27.07.2022

Freeeway: Wiener IoT-Startup holt 3 Mio. Euro in Pre-Series-A-Runde

Das Wiener IoT-Startup Freeeway verkündet eine Pre-Series-A-Finanzierungsrunde in der Höhe von 3.3 Mio. Euro. Das frische Kapital soll für die globale Expansion des Unternehmens eingesetzt werden.
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Das Freeeway-Team. (c) Freeeway

Das Wiener All-in-One IoT-Lösungs-Anbieter Freeeway verkündete kürzlich eine Pre-Series-A-Investmentrunde in der Höhe von drei Mio. Euro. Das frische Kapital wurde laut dem Startup von bestehenden sowie neuen Investor:innen zur Verfügung gestellt.

Das im Jahr 2014 als Joint Venture zwischen Transporeon und dem österreichischen Unternehmen Mavoco gegründete Startup operiert nun als Dienstleister für industrielle IoT-Sim-Karten für Unternehmen. Mit ihren Sim-Karten wird die Vernetzung von unterschiedlichen Geräten ermöglicht.

Freeeway möchte alles vernetzen

Das Ziel des Unternehmens ist es, die ganze Welt miteinander zu vernetzen. Ursprünglich aus dem Burgenland, hat das Startup nun seinen Sitz in Wien und stattet Produkte im B2B-Bereich mit Anschlüssen und Sim-Karten aus. Zudem bietet Freeeway auch die notwendigen Werkzeuge und Prozesse für eine reibungslose User-Experience. 

Um die bestmögliche Verbindung zwischen den verbundenen Geräten zu ermöglichen, arbeitet das IoT-Startup weltweit mit 680 Mobilfunkanbietern zusammen. Unter dem Motto “alles vernetzen” bietet Freeeway Unternehmen zudem als eines der ersten Unternehmen IoT-Sim-Karten-Abonnements an, die global eingesetzt werden können. Auch die Erstellung von Rechnungen für alle industriellen IoT-Sims wird mit der Freeeway-Technologie  ermöglicht. 

 Frisches Kapital für globale Expansion

Mit dem frisch erhaltenen Kapital in der Höhe von 3.3 Mio. Euro möchte das Wiener Startup nun seine globalen Expansionspläne verwirklichen. Zudem werden die operativen Einheiten, Marketing und Vertrieb, Kundensupport und Produktmanagement deutlich verstärkt. Auf der Produkt-Seite soll der Fokus auf die Freeeway-Agora-Plattform gelegt werden. Diese dient für die Bereitstellung der Werkzeuge für den Kunden, um IoT-Abonnements und mobile Datenpläne als Teil ihrer vernetzten Produkte und Dienstleistungen zu monetarisieren. 

„Dieses Pre-Series-A-Investment ist ein wichtiger Meilenstein für Freeeway. Sie gibt uns die Mittel, um das erste Unternehmen zu sein, das Unternehmen in allen Branchen ein vollständig automatisiertes IoT-Abonnementgeschäft ermöglicht und um unser IoT-Konnektivitätsgeschäft zu skalieren“, sagt der CEO, Harald Fuchs. Mit der jüngsten Investition steigt die Gesamtbewertung des Unternehmens auf über 45 Mio. Euro. 

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v. l. n. r. Stefan Kampusch (AURIMOD GmbH), Leonardo Peikoff (KPMG), Daniela Haunstein, Nikolaus Futter (beide invest.austria), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus), Christian Tauber (NEOALP), André Felker (backbone.one), Lea Krebs (fibionic GmbH), Michael Reip (openmaind) und Benjamin Behr (KPMG) | Foto beigestellt von KPMG

Der Austrian Tech Innovator wird von KPMG veranstaltet und soll österreichischen Startups und Scaleups eine Bühne vor Publikum aus Wirtschaft und Investor:innen bieten. Heuer ging der Sieg an die Aurimod GmbH. Das Unternehmen entwickelt ein tragbares Gerät zur Vagusnerv-Stimulation am Ohr, mit dem Schmerzen ohne Medikamente behandelt werden sollen.

„Unser Ziel ist, Betroffenen eine wirksame Ergänzung zu herkömmlichen Schmerzbehandlungen anzubieten. Mittels Vagusnerv-Stimulation am Ohr können Schmerzen wie beispielsweise chronische Rückenschmerzen, Migräne oder akute postoperative Schmerzen nachhaltig behandelt werden“, erklärt Stefan Kampusch, CEO von Aurimod.

Seit Herbst letzten Jahres tritt das Unternehmen unter einer Doppelspitze auf: Manuel Leal Garcia, seit Mitte 2024 Head of Business Development, wurde zum Chief Commercial Officer und Co-Geschäftsführer neben Kampusch bestellt. Er verantwortet Vertrieb, Marketing und das internationale Geschäft, mit Fokus auf Deutschland, die Schweiz, Großbritannien sowie weitere europäische und nordamerikanische Märkte.

Ticket für den Global Tech Innovator

Mit dem Sieg hat sich Aurimod auch die Teilnahme am Global Tech Innovator gesichert. Dort tritt das Unternehmen gegen die Gewinner:innen der anderen teilnehmenden Länder an. Das internationale Finale findet zum sechsten Mal im Rahmen des Web Summit in Lissabon statt.

„Sichtbarkeit, ein starkes Netzwerk, professionelle Begleitung und ein klarer Blick auf den Markt können den entscheidenden Unterschied machen, um als Startup auch globale Reichweite zu erlangen“, sagt Benjamin Behr, Director im Bereich Advisory bei KPMG und Host des Abends.

Neoalp, fibionic und openmaind unter den Finalisten

Neben Aurimod standen vier weitere Unternehmen im Finale. Drei davon sind brutkasten-Leser:innen bereits bekannt:

Das Wiener Startup Neoalp entwickelt eine vendor-neutrale Operations-Plattform für industrielle humanoide Robotik. Anfang des Jahres berichtete brutkasten, wie das Startup Semperit bei der Einführung humanoider Roboter in der Fertigung unterstützt, gemeinsam mit Projektpartner Cancom.

Das Tiroler Startup fibionic aus Götzens setzt mit seinem patentierten Verfahren „fibionic fiber placement“ auf bionisch inspirierten Leichtbau: Fasern werden gezielt entlang realer Lastpfade ausgerichtet, das Vorbild sind Strukturen wie die Flügel einer Libelle. Im März holte sich das 2021 gegründete DeepTech-Startup drei Millionen Euro, angeführt von Redstone und Euregio+.

Das Grazer Startup openmaind arbeitet an einer KI-basierten Intelligence-Layer für industrielle Robotikprozesse. Die Software vernetzt autonome Transportroboter unterschiedlicher Hersteller in Produktionshallen und lässt sich per natürlicher Sprache steuern. Im Herbst 2025 stieg KaPa Ventures mit einem mittleren sechsstelligen Betrag ein. Die Mitgründer Michael Reip und Christoph Zehentner hatten 2021 bereits ihr Unternehmen Incubed IT an Verizon verkauft.

Vierter Finalist war die backbone.one GmbH, die eine digitale Infrastruktur für erneuerbare Energie entwickelt und das Konzept „Energy-as-a-Currency“ verfolgt.

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