15.09.2025
ANKÜNDIGUNG

brutkasten startet neue Serie „From Science to Business“

Am kommenden Mittwoch startet unsere neue Serie From Science to Business – wir beleuchten den gesamten Weg von der Forschung in den Markt: von IP-Strategien und Finanzierungsmodellen über Kooperationen mit der Industrie bis hin zu Spin-offs und dem Entrepreneurial Mindset an Hochschulen.
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(c) brutkasten

Österreich erzielt in der Forschung konstant starke Ergebnisse: Bei den Publikationen pro Kopf, den hoch dotierten Forschungsstipendien des Europäischen Forschungsrats (ERC-Grants) und den Zitationsraten liegt das Land im europäischen Spitzenfeld. Doch sobald der Sprung von der Wissenschaft in den Markt ansteht, klafft eine Lücke – bei Ausgründungen an Hochschulen bleiben wir noch hinter internationalen Vorbildern wie der ETH Zürich oder der TU München.

Es tut sich jedoch etwas in Österreich: Die Politik hat sich vorgenommen, die Zahl der universitären Spin-offs bis 2030 zu verdoppeln. Klare Regelungen für Intellectual Property (IP) und neue Beteiligungsmodelle an den Hochschulen sollen den Technologietransfer zusätzlich beschleunigen. Parallel schärfen neue Education-­Programme das Entrepreneurship-Mindset, um Forschenden die Gründung eines Unternehmens als Karriereoption aufzuzeigen.

brutkasten bringt Expert:innen an den Round Table

Hier setzt brutkasten mit der sechsteiligen Serie „From Science to Business“ an: Jede Episode beleuchtet einen entscheidenden Aspekt – von IP-­Strategien über DeepTech-Finanzierung bis zu skalierbaren Geschäftsmodellen. Bei Round Tables treffen sich Expert:innen und Entscheider:innen aus unterschiedlichsten Bereichen und diskutieren, welche Rahmenbedingungen es braucht.

+++ Hier geht es zur Übersicht aller sechs Kapitel der Serie „From Science to Business +++

Expert:innen diskutieren im TV-Studio von brutkasten | (c) brutkasten

Die Partner der Serie:

Dabei werden auch Best Practices aus der Praxis vorgestellt. Der Startschuss fällt im September: Deep-Dive-Videotalk und kompakte Nachlesen liefern wöchentlich neue Insights. Sämtliche Erkenntnisse fließen in ein Whitepaper ein, das auf Basis der Serie erstellt wird. Zudem könnt ihr die wichtigsten Learnings auch in unserem nächsten Printmagazin nachlesen.

Diese Themen werden in „From Science to Business“ behandelt:

Folge 1: Status quo der Spin-offs in ÖsterreichStrukturen, Leistungsvereinbarungen, Beteiligungsgesellschaften und Mindset-Veränderungen an Hochschulen.
Folge 2: Von der Idee zum Patent und Spin-offWie Universitäten und Industrie den Transferpfad gestalten, inkl. IP- und Scouting-Prozesse.
Folge 3: Life Sciences im FokusLange Entwicklungszyklen von Medikamenten, hohe Investitionskosten und wie MedLifeLab und Takeda Spin-offs und Innovationen unterstützen.
Folge 4: Finanzierung von DeepTech-Spin-offsHerausforderungen langer Entwicklungszyklen, Evergreen-Fonds, Co-Investments und Investorensicht.
Folge 5: Kooperationen als ErfolgsfaktorVon der Idee zum globalen Skalieren. Wie Universitäten, Inkubatoren und Industriepartner Innovationen gemeinsam entwickeln.
Folge 6: Gründungsmindset an Hochschulen stärkenBest Practices, Infrastruktur und Anreizsysteme, um mehr Spin-offs bis 2030 zu ermöglichen.

Save the Date: Spin-Off Austria Konferenz

brutkasten wird das Whitepaper mit allen Ergebnissen der Serie auf der Spin-Off Austria Konferenz am 8. Oktober 2025 präsentieren. Wir freuen uns auf einen Austausch vor Ort.

Die Serie wird von brutkasten in redaktioneller Unabhängigkeit mit finanzieller Unterstützung unserer Partner produziert.

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Pulse
© Knightify/Canva - Amirali Khoshneviszadeh, Founder | Knightify FlexCo.

„Wie geht’s?“. „Gut“ – Das ist die Konversation zwischen zwei Individuen, die wohl am häufigsten im deutschsprachigen Raum geführt wird, oftmals in einer Beziehung. Es handelt sich dabei nicht bloß um eine Reflex-Antwort oder Verheimlichung des wahren Zustandes, sondern dem Wiener Software-Studio Knightify FlexCo zufolge, manchmal einfach um Unwissen, was mit einem los ist.

Pulse: Health-Daten als Hinweisgeber für Partner:in

„Der Tag war lang, der Schlaf war schlecht, der Kopf ist voll, die eigene Belastbarkeit ist niedriger als sonst. Man ist vielleicht nicht krank und braucht auch keine medizinische Diagnose. Man ist einfach erschöpft“, beschreibt Amirali Khoshneviszadeh, Gründer von Knightify, die unsichtbare Seite von Beziehungen. Und möchte mit „Pulse“ hier ansetzen.

Mit dieser App werden laut Unternehmen Daten aus Apple Watch und Apple Health herangezogen, um Hinweise für Partner:innen zu formulieren. Statt konkrete Messwerte wie Herzfrequenz, Schlafdauer oder HRV weiterzugeben, soll Pulse daraus einen allgemein gehaltenen Hinweis ableiten – etwa, dass ein ruhiger Abend sinnvoll sein könnte. Die App soll dabei weder Diagnosen stellen noch den Gesundheitszustand eines Nutzers oder einer Nutzerin bewerten.

„Wir wollten nicht noch ein Dashboard bauen, das Menschen dazu bringt, sich selbst ständig zu analysieren“, sagt Khoshneviszadeh. „Wir wollten herausfinden, ob Technologie manchmal auch etwas viel Einfacheres tun kann: einem Menschen helfen, den anderen besser zu verstehen, ohne dass dieser alles erklären muss.“

Datenschutz

Ein Schwerpunkt liegt laut dem Founder auf dem Datenschutz. Die Rohdaten würden auf dem iPhone verarbeitet und nicht an die Server des Unternehmens übertragen. Auch Partner:innen erhalten demnach keine konkreten biometrischen Werte. Geteilt werden können stattdessen die daraus generierten sogenannten Wellness-Cues.

Das Teilen einzelner Signale soll zudem freigegeben werden können und sich jederzeit pausieren lassen. Zusätzlich bietet Pulse Funktionen wie einen privaten, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chat, gemeinsame Erinnerungen, Fragen des Tages und Möglichkeiten, um um Nähe oder ein Gespräch zu bitten. Zyklusdaten können freiwillig aktiviert werden; sie bleiben standardmäßig privat und werden nicht automatisch mit dem Partner geteilt, heißt es.

„Wenn Technologie in die intimsten Bereiche eines Menschen kommt, muss sie nicht nur mehr können. Sie muss auch wissen, was sie nicht tun sollte“, sagt Khoshneviszadeh hierzu.

Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App

Der Gründer bezeichnet Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App und arbeitet nach eigenen Angaben derzeit an der Weiterentwicklung des Produkts. Dafür sammle das Unternehmen Feedback von Paaren, um herauszufinden, welche Informationen im Beziehungsalltag tatsächlich hilfreich sind.

Langfristig spricht Knightify von „Relationship Intelligence“ – gemeint ist ein persönlicher Kontext, der das gegenseitige Verständnis unterstützen soll, ohne die Beziehung selbst zu bewerten. Pulse wurde in Wien entwickelt und ist laut Pressemitteilung derzeit kostenlos für iPhone und Apple Watch verfügbar; die Apple Watch ist optional.

„Wir glauben, dass die interessanteste Information in einer Beziehung nicht unbedingt lautet, wie jemand heute geschlafen hat“, sagt Khoshneviszadeh abschließend. „Interessanter ist vielleicht, was diese Information für genau diese zwei Menschen bedeutet.“

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