11.11.2019

Frank Thelen verlässt Startup-TV-Show „Die Höhle der Löwen“

Frank Thelen hat angekündigt bei der Startup-TV-Show "Die Höhle der Löwen" auszusteigen. In einem ersten Statement erläutert der Investor, dass er sich künftig stärker auf neue Technologien konzentrieren möchte.
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Frank Thelen
(c) Freigeist Capital: Frank Thelen

Insgesamt sechs Jahre war Investor Frank Thelen bei „Die Höhle der Löwen“ mit an Bord. Wie nun bekannt wurde, steigt der 44-Jährige aus der Startup-TV-Show aus. In einem ersten Interview gegenüber dem deutschen Handelsblatt erläutert er, dass ihm die Entscheidung unglaublich schwer gefallen sei. Künftig wolle er sich mit seiner eigenen Risikokapitalgesellschaft „Freigeist“ auf Investitionen in neue Technologien konzentrieren. „Für jede Staffel bin ich im Endeffekt 30 bis 40 Tage eingespannt – das ist zu viel, wenn man eine erfolgreiche Technologie-Investmentgesellschaft aufbauen will“, so Thelen.

+++ Interview mit Frank Thelen: “Einen Investor wirst du nie wieder los” +++

Gemischte Gefühle

Thelen lobt die Sendung, äußert sich im Interview aber auch kritisch: „So eine Sendung muss immer auch Entertainment sein, damit die Leute einschalten“ und fährt fort „das war für mich als Technologie-Investor immer wieder auch eine Herausforderung. Neulich hatten wir zum Beispiel einen Schnuller-Spender für Babys und eine Rattenfalle für Yachten. So etwas interessiert mich einfach nicht.“ – der brutkasten berichtete.


Freigeist und digitaler Notstand

Wie Thelen weiters begründet, möchte er sich mit seiner Investmentgesellschaft Freigeist in Zukunft verstärkt um technologische Felder, wie Künstliche Intelligenz, Blockchain und 5G  kümmern. „Wir bei Freigeist konzentrieren uns auf Startups, die das Potenzial haben, in ein paar Jahren eine Milliardenbewertung zu erreichen“, so Thelen.

Im Interview äußert sich Thelen auch kritisch zum aktuellen Status-Quo der Digitalisierung in Deutschland. Demnach würde sich Deutschland im „digitalen Notstand“ befinden. Schuld daran sei das veraltete Bildungssystem und der Mangel an Kapital für Tech-Firmen. „Wir haben zu viel Zeit damit verschwendet, die Vergangenheit zu optimieren“, so Thelen abschließend.


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fonio
© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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