05.10.2021

FreyZein: Makava-Gründer produziert nun bizirkuläre Outdoor-Bekleidung

Das Startup Freyzein von Jan Karlsson, der 2016 den Eistee Makava herausbrachte, und Gabriel Gschaider hat zum Ziel, neue natürliche und langlebige Fasern für Bekleidung zu entwickeln. Und damit die Umwelt zu schonen.
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FreyZein, Freyzein,
(c) FreyZein/FB - FreyZein sieht sich als eine globale Bewegung, die Unternehmen und Einzelpersonen dazu inspiriert, Umweltlösungen zu unterstützen.

Bei FreyZein handelt es sich um ein Startup für „urban-outdoor“-Kleidung, das technologische Innovationen in der Materialtechnologie nutzt. Die erste Kollektion von Makava-Co-Gründer Jan Karlsson und Gabriel Gschaider setzt dabei auf die „Ventil-EtaProof“-Technologie. Konkret auf einen von der Natur inspirierten Stoff, der dicht gewebt ist und aus biologisch angebauter langstapeliger Baumwolle besteht; alles winddicht und atmungsaktiv. Eine fluorcarbonfreie Spezialbehandlung verleihe der Kleidung zudem wasserabweisende Eigenschaften.

FreyZein und der Produktzyklus

Die bizirkuläre Technologie von FreyZein berücksichtigt den gesamten Produktzyklus und erzeugt ein besonderes Gewebe. Die Produkte werden aus Tryzeam hergestellt. Dies braucht weniger Wasser zur Produktion, weist dabei einen geringeren CO2-Ausstoß auf und verursachen keinen Müll.

„Die Auswirkungen der Abfalldeponierung sind enorm. Erstens werden wertvolle Materialien vergraben. Das ist nicht nur verschwenderisch, sondern kann auch noch weitere negative Auswirkungen auf die Natur haben, wie z.B. Gasemissionen aus verrottenden organischen Abfällen“, informieren die Gründe auf ihrer Webseite. „Zweitens bedeutet dies, dass wir mehr von diesen Rohstoffen aus der Erde gewinnen müssen. Daher werden wir mehr Energie und Wasser für die Herstellung neuer Materialien und Produkte verbrauchen. Drittens wird eine Konsumkultur gefördert, bei der der Wert der Materialien nach dem Gebrauch fast gleich null ist.“

Fasern mit weniger Belastung

FreyZein arbeitet, um diesen Umständen entgegenzuwirken, mit ihrer Lösung mit mehreren österreichischen und europäischen Partnern an dem Stoff für den Outdoor-Einsatz. „Wir streben nach Fasern mit geringer Klimabelastung, um unsere Kleidung für die Zukunft fit zu machen“, erklären die Gründer. „Wir haben eine Methode gefunden, um die Leistung von Fasern auf Naturbasis zu steigern. Derzeit arbeiten wir am Patent für diese Technologie.“

Wer mehr über FreyZein erfahren möchte, hat heute Abend bei „2 Minuten 2 Millionen“ die Gelegenheit dazu. Weiters dabei: Viffff, easyGarage, Die Mutbox und Landluvt.

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RNAnalytics, tecnet
© equity - (v.l.) Christian Laurer, Adriana González Palomo, Viktoria Enkmann, Hannes Burgstaller und Natalija Rajicic.

Mit einem SAFE (Simple Agreement for Future Equity) beteiligt sich tecnet equity am niederösterreichischen TechBio-Startup RNAnalytics. Das von Viktoria Enkmann und Hannes-Oliver Burgstaller gegründete Unternehmen ist im accent Makerspace in Tulln angesiedelt und entwickelt dort Lösungen für die Analyse von Lipid-Nanopartikeln – winzigen Transporthüllen, die Wirkstoffe wie RNA sicher in menschliche Zellen bringen sollen. Mit dem Investment möchte RNAnalytics die Weiterentwicklung seiner modularen Analyse-Toolkits sowie den Ausbau seiner integrierten Softwareplattform vorantreiben. Über die Höhe der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart. Doch wie brutkasten erfahren hat, handelt es sich inklusive Förderungen um eine Summe im „höheren sechsstelligen Bereich“.

RNAnalytics: Analysen sehr aufwendig

RNA-basierte Medikamente haben durch neue Impfstoffe und Therapieansätze stark an Bedeutung gewonnen. Damit RNA im Körper überhaupt dort ankommt, wo sie wirken soll, braucht sie eine schützende Transporthülle. Dafür werden häufig sogenannte Lipid-Nanopartikel, kurz LNPs, eingesetzt.

Ob diese winzigen Partikel richtig funktionieren, muss während der Entwicklung eines Medikaments immer wieder überprüft werden. Entscheidend sei dabei, die Eigenschaften der Partikel genau zu verstehen, von ihrer Größe und Stabilität über die tatsächlich eingeschlossene RNA-Menge bis hin zu ihrem Verhalten in unterschiedlichen Zellen.

Diese Analysen seien heute oft aufwendig, erfordern teilweise teure Spezialgeräte und würden mangels einheitlicher Methoden nur eingeschränkt vergleichbare Ergebnisse liefern. „Das kostet Zeit und erschwert insbesondere kleineren BioTech-Unternehmen und Forschungslabors den Zugang zu einer Technologie, die für die Entwicklung neuer RNA-Therapien immer wichtiger wird“, liest man in der Aussendung.

Modulare Toolkits

RNAnalytics hat es sich daher zum Ziel gesetzt, diese Analysen einfacher und standardisierter zu machen. Dafür entwickelt das Unternehmen modulare Toolkits, die auf bereits vorhandener Laborausstattung eingesetzt werden können. Sie kombinieren validierte Messmethoden, Reagenzien und Referenzmaterialien und wollen Laboren damit einen „klar definierten Ablauf für die Untersuchung von Lipid-Nanopartikeln“ ermöglichen.

„Die SAFE-Finanzierung gibt uns in dieser frühen Phase die Möglichkeit, unsere Toolkits konsequent weiterzuentwickeln und parallel den Ausbau unserer Softwareplattform voranzutreiben. Mit tecnet equity haben wir dabei einen Partner an unserer Seite, der die Herausforderungen technologieintensiver Gründungen versteht“, sagt Enkmann, CEO von RNAnalytics.

RNAnalytics: Plattform in Entwicklung

Der Ansatz des Tullner Startups geht jedoch über einzelne Labortests hinaus, wie man mitteilt: Parallel zu den Toolkits entwickelt das Unternehmen eine Softwareplattform, in der die bei den Analysen entstehenden Daten zusammengeführt und automatisch ausgewertet werden können.

So entstehe ein umfassendes Bild der relevanten Qualitätsmerkmale eines RNA-Therapeutikums. Statt Messergebnisse aus unterschiedlichen Geräten und Tests einzeln auszuwerten, könnten Labore ihre Daten zentral verarbeiten, verschiedene Qualitätsparameter miteinander vergleichen und standardisierte Berichte erstellen. Die Kombination aus physischen Toolkits und Software soll damit einen bislang stark fragmentierten Analyseprozess in einen durchgängigen Workflow überführen.

„RNAnalytics setzt an einem sehr konkreten Problem in einem technologisch anspruchsvollen und stark wachsenden Bereich der Biotechnologie an. Besonders überzeugt uns der Ansatz, komplexe Laboranalytik durch standardisierte Toolkits zugänglicher zu machen und diese gleichzeitig in einer skalierbaren Softwareplattform zusammenzuführen“, erklärt Christian Laurer, Senior Investment Manager bei tecnet equity. „Die beiden Gründer:innen verbinden fundiertes wissenschaftliches Know-how mit einem klaren Verständnis für die Herausforderungen in der LNP-Analytik und einer überzeugenden Produktvision. Diese Kombination war für uns eine wesentliche Grundlage für das Investment in dieser frühen Phase.“

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