27.10.2015

Für Sport-Junkies: Mit LUMA ACTIVE macht Joggen auch im Winter Spaß

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© Luma Active: Florian Schneebauer und Wolfgang Knöbl, die beiden Initiatoren.

Wer sich auch im Herbst und im Winter sportlich betätigen möchte, kennt das Problem: Es wird früh dunkel und herkömmliche Stirnlampen stören mehr, als sie helfen. Zwei Steirer möchten dieses Problem mit ihrem Produkt LUMA ACTIVE lösen. Dafür wurde eine Kickstarter-Kampagne gestartet, deren Finanzierungsschwelle bereits erreicht wurde. 

Die beiden Initiatoren Florian Schneebauer und Wolfgang Knöbl kennen sich von der Fachhochschule in Graz, wo sie beide Innovationsmanagement studiert haben. Schon beim Kennenlernen wurde schnell klar, dass man gemeinsam nicht nur theoretisch studieren, sondern auch praktisch arbeiten möchte: „Wir wussten bereits von der Uni, dass wir gut zusammen arbeiten“, meint Schneebauer im Gespräch mit dem Brutkasten.

„Wolfgang und ich sind beide sehr sportlich und wir sind viel in der Natur am Laufen, eines hat uns dabei immer gestört: Wenn man im Dunklen läuft, braucht man eine Stirnlampe, herkömmliche Lampen sind aber schwer und wackeln, das Erlebnis ist kein besonderes“, meint Schneebauer.

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© Luma Active

Mit Luma Active richten sie sich an Hobby-Sportler und lösen damit ein Problem, das sie selbst gut kennen: „Wir haben meist selbst erst Abends oder in den frühen Morgenstunden Zeit, Sport zu machen, aber bis jetzt war es mühsam im Dunklen einfach loslaufen zu können“.

Anfangs sogar recht provisorisch: Sie besorgten sich Einzelteile wie LED-Leuchten im Elektroshop und versuchten diese in die Haube oder das Stirnband zu integrieren. „Wir dachten uns: Da muss man doch ein gutes Produkt daraus machen können, das nicht nur uns hilft!“ Einerseits wollte man eine Lampe integrieren, deren Lichtstrahl nicht zu flackern beginnt, andererseits durfte man die Elektronik am Kopf nicht spüren. „Wenn man Luma Active aufsetzt, spürt man die Elektronik nicht. Wir haben ein ergonomisches Gehäuse in die Haube eingebaut, das der Stirnform entsprechend gestaltet ist“, das Gesamtgewicht sei dabei 70 Gramm.

„Wir wollen das Fundingziel nicht nur knacken, sondern mehr einsammeln“, zeigt sich Schneebauer motiviert.

„Zwei LEDs mit unterschiedlichen Winkel sorgen dafür, dass das Wackeln korrigiert wird, die Lampen an sich sind nicht verstellbar, aber man kann ganz einfach einstellen, wo der Lichtstrahl leuchten soll, ob nah oder fern – oder beides. Wir wollten die Bedienung so einfach wie möglich machen“. Außerdem ist es möglich, das Gehäuse mit den LEDs auszubauen und Haube mit Stirnband auszuwechseln.

Auf Kickstarter sammelt man nun, um in Serienproduktion zu gehen, wofür eine Mindestbestellmenge nötig war. Außerdem waren die finanziellen Mitteln beschränkt. „Wir wollen das Fundingziel nicht nur knacken, sondern mehr einsammeln. Dann können wir den Projektunterstützern auch verschiedene Farben anbieten und unterschiedliche Designs“, so Schneebauer.

Luma Active sei dabei übrigens nur die erste Produktidee, viele weitere sind in Planung. Dafür habe man sich Luma auch als europäische Marke eintragen lassen. „Wir wollen LUMA langfristig als Marke aufbauen und im Sportbereich noch viel mehr anbieten“, meint Schneebauer.

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© Luma Active
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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce

Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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