17.02.2020

Freelancer-Plattform Fiverr startet Online-Marktplatz in Deutschland

Fiverr, der börsennotierte Online-Marktplatz für Freelancer und digitale Nebenjobs, startet ein eigenes Portal in Deutschland. Damit sollen die Bedürfnisse der KMU und Startups im DACH-Raum besser bedient werden.
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Fiverr Deutschland
Peggy de Lange, VP International Expansion von Fiverr. (c) Fiverr

Unter Selbständigen und Startups ist der 2010 in Israel gegründete Freelancer-Marktplatz Fiverr längst eine Fixgröße. Egal, ob es sich um ein Logo-Design, ein Voice-Over für ein Video oder die Übersetzung eines Textes handelt: Fiverr, welches seit 2019 an der New York Stock Exchange notiert, vermittelt Auftraggeber mit Selbständigen in aller Welt. Dabei gibt es auch allerlei Skurrilitäten zu ergattern – von Arnold-Schwarzenegger-Imitatoren bis hin zu Menschen, die durch den Dschungel tanzen und dabei ein Lied singen. Nun geht der weltweit führende Marktplatz für Freelancer und digitale Nebenjobs den nächsten Schritt und öffnet einen eigenes Portal für den deutschen Markt. Dabei handelt es sich um Fiverrs erste Marktplatz-Lokalisierung außerhalb der USA.

Fiverr mit starkem Wachstum in Deutschland

„Deutschland ist unser wichtigster Wachstumsmarkt“, sagt dazu Peggy de Lange, VP International Expansion von Fiverr: „Obwohl das Arbeiten mit Freelancern und das Auslagern von Dienstleistungen hierzulande noch etwas Neues ist, erfahren wir seit unserem Markteintritt Ende 2018 sowohl auf Freelancer- als auch auf Kundenseite eine stetig steigende Nachfrage.“ Im vergangenen Jahr hat sich der Traffic in Deutschland auf dem englischsprachigen Marktplatz vom zweiten auf das dritte Quartal verdoppelt, die Anzahl der Verkäufer ist um 76 Prozent und die der Käufer um 81 Prozent gestiegen. 

+++Alles zum Thema HR und New Work+++

Daher launcht Fiverr nun den deutschen Marktplatz, um die Bedürfnisse von Startups und KMU im DACH-Raum besser bedienen zu können. „Mit der Eröffnung unseres lokalisierten Marktplatzes möchten wir Unternehmen jeder Größe das Outsourcen einzelner Projekte erleichtern“, ergänzt Peggy de Lange.

Freelancing-Plattform für den DACH-Raum

Dabei wurde nicht nur die Sprache auf den deutschen Markt angepasst, sondern das gesamte Erlebnis auf der Käuferseite auf die Kultur, die Bedürfnisse und das Verhalten der Nutzer adaptiert, heißt es von Fiverr in einer Presseaussendung. Vergangenes Jahr wurde erstmals der Euro als Währung sowie Sofortüberweisung und Giropay als Bezahlmethoden eingeführt.

+++Startup-Jobs finden+++

„Beim Start wird de.fiverr.com den gleichen Inhalt wie fiverr.com anbieten, jedoch in deutscher Sprache – einschließlich der Suchfunktion. Mit der Zeit werden wir immer mehr solcher Funktionen entwickeln und hinzufügen, um das Angebot weiter zu lokalisieren“, sagt Peggy de Lange zum brutkasten: „Der nächste Schritt wird der Einsatz von Machine Learning sein, also maschinelle Übersetzungen, um den Austausch zwischen Käufer und Verkäufer zu vereinfachen. Käufer und Verkäufer können dann einfach auf Deutsch miteinander kommunizieren. Außerdem werden wir die Kategorien und Unterkategorien, die besonders beliebt sind, auf de.fiverr.com nach und nach an die Bedürfnisse des deutschen Markts zielgerichtet anpassen.“

Marktplatz investiert in Community-Building

Um die Bekanntheit in Deutschland zu steigern, hat Fiverr im vergangenen Jahr bereits die Werbetrommel gerührt und in Community-Building investiert. Fiverr startete zuerst in Berlin und dann in Hamburg eine Out-of-Home-Kampagne und setzte das Format „Fiverr Rockstars“ um: Ein Event, das Fiverr auf emotionale Art und Weise als „Helfer zur Realisierung eigener Träume“ positioniert, wie es abschließend in der Presseaussendung heißt.

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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