20.03.2025
VOR 2MIN2MIO-AUFTRITT

Freundeskreis: Wiener Startup bringt vegane Hüttenkäse-Alternative auf den Markt

"Hütten-mmh-michel" ist das zweite Produkt des Wiener Vegan-Käse-Startups Freundeskreis - ebenfalls auf Marillenkern-Basis.
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Das Freundeskreis-Team rund um das Gründer:innen-Trio Markus Korn (2.v.l.), Mona Heiß (m.) und Leo Sulzmann (2.v.r.) | (c) Mona Heiß
Das Freundeskreis-Team rund um das Gründer:innen-Trio Markus Korn (2.v.l.), Mona Heiß (m.) und Leo Sulzmann (2.v.r.) | (c) Mona Heiß

Das Timing ist kein Zufall, wie Freundeskreis-Gründerin Mona Heiß gegenüber brutkasten bestätigt: Am kommenden Montag bringt das Wiener Startup mit der veganen Hüttenkäse-Alternative „Hütten-mmh-michel“ sein zweites Produkt auf den Markt. Einen Tag später, am Dienstagabend, ist das Team in der Puls4-Show „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen.

Freundeskreis bislang mit Camembert-Alternative am Markt

„Wir haben schon länger an neuen Produkten getüftelt und es trifft sich gut, dass wir jetzt launchen können“, sagt Heiß. Sie hat das Startup, nach vorangegangener Entwicklung, Anfang 2024 gemeinsam mit Leo Sulzmann und Markus Korn formell gegründet. Bislang ist Freundeskreis mit der Camembert-Alternative „Cam-mhh-berta“ am Markt – brutkasten berichtete. Sowohl diese als auch die neue Hüttenkäse-Alternative basieren auf Marillenkernen, die in einem von Co-Founder Sulzmann entwickelten Verfahren verarbeitet werden. Für die Produktion übernahm das Startup eine aufgelassene Käserei auf einem Bauernhof im Wienerwald und betreibt eine Pilotanlage in Wien.

Österreichweite Listung für „Hütten-mmh-michel“ bereits in fortgeschrittenen Gesprächen

Verkauft wird „Cam-mhh-berta“ über den eigenen Online-Shop und einige kleinere Lebensmittel-Geschäfte in Wien und Graz. Auch zu einer österreichweiten Listung befinde man sich in Gesprächen, sagt Heiß. Noch weiter fortgeschritten seien diese aber bereits beim neuen Produkt „Hütten-mmh-michel“, das ab Montag zunächst nur im Online-Shop erhältlich ist. Spätestens nach dem Sommer soll dieses im ganzen Land bei einer großen Supermarkt-Kette gelistet sein. „Genaueres kann ich aber erst sagen, wenn wir alles unter Dach und Fach haben“, so die Gründerin.

Entwicklung im vergangenen Sommer

Entwickelt hat Freundeskreis die Hüttenkäse-Alternative bereits im vergangenen Sommer. „Wir haben dann Ende des Sommers eine Verkostung mit rund 2.000 Teilnehmer:innen durchgeführt. Die habe immer wieder ein Update von uns bekommen und warten bereits auf den Launch“, erzählt Heiß.

Freundeskreis: Hüttenkäse-Alternative
Der neue „Hütten-mmh-michel“ | (c) Katharina Kohlhage

Hüttenkäse-Alternative bei „2 Minuten 2 Millionen“ bereits verkostet

Auch bei der Aufzeichnung von „2 Minuten 2 Millionen“ vor einigen Monaten wurde das Produkt bereits von den Juror:innen verkostet. „Damals hatten wir aber noch keinen Namen und kein Verpackungsdesign. Der Fokus lag daher auf der Camembert-Alternative“, sagt die Freundeskreis-Gründerin. Zur Sendung sei man klar mit dem Ziel gegangen, sowohl ein Investment zu holen, als auch vom Publicity-Effekt zu profitieren. Bislang hat das Startup keine Investoren an Bord und finanzierte sich unter anderem über Förderungen durch aws und Wirtschaftsagentur Wien.

Bekommt Freundeskreis ein Investment?

Und ist der Plan mit dem Investment bei „2 Minuten 2 Millionen“ gelungen? „Das darf ich natürlich noch nicht verraten“, so Heiß. Nur soviel: „Der Auftritt war auf jeden Fall eine super Gelegenheit, auch im Fernsehen österreichweit an Kund:innen heranzutreten und uns als Team und unser Produkt vorzustellen. Wir wollen schließlich bald den österreichischen Markt flächendeckend bedienen.“

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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