17.02.2020

Frank Juice: Florian Gschwandtner ist bereits bei 2Min2Mio-Teilnehmer beteiligt

In der dritten Folge der aktuellen Staffel 2 Minuten 2 Millionen tritt das Münchner Saft-Startup Frank Juice an. Juror Florian Gschwandtner ist dort bereits seit fast einem Jahr beteiligt.
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Frank Juice - Investment von Gschwandtner und Square One Foods
(c) Frank Juice: Die drei Günder Marco Gariboldi, Daniel Andreoli und Korbinian Gerstl

Wie sich das Münchner Saft- und Suppen-Startup Frank Juice in der dritten Folge der aktuellen Staffel 2 Minuten 2 Millionen schlägt, wird sich zeigen. Die Voraussetzungen für das Unternehmen, das mit Säften und Suppen mit ungewöhnlichen Geschmackskombinationen, die u.a. zum Intervall-Fasten geeignet sein sollen, punkten will, sind jedenfalls gut. Denn mit Florian Gschwandtner hat es einen Bestandsinvestor in der Reihe der Juroren.

+++ Zwiebolino: „2 Minuten 2 Millionen“-Startup musste vor der Aufzeichnung schließen +++

Frank Juice: Gschwandtner investierte 2019 mit Square One Foods

Vor fast einem Jahr im März war ein Investment in unbekannter Höhe durch den Runtastic-Gründer und den oberösterreichischen Food & Beverage VC Square One Foods verkündet worden – der brutkasten berichtete. „Da für mich als Sportler gesunde und gleichzeitig praktische Ernährung immer schon ein Thema waren, freue ich mich das Team mit meiner Gründererfahrung unterstützen zu können”, kommentierte Gschwandtner damals. Auf genau diese Unterstützung dürfte man wohl nun auch bei 2 Minuten 2 Millionen bauen. Damit sorgen Frank Juice und der Runtastic-Gründer für ein Novum in der Sendung – noch nie war ein Portfolio-Unternehmen eines Jurors dabei.

2 Minuten 2 Millionen als Push für Österreich-Rollout

In Deutschland konnte Frank Juice unter anderem den Supermarkt-Riesen Rewe als Offline-Vertriebskanal gewinnen. Hierzulande sind die Produkte bislang nur über den Online-Shop erhältlich. 2 Minuten 2 Millionen dürfte also auch dazu genutzt werden, dem Rollout in Österreich weiteren Schwung zu geben. Dabei war das 2014 gegründete Startup im Heimatmarkt schon durchaus erfolgreich unterwegs. Bereits 2018 wurden laut Unternehmensangaben rund eine Million Flaschen kaltgepresster Obst- bzw. Gemüsesaft verkauft. 2019 dürfte man diese Zahl unter anderem durch die Kooperation mit Rewe deutlich übertroffen haben.

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Disclaimer: Florian Gschwandtner ist mit der 8eyes Gmbh zu 2,66 Prozent an der Brutkasten Media GmbH beteiligt. (An der 8eyes GmbH hält Gschwandtner 25 Prozent.)


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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber
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Sie wird regelmäßig als möglicher Hebel genannt, um Startups abseits von klassischen Förderungen staatlich zu unterstützen: die öffentliche Beschaffung. Gleichzeitig wird kritisiert, dass diese oft nicht die kommunizierten Zielsetzungen, etwa in der Stärkung der heimischen Innovationslandschaft, widerspiegelt. Das will die österreichische Bundesregierung nun mit einem „nationalen Aktionsplan Strategische Öffentliche Beschaffung“ ändern, der bis Jahresende unter Federführung von Wirtschafts- und Innovationsministerium ausgearbeitet werden soll.

Öffentliche Auftraggeber stärker als Erst- und Referenzkunden für Startups etablieren

Der Aktionsplan soll „als Handlungsleitfaden für den Bund, seine Beteiligungen sowie weitere öffentliche Auftraggeber dienen“. Ziel sei es, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und europäische Wertschöpfung stärker in Beschaffungsprozessen zu verankern. Ein besonderer Schwerpunkt liege darauf, öffentliche Auftraggeber stärker als Erst- und Referenzkunden für innovative Unternehmen und Startups zu etablieren. Damit sollen „neue Technologien schneller zur Marktreife gelangen und zusätzliche Impulse für Wachstum und privates Kapital entstehen“.

Hanke: „Das Billigstbieterprinzip ist in dieser Form nicht mehr zeitgemäß“

Innovationsminister Peter Hanke führt aus: „Mit rund 70 Milliarden Euro jährlich verfügt der Staat über enorme Gestaltungskraft. Diese wollen wir künftig gezielt einsetzen, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts zu stärken und europäische Souveränität auszubauen.“

Hier gelte es neue Wege zu gehen: „Das Billigstbieterprinzip ist in dieser Form nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen eine Beschaffung, die europäische Souveränität und Innovationskraft in den Vordergrund stellt“, so Hanke. Der Staat soll dabei „als Ankerkunde vorangehen“ und innovativen Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Lösungen erstmals im Markt einzusetzen. „Das stärkt unsere Startups, schafft heimische Wertschöpfung und macht Österreich technologisch unabhängiger“, meint der Minister. Bundesbeteiligungen wie die ÖBB und ASFINAG seien dabei bereits Vorreiter. Ziel sei es, dass die Republik ihre Rolle als Eigentümer konsequenter ausbaue.

Und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer ergänzt: „Der Staat soll nicht nur einkaufen, sondern Innovationen den Weg in den Markt ebnen. Wenn die öffentliche Hand als Erst- und Referenzkunde vorangeht, schaffen wir Marktchancen für heimische Unternehmen, stärken europäische Wertschöpfung und machen aus Innovation schneller wirtschaftlichen Erfolg. Genau diesen Paradigmenwechsel treiben wir jetzt voran.“

Spinoff-Gründungen als konkrete KPI für „Austrian Quantum Cluster“

Zeitgleich geben die beiden Minister per Aussendung auch ein Update zu weiteren Maßnahmen im Bereich der in der Industriestrategie 2035 (brutkasten berichtete) definierten Schlüsseltechnologien. In der AI Factory Austria seien demnach 53 von insgesamt 80 Millionen Euro Projektkosten als Investition in einen Supercomputer vorgesehen, der kommendes Jahr in Wien in Betrieb gehen soll.

Zudem nennen die Ministerien einige KPIs für den „Austrian Quantum Cluster“, in den heuer 30 Millionen Euro aus dem Fonds Zukunft Österreich fließen (brutkasten berichtete). Demnach soll der „erste Megacluster Österreichs“ unter der Ägide von aws (Austria Wirtschaftsservice), FFG (Forschungsförderungsgesellschaft), CDG (Christian Doppler Forschungsgesellschaft) und FWF (Wissenschaftsfonds) etwa mindestens fünf Spinoffs hervorbringen und mindestens acht Millionen Euro Folgeinvestitionen für Startups bzw. Scaleups hebeln. „Wir wollen Quantentechnologie nicht nur erforschen, sondern in Österreich entwickeln, produzieren und vermarkten. Unser Ziel ist klar: Aus Spitzenforschung soll Spitzenindustrie werden“, kommentiert Hattmannsdorfer. Dabei setze man auf „Fokus statt Gießkanne“.

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Wie sich das Münchner Saft- und Suppen-Startup Frank Juice in der dritten Folge der aktuellen Staffel 2 Minuten 2 Millionen schlägt, wird sich zeigen. Die Voraussetzungen für das Unternehmen, das mit Säften und Suppen mit ungewöhnlichen Geschmackskombinationen, die u.a. zum Intervall-Fasten geeignet sein sollen, punkten will, sind jedenfalls gut. Denn mit Florian Gschwandtner hat es einen Bestandsinvestor in der Reihe der Juroren. In Deutschland konnte Frank Juice unter anderem den Supermarkt-Riesen Rewe als Offline-Vertriebskanal gewinnen.

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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