und Gründern, die das erste Mal gründen; das heißt, es ist für das Gründungs­team meistens eine komplett neue Situation, in der man aber recht gut die Persönlichkeiten sieht: Wie kommunizieren die Leute? Wie gehen sie mit Stress um? Wie verhalten sie sich, wenn es wirklich um die konkrete Verhandlung der Verträge geht? Da lernst du die Leute schon sehr gut kennen, und das ist uns auch wichtig. Die Gründerinnen und Gründer brauchen eine besondere Resilienz: Trau en wir es den Menschen zu, dass sie in einem teil­weise sehr anstrengenden Umfeld erfolgreich sein können?

Deswegen ist es für uns auch bedeutend, im eigenen Team eine gewisse Diversität zu haben, um verschiedene Backgrounds und Blickwinkel ein­ zubringen. Das Genannte geht natürlich Hand in Hand mit anderen klassischen Faktoren: Natürlich müssen die Skills passen und die Leute im Team müssen sich ergänzen. Es muss einen relevanten Markt geben und das Produkt muss passen. Und man muss es vielleicht noch mal explizit sagen: Wir sind Technologie-Investorinnen. Wir suchen nach skalierbaren, technologiebasierten Businessmodellen.

Die Welt brennt links und rechts und es gibt so viele Probleme, die wirklich Probleme sind – wir backen lieber Startups, die diese Probleme angehen, als ein Nice-to-have oder eine minimale Prozessoptimierung.

Lisa Fassl im Gespräch | (c) Viktoria Waba / brutkasten

Lisa Fassl: Und es müssen Themen sein, die uns interessieren. Wir arbeiten sehr intensiv mit den Gründerinnen und Gründern zusammen. Sobald wir ein Investment zugesagt haben, steht unser Angebot, dass uns die Leute Tag und Nacht anrufen können. Manche machen das tatsächlich, vor allem, wenn es gerade brennt. Wenn wir kein Interesse an den Menschen und an dem, was sie da tun, hätten, würde das nicht funktionieren.

Also würden wir auch keinem Startup Geld geben, das zwar eine extrem tolle API (Anm.: Ap-plication Programming Interface, Programmierschnittstelle) hat, aber bei dem wir überhaupt nicht an das glauben, was es macht; beziehungsweise wenn das unseren Werten absolut nicht entspricht. Um es sehr plakativ zu sagen: Die Welt brennt links und rechts und es gibt so viele Probleme, die wirklich Probleme sind – wir backen lieber Startups, die diese Probleme angehen, als ein Nice-to-have oder eine minimale Prozessoptimierung. Wir haben das Privileg, in einer Funktion zu sein, in der wir tatsächlich etwas verändern können, denn am Ende des Tages sind wir in einem kapitalistischen System. Geld dominiert die Welt und wir können Geld verteilen und damit entscheiden, welche Technologie so unterstützenswert ist, dass sie erfolgreich sein soll. Dieses Privileg nehmen wir extrem ernst. Unsere Investor:innen geben uns das Geld, um etwas Sinnvolles damit zu machen.

Ich habe euch ja vorher die Frage gestellt, ob es LPs gab, die Fund F aufgrund seiner These abgelehnt haben. Jetzt die andere Seite: Gibt es auch Gründerinnen, die kein Investment von euch haben wollen, etwa weil sie befürchten, dass andere dann denken, sie hätten das Kapital nur bekommen, weil sie Frauen sind?

Nina Wöss: Wir waren noch nie in einer Situation, wo wir in einem Gespräch mit dem Team waren und die Personen uns gesagt haben, dass sie aufgrund unserer These kein Investment von uns möchten. Es ist aber natürlich nicht auszuschließen, dass es Teams gibt, die sich deswegen absichtlich nicht melden – es wäre also wohl vermessen zu sagen, dass das nicht vorkommt.

Lisa Fassl: Nachdem wir mit dem Fonds schon zwei Jahre am Markt sind, bekommen wir mittler-weile auch sehr viele Referenzen durch die Gründerinnen, in die wir bereits investiert haben. Das ist sehr wertvoll. Diejenigen, die überlegen, ob sie uns an Bord haben wollen, rufen in der Regel auch mindestens ein Portfolio-Startup von uns an. Das heißt, wir werden schon auch ganz klar geprüft.

An negatives Feedback zu unserer These in direkten Gesprächen könnte ich mich wirklich nicht erinnern. Es ist eher umgekehrt: Diverse Teams sagen, sie wollen diverse Investoren, und sie wollen vor allem auch in ihrem Advisory-Board Frauen haben, um unterschiedliche Meinungen abzubilden. Sie wollen nicht fünf Leute, die gleich aussehen, das Gleiche denken und an den gleichen Unis studiert haben, denn dann bekommen sie auch nur eine Meinung. Sie wollen aber unterschiedliche Meinungen und sich dann ihre eigene bilden und ihre eigenen Company-Werte entwickeln.

Generell hat sich der politische Wind zuletzt global ja ziemlich gedreht: Es gibt wieder viel offenen Chauvinismus, wie er in den vergangenen Jahren nicht so offen gezeigt wurde; Mark Zuckerberg wünscht sich mehr „Male Energy“, Diversity-Programme werden zurückgefahren. Wie positioniert ihr euch in diesem Umfeld?

Nina Wöss: Ich finde, diese teilweise sehr starken Aussagen sollten einen schon als Mensch zum Nachdenken bringen. Mit Fund F und unserer These sehen wir aber bisher, dass sich Europa bei diesen kulturellen Themen ganz anders positioniert und nicht eins zu eins die USA imitiert. Das heißt natürlich nicht, dass diese Dynamiken nicht zu uns durchschlagen können, nachdem US-Konzerne ja auch stark in Europa vertreten sind. Wenn man sich aber ansieht, welche Stakeholder in Europa bei Venture Capital und Technologie eine starke Rolle spielen, sieht man, dass es hier eine politische Steuerung gibt, die nicht in diese Richtung geht. Beim EIF etwa werden aktiv Ziele in den Bereichen Klima und Nachhaltigkeit verfolgt. Ich denke also, dieser politische Umschwung wird nicht so schnell unmittelbare Auswirkungen auf die LP-Basis in Europa haben bzw. uns gefährden.

Es ist gut, dass wir den Fonds geclost haben, bevor diese ganzen Entwicklungen eingesetzt haben. Jetzt können wir arbeiten und zeigen, dass die These hält. Den nächsten und den übernächsten Fonds können wir ohnehin nur aufstellen, wenn uns das gelingt. Und die Unternehmerinnen, mit denen wir arbeiten, werden gute Unternehmen bauen. Und das sehen wir auch bei anderen Fonds, die ähnliche Thesen wie wir verfolgen.

Lisa Fassl: Also um ehrlich zu sein, finde ich das gesamte politische Klima zum Kotzen. Wenn ich mir die Nachrichten ansehe, verstehe ich, warum der Optimismus bei den Leuten sinkt und Politikverdrossenheit und Unzufriedenheit zunehmen! Das Gute ist, dass solche Bewegungen immer auch eine Gegenbewegung auslösen. In den vergangenen Jahren hat sich glücklicherweise doch so viel getan, dass es immer mehr Frauen gibt, die Kapital haben, in Entscheidungspositionen sind und sich das nicht gefallen lassen. Das sieht man in den USA etwa bei Philanthropinnen wie Melinda Gates, die selbst beginnen, Geld anders zu investieren. Die Situation kann also auch ein sehr positives Momentum er-zeugen.

Am Ende des Tages haben wir ein kapitalistisches System und die Performance entscheidet. Und über die Performance sagt ja noch immer jede Statistik, dass diverse Teams besser arbeiten; das Geschlecht ist hier natürlich nur ein Faktor. Das ist die Realität, und das wird sich hoffentlich auch in der Performance unseres Fonds zeigen – und dann ist die Diskussion sowieso komplett obsolet.

Unter Donald Trump dreht sich der Wind ja nicht nur ideologisch – er droht in großem Umfang Zölle an, Handelskriege stehen im Raum. Wie seht ihr österreichische bzw. europäische Startups in dieser neuen internationalen Situation positioniert?

Lisa Fassl: Wir müssen als Europa begreifen, dass Nationalismus und Nationalstaatlichkeit wirklich gar keinen Sinn haben. Das geht sich einfach nicht aus, alleine wenn man sich die Bevölkerungszahlen und entsprechend das Wirtschaftswachstum im globalen Norden ansieht. Wir sind am absteigenden Ast und wir müssen uns wirklich etwas überlegen. Startups und Technologie sind da mitunter die größte Hoffnung, die wir haben. Hier Förderungen zurückzuziehen oder kein öffentliches Kapital mehr in diesen Bereich zu pumpen wäre wirklich sinnlos. Wir können nur überleben, wenn wir jetzt anfangen, wirklich innovativ zu sein, gute Technologien zu bauen und Arbeitsplätze zu schaffen. Und wir müssen uns überlegen, wie wir es schaffen, die smartesten Köpfe aus dem Ausland nach Europa zu holen.

Insgesamt sollten wir uns in Europa überlegen, mit welchen anderen Nationen es Sinn ergibt, zu kollaborieren. Wo gibt es gute Synergien? Wo gibt es vielleicht ein ähnliches Werteverständnis? Ich glaube, was Europa ausmacht, sind starke Werte, die wir hoffentlich nicht verlieren in diesem politischen Klima.

Lisa, als du damals als Startup-Beauftragte im Wirtschaftsministerium aufgehört hast, hast du eher resigniert gewirkt. Wie groß siehst du die Chancen dafür, dass die neue Regierung in Reaktion auf Trump, der mit seinen Executive Orders innerhalb von Stunden neue Tatsachen schafft, schnell und politisch richtig handelt?

Lisa Fassl: Der Aspekt, der mich an österreichischer und europäischer Politik wahnsinnig frustriert, ist: Es gibt Interessenspolitik links und rechts und ein Durchsetzen von alteingesessenen, total überholten, nicht mehr zeitgemäßen sogenannten „Werten“, um sich selbst und seine eigene Klientel zu schützen. Das haben auch die zunächst gescheiterten Regierungsverhandlungen wieder gezeigt. Ich würde mir echt wünschen, dass es gelingt, da wirklich einmal drüberzustehen, denn es geht um mehr als um die Befindlichkeiten von ein paar Leuten, die seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Parteien sitzen. Es geht am Ende des Tages um die Zukunft von uns allen, vor allem um die Zukunft der nächsten Generationen.

Es heißt jetzt wirklich, Verantwortung für das Land zu übernehmen. Jede Situation ist managebar; man muss es aber machen, muss Entscheidungen treffen. Und wir wissen aus dem unternehmerischen Kontext: Keine Entscheidung zu treffen und keine Verantwortung zu übernehmen ist auch eine Entscheidung – nämlich die schlechteste von allen.

Es ist in diesen Zeiten schwierig, um einen Ausblick zu bitten. Ich mache es trotzdem, aber nur bezogen auf Fund F: Wenn ihr drei große Ziele nennen müsst, für welche entscheidet ihr euch?

Lisa Fassl: Das größte Ziel ist es, einen der am besten performenden europäischen VC-Fonds zu bauen. Und das nicht mit der – unter Anführungszeichen – „Einschränkung auf Gender“, sondern im Vergleich zu allen anderen VCs im Early-Stage-Bereich. Wir wollen, auch mit den geplanten Folge-Fonds, die Nummer eins werden.

Nina Wöss: Ein weiteres Ziel ist natürlich, dass wir die Wunschinvestorinnen der Startups, die unserer These entsprechen, werden. Wenn sie eine Kapitalrunde raisen, sollen sie Fund F unbedingt dabeihaben wollen – egal, wie viele andere Angebote sie haben und von wem die sind; weil sie mit uns arbeiten wollen.

Lisa Fassl: Als drittes Ziel nenne ich unsere Vision auf Metaebene: ein gleichberechtigtes europäisches Tech-Ökosystem. Davon sind wir leider noch weit entfernt.

Ihr habt die Folge-Fonds angesprochen. Wie lautet da der Plan?

Nina Wöss: Unsere Investmentphase endet im vierten Quartal 2026 und dann soll der nächste Fonds kommen. Das ist ein ganz klares Ziel. Und der wird größer werden als der aktuelle; dazu gibt es auch schon die ers-ten Gespräche. Es ist wie bei Startups: We’re always fundraising.

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Bernhard Krick, Geschäftsführer der Bybit Payments GmbH | (c) Bybit

Anfang August erhielt die Bybit Payments GmbH von der Finanzmarktaufsicht (FMA) eine Konzession als E-Geld-Institut, nach rund neun Monaten Verfahren. Laut Geschäftsführer Bernhard Krick gibt es die Lizenz zwar seit rund 25 Jahren, durchschritten hätten das Verfahren aber erst zwei Marktteilnehmer. Mit der Konzession baut die nach eigenen Angaben gemessen am Handelsvolumen zweitgrößte Kryptobörse der Welt ihre EU-Zentrale in Wien weiter aus. Die Schwestergesellschaft Bybit EU GmbH hält bereits seit Mai 2025 eine MiCAR-Zulassung. Im Interview spricht Krick über das Verfahren, die Standortwahl und die Frage, ob am Ende eine Banklizenz steht.


Die Bybit Payments GmbH hat von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) eine Lizenz als E-Geld-Institut erhalten. Wie lange hat das Verfahren gedauert und was waren rückblickend die größten Hürden?

Der eigentliche Lizenzierungsprozess mit der FMA war naturgemäß intensiv und hat sich über einen Zeitraum von rund neun Monaten erstreckt. Wir haben jedoch bereits deutlich davor mit dem Aufbau der lokalen Gesellschaft, der Infrastruktur sowie aller compliance-relevanten Agenden begonnen. Obwohl es die Lizenz seit rund 25 Jahren gibt, haben erst zwei Marktteilnehmer diesen Prozess durchschritten. Die größte Herausforderung bestand darin, die Fülle an Informationen über die eigene Organisation, Prozesse und geplanten Produkte so aufzubereiten, dass sie den hohen Anforderungen der FMA entsprechen und ein klares, transparentes Bild vermitteln. Dabei steht man grundsätzlich auch immer unter einem gewissen Zeitdruck. Unsere Mitarbeiter:innen haben hier eine sehr gute Arbeit geleistet.

Rückblickend war der Prozess zwar anspruchsvoll, aber immens wertvoll. Er hat dazu beigetragen, unsere europäischen Strukturen weiter zu professionalisieren. Die E-Geld-Konzession ist eine wichtige Grundlage für die nächste Phase der Expansion unseres Geschäfts in Europa.

Warum hat Bybit die EMI-Lizenz ausgerechnet in Österreich beantragt? Länder wie Litauen oder Luxemburg gelten in Europa als die klassischen Standorte für E-Geld-Institute.

Wien ist für uns der Standort unserer EU-Zentrale. Von hier aus decken wir MiCAR, E-Geld und MiFID ab. Uns war wichtig, einen Standort mit einem europaweit respektierten Regulator zu wählen. Die FMA bietet dabei die perfekte Balance: streng in der Aufsicht, was für eine Organisation wie uns, die weltweit auf Compliance ausgerichtet ist, kein Problem, sondern ein Vorteil ist, und gleichzeitig kommunikativ, pragmatisch und effizient im Austausch. Wien ist zudem ein zentraler Standort in Europa mit attraktiver Infrastruktur und hoher regulatorischer Kompetenz. Von hier aus können wir langfristige europäische Strukturen aufbauen, mit einem verlässlichen Partner vor Ort, und unser Geschäft in den Märkten ganz Europas steuern.

Die FMA gilt als strenge Aufsicht. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im Vergleich zu anderen Jurisdiktionen, in denen Bybit tätig ist?

Eine strenge Aufsicht ist aus unserer Sicht kein Nachteil. Ganz im Gegenteil: Wenn man langfristig in einem regulierten europäischen Markt tätig sein möchte, ist Klarheit darüber, welche Anforderungen gelten, ein wesentlicher Vorteil. Unsere Erfahrung ist, dass die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden naturgemäß intensiv und detailliert ist, und das erwarten wir auch. Wir sehen Regulierung nicht als einmalige Eintrittshürde, sondern als laufenden Prozess, der sehr wichtig für die gesamte Branche ist. Die FMA sehen wir als eine durchaus fordernde, aber vor allem als eine sehr kompetente Behörde, die auch einen sehr guten Ruf in Europa genießt.

In der Aussendung zur Lizenz heißt es, konkrete Termine für die Produkteinführung würden in Kürze bekannt gegeben. Können Sie schon konkreter werden: Welche Dienste starten zuerst, und wann rechnen Sie mit dem Marktstart in Österreich und im restlichen EWR?

Die konkreten Produktneuerungen, Marktstart und Rollout-Phasen werden wir, wie versprochen, zeitnah kommunizieren. Was wir jedoch jetzt bereits sagen können: Unser Ziel ist es, die neue Lizenz schrittweise für den Ausbau eines umfassenderen Payment-Angebots in Europa zu nutzen. Wir haben bereits um das Passporting der Lizenz für den EWR angesucht. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen, da die relevanten nationalen Behörden in Europa dies bestätigen müssen. Wir verfolgen dabei bewusst einen stufenweisen Ansatz, können aber bereits jetzt sagen: Bybit.eu wird bald viel mehr sein als eine reine Krypto-Plattform und wird sich zu einer universellen Finanzlösung entwickeln.

Die Bybit Card ist in Europa bereits verfügbar. Was ändert sich durch die EMI-Lizenz konkret für das Kartenprogramm? Wird die Bybit Payments GmbH die Kartenausgabe künftig selbst übernehmen?

Die Bybit Card wird auch in Zukunft eines unserer zentralen Produkte bleiben. Zum jetzigen Zeitpunkt möchten wir jedoch keine konkreten Änderungen an bestimmten Produkten vorwegnehmen oder bekanntgeben. Was wir sagen können: Die Lizenz gibt uns generell zusätzliche strategische Flexibilität, um unser europäisches Dienstleistungsangebot im Zahlungsverkehr weiterzuentwickeln sowie attraktiver zu gestalten.

Auf Bybit.eu setzen Sie bei Stablecoins bislang auf regulierte Token von Circle wie EURC. Die EMI-Lizenz würde der Bybit Payments GmbH grundsätzlich auch die Emission eines eigenen E-Geld-Tokens erlauben. Ist ein eigener Euro-Stablecoin ein Thema für Sie?

Stablecoins und andere tokenisierte Zahlungsinstrumente beobachten wir auf dem europäischen Markt sehr genau. Gerade MiCAR schafft hier einen neuen regulatorischen Rahmen, der in den kommenden Jahren erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung digitaler Zahlungsmittel haben wird. Aktuell liegt unser Fokus jedoch darauf, unseren Kundinnen und Kunden Zugang zu bestehenden regulierten und qualitativ hochwertigen Produkten zu ermöglichen. EURC ist dafür ein gutes Beispiel. Wir schließen grundsätzlich keine strategischen Optionen in diesem Bereich aus, haben derzeit aber nichts anzukündigen.

Bybit EU GmbH und Bybit Payments GmbH sind bewusst getrennte Gesellschaften mit unterschiedlichen Lizenzen. Warum diese Struktur, und was bedeutet die Trennung im Alltag konkret für die Kundinnen und Kunden?

Die Trennung folgt einer klaren regulatorischen und auch organisatorischen Logik. Die Bybit EU GmbH und die Bybit Payments GmbH verfolgen unterschiedliche Geschäftsmodelle und verfügen über unterschiedliche regulatorische Berechtigungen. Deshalb ist es sinnvoll, diese Aktivitäten auch gesellschaftsrechtlich, organisatorisch und in Bezug auf die Regulatorik und das Risikomanagement klar voneinander abzugrenzen. Für die Kundinnen und Kunden wird sich das positiv auswirken, da wir in der Zukunft über eine gemeinsame Finanzplattform und App neue innovative Möglichkeiten im Zahlungsverkehr anbieten werden. Die Kunden werden die volle Transparenz haben, welche Dienstleistung sie von welchem Unternehmen beziehen.

Sie betonen, dass die EMI-Lizenz keine Banklizenz ist. Ist eine Banklizenz der nächste logische Schritt für Bybit in Europa, oder schließen Sie das aus?

Für uns ist die EMI-Lizenz der logische Schritt, um unsere Kompetenz im Zahlungsverkehr in Europa aufzubauen. Wir verfolgen das Ziel, ein globales Finanz-Ökosystem aufzubauen, das den Zugang zu einer modernen Bank-, Investitions- und Zahlungsverkehrsinfrastruktur für alle Kundengruppen bietet. Da ist es natürlich selbstverständlich, dass wir kontinuierlich evaluieren, welche regulatorischen Strukturen und Partnerschaften für unsere langfristige Strategie sinnvoll sind. Eine Banklizenz schließen wir für die Zukunft nicht aus. Aktuell liegt unser Fokus aber klar auf dem erfolgreichen Aufbau und der Skalierung unseres regulierten Geschäfts in Europa.

Mit regulierten Zahlungsdiensten tritt Bybit in direkte Konkurrenz zu Neobanken wie Revolut und N26, aber auch zu anderen Kryptobörsen mit Payment-Ambitionen in Europa. Womit wollen Sie sich in diesem Feld differenzieren?

Bybit ist gemessen am Handelsvolumen die zweitgrößte Krypto-Asset-Plattform der Welt und bietet bereits heute weltweit über 80 Millionen Kundinnen und Kunden viel mehr als reines Krypto-Trading an. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das enorme Volumen im Krypto-Derivate- und Futures-Handel auf der globalen Bybit-Plattform. Mit unserem „Compliance-First-Ansatz“ wird Bybit einer der relevantesten Player in Europa werden. Der entscheidende Faktor ist, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden zu bekommen. Unser Ansatz geht daher über das reine Krypto-Trading weit hinaus. Wir verbinden die Welten der digitalen Assets und Web3-Produkte mit den traditionellen Finanzdienstleistungen.

Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt Bybit aktuell in Wien, und wie verändert der Aufbau der Payments-Sparte den Standort? Wird derzeit Personal gesucht?

Aktuell beschäftigen wir in Wien rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Ausbau der Payments-Sparte stärkt den Standort zusätzlich, da ein reguliertes Payment-Geschäft weitere spezialisierte Funktionen benötigt, etwa in den Bereichen Produktmanagement, Legal und Compliance, Risk, Finance, Operations und Technology. Hier sind wir derzeit auch auf der Suche und heißen jede Bewerbung willkommen.

Welchen Stellenwert hat das Thema Sicherheit beim Aufbau des europäischen Zahlungsverkehrsgeschäfts, und wie werden die Kundengelder der Bybit Payments GmbH abgesichert?

Sicherheit und Vertrauen bilden das Fundament des Finanzgeschäfts. Beim Aufbau der Bybit Payments GmbH wurden deshalb regulatorische Anforderungen an Governance, Risikomanagement, IT-Sicherheit und den Umgang mit Kundengeldern von Beginn an berücksichtigt. Die Kundengelder des E-Geld-Instituts werden entsprechend den regulatorischen Vorgaben geschützt und bei einer Bank zu 100 Prozent treuhänderisch verwahrt. Für die Bybit.eu-Plattform gelten zudem dieselben strengen regulatorischen Anforderungen an IT-Sicherheit wie für Banken.

Bybit hat kürzlich seinen Risiko- und Sicherheitsbericht für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz inzwischen in der Sicherheitsarbeit, und was bedeutet das für Nutzerinnen und Nutzer in Europa?

Wir setzen modernste Technologien ein, um Muster schneller zu erkennen, Auffälligkeiten frühzeitig zu identifizieren und potenzielle Risiken effizient zu analysieren. Unser Anspruch ist es, im Bereich Sicherheit immer einen Schritt voraus zu sein, ganz nach dem Credo: Prävention statt Nachsorge. Künstliche Intelligenz ist in der präventiven Sicherheitsarbeit im Zahlungsverkehr ein fixer Bestandteil. Für Nutzerinnen und Nutzer in Europa bedeutet das im Alltag vor allem, dass der Zahlungsverkehr reibungslos und sicher abläuft. Der große europäische Vorteil ist dabei der rechtliche Rahmen. Dank strenger Gesetze wie der DSGVO und dem neuen KI-Gesetz gibt es in Europa klare Leitplanken, die die Privatsphäre aller am Zahlungsverkehr beteiligten Personen schützen.

Wo steht Bybit.eu in drei Jahren?

Unser Anspruch ist klar: Wir wollen in drei Jahren eine der führenden regulierten Plattformen für digitale Finanzdienstleistungen in Europa sein. Krypto und Blockchain wollen wir dabei immer weniger als eigenständige oder alternative Systeme betrachten, sondern die Brücke zwischen der Welt digitaler Assets und traditionellen Finanzdienstleistungen weiter stärken und direkt verbinden. Entscheidend ist Vertrauen: Ein verlässlicher institutioneller Rahmen und klare Regulierungen bilden die Basis, damit immer mehr Unternehmen sowie Kundinnen und Kunden auf diese Technologien setzen. Im Idealfall ist Bybit EU in drei Jahren eine vertrauenswürdige, regulierte All-in-one-Finanzplattform, auf der digitale und traditionelle Finanzdienstleistungen zusammenkommen und nahtlos in den Alltag unserer Kundinnen und Kunden integriert sind.

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