24.10.2023

fteval: Mit Isabella Wagner tritt erste Frau an die Führungsspitze der Plattform für Forschungs- und Politikevaluierung

Mit Oktober 2023 ist Isabella Wagner als Geschäftsführerin der Österreichischen Plattform für Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung (fteval) tätig.
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Wagner wird erste Frau an der Führungsspitze von fteval. (c) Gregor Titze, Plattform fteval

Mit der Ernennung zur Geschäftsführerin tritt Isabella Wagner als die erste Frau an die Führungsspitze der Plattform fteval. Damit übernimmt sie eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung und Leitung der Organisation.

Wagner war bisher „rechte Hand“ der fteval Geschäftsführung

Wagner bringt Erfahrung aus den Bereichen Forschung, Evaluation und Projektmanagement mit, heißt es in einer Aussendung. In ihrer bisherigen Rolle war sie als „rechte Hand“ der Plattform-Geschäftsführung tätig. Dabei soll sie zur Professionalisierung der Organisation fteval beigetragen haben.

Bisher war die jetzige Geschäftsführerin zuständig für die Erweiterung des bestehenden Plattform-Angebots, darunter die Entwicklung von Podcasts, Trainingsprogrammen und einer Arbeitsgruppe für künstliche Intelligenz. Zudem war Wagner für die Dienstleistungsoptimierung und Effizienzsteigerung der Plattform fteval zuständig.

„Zukunft geprägt von Kontinuität und Professionalität“

„Isabella Wagner bringt nicht nur eine beeindruckende Expertise und Innovationskraft mit, sondern teilt auch unsere Leidenschaft für die Förderung von Forschung und Innovation sowie deren Evaluierung in Österreich und darüber hinaus. Wir sind überzeugt, dass sie die Plattform fteval in eine Zukunft führen wird, die geprägt ist von Kontinuität und Professionalität, aber auch von kontinuierlicher Innovation und Weiterentwicklung“, meint Sonja Sheikh, Obfrau der Plattform fteval, zum Wechsel in der Geschäftsführung.

fteval entwickelt Evaluierungsmethoden

Die Österreichische Plattform für Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung (fteval) wurde 1996 gegründet. fteval ist ein Netzwerk von Organisationen, die sich mit Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung in Österreich beschäftigen. Die Plattform soll den Austausch von Know-how und Erfahrungen sowie die Weiterentwicklung von Evaluierungsmethoden fördern, heißt es.

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Mit Ignite Ventures ist die WU eine von fünf Hochschulen, die im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative eigene Beteiligungsstrukturen aufgebaut haben. | (c) BOAnet_LC

Österreichs Hochschulen sollen als Quelle neuer Unternehmen an Schlagkraft gewinnen. Im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative unterstützt das Austria Wirtschaftsservice (aws) dafür ausgewählte Hochschulen mit einer Anschubförderung von insgesamt 1,5 Millionen Euro beim Auf- und Ausbau professioneller Ausgründungs- und Beteiligungsstrukturen, die internationalen Standards entsprechen.

Finanziert wird die Förderung aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (Fonds Zukunft Österreich), die Projektlaufzeit beträgt rund drei Jahre. Ziel ist es, akademische Spin-offs frühzeitig auf Gründungs- und Skalierungstauglichkeit vorzubereiten und damit jene strukturelle Lücke zu schließen, die Österreich im internationalen Vergleich seit Jahren aufweist.

Was die einzelnen Häuser vorweisen

Die BOKU University begleitet mit der hundertprozentigen Tochter Connective Base GmbH Spin-offs und Startups aus dem universitären Umfeld vom ersten Prototyp bis zum Exit. Im ersten Jahr wurden gemeinsam mit internationalen Expert:innen die rechtlichen und strukturellen Grundlagen für einen professionellen und raschen Ausgründungs- und Investmentprozess geschaffen. Erste Beteiligungen und Spin-offs befinden sich laut Aussendung bereits in Umsetzung.

An der JKU wurde im September 2025 die JKU Technology Transfer GmbH (TTG) gegründet. Als Teil des House of Research and Innovation (HoRI) entwickelt sie Schutzrechts- und Verwertungsstrategien, initiiert Kooperationen mit Unternehmen und begleitet Forschende auf dem Weg zum Spin-off.

Das 2024 gegründete MedLifeLab der Medizinischen Universität Innsbruck begleitet Wissenschaftler:innen und Gründer:innen in den Bereichen Life Sciences, MedTech und BioTech von der Idee bis zur marktreifen Lösung, von Technologietransfer und IP-Management bis zu Unternehmensgründung und Finanzierung. Über Bildungsangebote und Community Building soll ein Ökosystem entstehen, das Tirol regional und international vernetzt.

Die TU Wien hat mit NOCTUA Science Ventures gemeinsam mit Speedinvest einen eigenen Spin-off-VC-Fonds aufgebaut. Er soll mehr als 40 österreichische Spin-offs finanzieren und bis Ende 2026 ein Zielvolumen von bis zu 25 Mio. Euro erreichen. Bis dato wurden über 200 österreichische Spin-offs gesichtet und evaluiert. Über die technischen Hochschulen der TU Austria als Gesellschafter und Partner soll eine tiefe Verankerung in den Universitäten sichergestellt werden.

WU Ignite Ventures setzt bereits am sogenannten „Ignite Moment“ an. Gründer:innen erhalten bis zu 50.000 Euro Pre-Seed-Kapital in zwei Tranchen über ein gründerfreundliches SAFE-Instrument, dazu Zugang zum WU-Netzwerk und eine Alumni-Co-Investment-Plattform. Drei Investments wurden bereits getätigt, zudem startete gemeinsam mit VC-Partnern ein VC Analyst Program für WU-Studierende.

Tipp der Redaktion

brutkasten hat sich dem Thema akademische Ausgründungen im vergangenen Jahr in der Serie From Science to Business gewidmet und dabei beleuchtet, wie aus Forschung heraus Unternehmen entstehen und welche Strukturen es dafür braucht.

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