23.06.2015

Foundertalk: DocLX-Gründer Alexander Knechtsberger im persönlichen Gespräch

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© leisure.at/Andreas Tischler: Alexander Knechtsberger feiert nicht alle Feste mit, die er organisiert.

Jeder kann sich an seinen letzten Schultag erinnern. Jener Tag, an dem die Schüler in den Klassen darunter neidvolle Blicke in den Schulhof und nach draußen schicken, wo die Maturanten auf und ablaufen, um zu feiern. Und kurz darauf folgt dann die erste große Bewährungsprobe im jungen Erwachsenenleben: Die Reifeprüfung. Manch einer, der sie nicht geschafft hat, vergießt ein Meer an Tränen. Ein Schelm, wer denken mag, dass die Tränen wegen der anstehenden Maturareise vergossen werden – denn diese kann man wohl nicht mehr in vollen Zügen genießen.

Jemand, der zwar irgendwann Maturant war, nun aber bereits einen Doktor in Rechtswissenschaften hat, ist Alexander Knechtsberger. Er ist zwar lange schon kein Schüler mehr, versteht sie aber besser, als die meisten Erwachsenen. Er ist DocLX-Gründer, Österreichs wohl bekanntester Event- und Jugendmarketingagentur. Veranstalter von Festen wie dem DocLX Unifest, dem Maturafest X-Jam oder Spring Jam (das amerikanische Vorbild ist die „Spring Break“-Party), aber auch von Side-Events zu großen Veranstaltungen wie dem Beachvolleyball Grand Slam oder dem Podersdorf Surf Worldcup.

Dem Brutkasten erzählt er von den Anfängen und wie seine Eltern darauf reagiert haben, dass er trotz Doktorratsstudium und Master auf den klassischen Weg verzichtet hat, um Partys zu organisieren. Er beantwortet auch, ob er bei jeder Party mitfeiert und wie es ist, auf Katy Perry zu treffen.

Beim Gespräch mit dabei ist auch Lorenz Edtmayer, Brutkasten-Founder, der Alexander Knechtsberger persönlich kennt. Damit wird die neue Brutkasten-Serie “Foundertalk“ fortgeführt. Ziel der Gesprächsreihe ist es, exklusive persönliche Einblicke in das Leben von erfolgreichen Gründern und Unternehmern zu erhalten.

Alexander, Du bist quasi einer der ersten Founder: Du hast gegründet, als es noch gar nicht üblich war auf Karriere im Anwaltsbüro oder in der Beratungsfirma zu verzichten…

Während meines Jus-Studiums war noch ganz klar: Ich will Anwalt oder Unternehmer werden. Nach dem Studium habe ich noch das Doktorat und einen MBA angehängt und ich hatte das Angebot einer großen Unternehmensberatung. Aber ich dachte mir, dass es das irgendwie doch nicht ist. Ich wollte selbstständig sein. Einzig die eine Idee fehlte mir. Bis ich nachgedacht habe und draufgekommen bin, dass ich schon während des Studiums an ihr gearbeitet habe.

Du hast während des Studiums bereits Events organisiert, nicht wahr?

Stimmt. Ich habe den Tuesday Club im U4 gegründet. Ich hab mir dann überlegt, das Konzept weiterzuentwickeln: Also Produkte zu entwickeln, die ich dann verkaufen kann. Ich wollte Jugend Marketer werden. Darum habe ich dann Zielgruppenevents veranstaltet in den großen Locations wie dem Wiener Rathaus, den Sofiensälen, dem Naturhistorischen Museum. Mit großen Partnern zusammen wie der Raiffeisen, UPS, Red Bull, die ich reingeholt habe, um das ganze auch zu finanzieren. So hat alles begonnen.

Wie haben deine Eltern reagiert?

Meine Eltern haben fast einen Schreikrampf bekommen, als sie gehört haben, was ich vorhabe: „Jetzt hat der Junge in Mindestzeit studiert, einen Doktor und MBA und nun macht er so was!“ Die konnten sich nichts darunter vorstellen. Ich habe dann beschlossen, ein Jahr herzunehmen und es auszuprobieren. Wenn es nicht funktioniert, werde ich eben Anwalt. Aber der Erfolg kam sehr schnell.

Wie hast Du die großen Parnter bekommen? Hast Du dich in den Anzug geschmissen und hast bei der Raiffeisen an die Tür geklopft?

Ich bin gebürtiger Tiroler und in Wien in die Schule gegangen. Allerdings nicht ins Theresianum oder zu den Schotten, wo man vielleicht ein anderes Netzwerk hat als in meiner Schule im 22. Bezirk. Trotzdem habe ich damals mit dem Netzwerken begonnen und das im Studium fortgesetzzt. Ich habe etwa mit der Tochter von Christian Konrad studiert. Wenn du die ersten zwei Sponsoren hast, ist es leichter. Ich habe nie einen Anzug anziehen müssen, außer beim Gerichtsjahr. Das wäre auch rufschädigend für mich gewesen – ich will ja bei den Jungen ankommen.

Gab es ähnliche Konzepte bereits?

Nein, diese Art von Eventreisen gab es damals noch nicht. Die Idee hatte ursprünglich ein Maturant namens Thomas Klinglmüller. Ob es funktioniert, wusste ich damals noch nicht. Ich hätte auch keine Marktforschung machen können: Niemand hätte sich das vorstellen können, weil es sowas damals noch nicht gegeben hat.

Ich tendiere immer eher das zu machen, was mir mein Bauchgefühl rät. Ich glaube grundsätzlich, dass man als Gründer das Gefühl haben muss, was der Markt will. Nicht der Markt soll mir sagen, was er will, sondern ich muss das kreieren, worauf er wartet. Von 40.000 Maturanten fahren heute 20.000 zu Maturareisen- entweder zu mir oder einen der anderen Anbieter, das macht schon ein wenig stolz.

Wie geht man an die Location Suche heran? Wie ist das in Krisengebieten?

Ich habe dann X-Jam gegründet und mich von meinem damaligen Partner getrennt. Am Anfang hatten wir eine Kooperation mit Magic Life, die uns ihre Anlagen zur Verfügung gestellt haben wie in Tunesien oder der Türkei. In den letzten Jahren ist dieses Thema immer komplexer geworden, auch wegen den politischen Situationen. Tunesien und Ägypten, wo es auch wegen der Größe der Hotels ideal wäre, fallen weg, weil es dort viel zu gefährlich ist. Die Eltern würden sofort stornieren. Denn: Deine Kunden sind zwar Maturanten, aber deren Eltern zahlen. Daher muss man ein Produkt schaffen, das beiden schmeckt

Wie lange musst du im Voraus planen?

Ich trete jetzt in Vorleistung für Reisen, die in zwei Jahren stattfinden. Es ist sehr kostenintensiv, denn immerhin sind es 5-Sterne-Hotels mit vielen tausenden Betten, die wir buchen. Da liegen viele Millionen am Tisch. Die X-Jam Maturareisen sind eine Produktion in der Höhe von zehn Millionen Euro. Vergleichbar mit Produktionen wie dem Life Ball oder dem Beachvolleyball Events in Kärnten. Der Verkauf beginnt auch bereits zwei Jahre vorher in den siebten Klassen. Bei der ersten Reise waren wir 15 Leute vom Personal, heute sind wir 300 Leute plus 400 vom Hotel; es ist eine organisatorische Höchstleistung.

Gibt es einen Plan B?

Auf alle Fälle! Den haben wir auch bereits einmal umsetzen müssen. Im Jahr 2003, als der Irak Krieg war. Wir wollten in die Türkei reisen, aber es gab so viele Stornos, dass wir schließlich nach Griechenland gewechselt haben. Wir beobachten die Urlaubsdestinationen ständig. Trotzdem sollte dir so ein Wechsel lieber nicht allzu oft passieren. Das sind Verluste in Millionenhöhe. Aber die Einstellung hat sich auch geändert: Früher, wenn eine Bombe hochgegangen ist, ist jahrelang niemand mehr in die Region gefahren. Heute ist das doch ein bisschen entspannter geworden, denn die Menschen wissen, dass was passieren kann.

Wie schafft man es, so viele Leute gleichzeitig glücklich zu machen?

Man muss auf die Stimmung, die Wünsche ganz genau eingehen und den Maturanten etwas bieten. Es gibt einen Tagesablauf mit Highlights und Ruhephasen. Wir fahren die Stimmung rauf und runter und bauen Erholungsphasen ein. Wir gehen auch auf unterschiedliche Musikrichtungen und Sportwünsche ein. Es gibt auch Regeln. Wenn jemand eine Schlägerei beginnt oder einen Alkoholexzess liefert, dann sitzt er zwei Stunden später im Flieger nach Hause. X-Jam bietet extrem viel Emotion. Das wissen auch unsere Partner und Sponsoren. Nicht umsonst wären so große Namen dabei. Jeder Mensch weiß, wie es auf seiner Maturareise war. Das ist eine einmalige Werbebotschaft und keiner will sich das entgehen lassen, dabei zu sein – darum so viele große Sponsoren.

Deine nächsten Ziele?

Ich habe gerade die Firma grundlegend neu ausgerichtet und für die Zukunft aufgestellt. Wir haben nun auch einen Investor an Board, mit dem wir die internationale Expansion vorantreiben. Nun kommt der deutsche Markt dran. 450.000 Abiturienten. Ein riesiger Markt, wo es unser Produkt noch nicht gibt. Wir planen diesen Schritt bereits seit zwei Jahren.

Werden Österreich und Deutschland als ein Markt oder zwei Märkte gesehen?

Ich bin großer Verfechter des gemeinsamen Europas und grundsätzlich kann man schon mischen. Die „Generation Erasmus“ denkt nicht mehr in Landesgrenzen. Aber es ist abhängig von der Zeit. Die Schüler haben unterschiedliche Zeiten, in denen sie mit der Schule abschließen.

Wie viele Events organisiert ihr? Feierst Du überall mit?

300 Events im Jahr, da ist alles dabei von Clubveranstaltungen, Großevents, Maturareisen, Messen, etc. Ich lasse 298 aus und bei zwei bin ich voll dabei: Beim X-Jam, auf das wir das ganze Jahr lang hinarbeiten. Da bin ich dann in der Menge und führe auch eine Feldstudie. Hier bekomme ich ehrliches, emotionales Feedback. Und beim LIghthouse Festival, das wir als Whitelabel Veranstaltung mit der Pratersauna zusammen machen. Zwei völlig unterschiedliche Konzepte.

Wie ist das mit Star-Bookings?

Wir hatten ganz am Anfang einem DJ Ötzi, der mit Bier überschüttet wurde – der kam zu einer falschen Zeit. Ab 2009 haben wir Starts geholt. Katy Perry zum Beispiel, die ich Backstage gefragt habe, wer sie ist, weil ich sie nicht erkannt habe. Perry war Gast beim Life Ball und ich hatte den gleichen Booker – ich habe sie damals zu einem unglaublich günstigen Preis bekommen. Sie hat dann ihren Freunden von Flo Rida über Pitbull und Taio Cruz erzählt, die dann alle kommen wollten. Deswegen, weil X-Jam vom Konzept eben so einzigartig ist. Dann wollten alle zu uns.

In welcher Größenordnung kann man sich die „günstigen“ Preise vorstellen, die bestimmt trotzdem sehr hoch sind?

Natürlich. Das sind Gagen zwischen 100 und 300.000 Euro, aber bei einem Konzert verlangen sie das Vier- oder Fünffache. Extrem teuer war Beth Dito, die dann von der Bühne gebuht wurde. Aktuell sind die aufstrebenden DJs gefragt, etwa vom Tomorrowland.

Gibt es hier eine Trendwende? Vom Pop zum Elektro/Techno?

Ja, schon. Es gibt einen Trend in Richtung Elektro. Taio Cruz wurde gerade noch angenommen, jetzt sind DJs gefragt.

Thema Startups, liegt das in deinem engeren Wahrnehmungsbereich? Hast Du Ambitionen zu investieren?

Ich habe ja bei Vorgänger von studivz „forstudents“ mitgewirkt. Leider waren wir da viel zu früh dran. Wenn eine gute Idee da ist, klar. Aber ich habe auch so viel vor mit meinem eigenen Unternehmen…

Vielen Dank.

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Bildquelle: © DocLX

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Europa-Chef von Philip Morris Marco Hannappel bei der Präsentation zum EU Economic Footprint 2026. © Philip Morris / Footprint study 2026

Die Solvay Library in Brüssel hat etwas festlich Anmutendes. Der Raum wird von indirektem Tageslicht durchflutet, dezentes künstliches Licht sorgt für eine heimelige Stimmung. Vorne stehen drei Talkshow-Sessel, der mittlere ist stark ausgeleuchtet. Auf ihm wird später der Europa-Chef von Philip Morris International, Marco Hannappel, Platz nehmen. Der weltweit führende private Tabakproduzent veranstaltet ein Event, bei dem er neben seiner EU-Wertschöpfung auch seine Transformation weg von herkömmlichen Zigaretten hin zu einer selbsternannten „rauchfreien Zukunft“ bewirbt. Wobei „rauchfrei“ hier E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel inkludiert.

Gleich vorweg: Philip Morris präsentiert in knapp 60 Minuten und auf 52 Seiten seinen EU Economic Footprint 2026, wobei die Daten von EY-Parthenon verarbeitet wurden. Die Marke, die zum Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsnetzwerk EY gehört, schreibt im Disclaimer: „Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Daten von uns nicht unabhängig geprüft oder verifiziert wurden. Daher übernimmt EYP keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Zuverlässigkeit oder Vollständigkeit der von PMI bereitgestellten Daten.“ Wenig überraschend fällt der Bericht sehr gut für den Tabakriesen aus. Philip Morris International liefere über 300 Milliarden Euro Gesamtbeitrag zur EU und sei für rund 0,4 Prozent des EU-BIP verantwortlich.

Alternative Produkte wie E-Zigaretten als „die bessere Wahl“

„Die Nachfrage nach den Nikotinprodukten ist da. Natürlich ist es immer am besten, gänzlich auf Tabak- und Nikotinprodukte zu verzichten. Für erwachsene Raucherinnen und Raucher, die andernfalls weiter rauchen würden, sind rauchfreie Alternativen die bessere Wahl als das Fortsetzen des Zigarettenkonsums“, erklärt Philip Morris Austria. Seine Antworten erhält brutkasten von der Presseabteilung.

Philip Morris versucht daher, eine Branche neu zu denken, und das nicht seit gestern, wie brutkasten berichtete. IQOS, Philip Morris’ eigene Marke für Tabakerhitzer, wurde vor über zehn Jahren in den Markt eingeführt. „Wenn es um innovative Produkte geht, dann ist IQOS unsere wichtigste Plattform. Wir entwickeln sie ständig weiter in Richtung höherer Leistung und geringerer Emissionen“, sagt Hannappel gegenüber brutkasten. Neu sind jedoch die Dimensionen, die Philip Morris erreicht. Im vierten Quartal dieses Jahres werden laut eigenen Angaben bereits 50 Prozent der Nettoumsätze in Europa mit alternativen Produkten erwirtschaftet.

Technologieunternehmen Philip Morris

Philip Morris möchte sich weg vom klassischen Tabakunternehmen und Zigarettenhersteller hin zu einem Technologieunternehmen entwickeln (brutkasten berichtete). So betreibt Philip Morris in Portugal ein Zentrum für generative KI, um globale Geschäftsabläufe zu unterstützen, wobei KI-Technologien eingesetzt würden, um die Entscheidungsfindung zu verbessern, Prozesse zu automatisieren und die Unternehmensleistung zu steigern. Für Philip Morris ein wichtiger Schritt, um die Transformation umsetzen zu können.

Im April dieses Jahres gab Philip Morris die Umgestaltung eines Werkes in Berlin-Neukölln bekannt. Anstatt Zigaretten zu produzieren, wird hier an Zukunftstechnologien wie KI oder Robotik gearbeitet.

Europa beschreibt Philip Morris International in seinem Bericht als globalen Hub für „Innovation, Produktion und Export“. Sein Zentrum für Innovationen betreibt Philip Morris International im schweizerischen Neuchâtel, wo Wissenschaftler und Ingenieure an den alternativen Produkten arbeiten. 2,2 Milliarden sollen hier zwischen 2021 und 2025 in die Forschung und Entwicklung investiert worden sein.

Philip Morris und Startups

Der Tabakriese setzt auch auf innovative Ideen von Startups. In dem Projekt „Be Leaf – Be The Future“ entwickeln sie Lösungen in den Bereichen der Agrartechnologie, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Ein Beispiel ist das bayerische Startup Bioplasmar, das eine biologisch abbaubare Alternative zu herkömmlichem Kunststoff herstellt.

Auch in der österreichischen Startup-Szene ist Philip Morris aktiv. Im Mai diesen Jahres erwarb das Unternehmen mit seiner Tochter Aspeya 5,7 Prozent von Waterdrop im Zuge einer Finanzierungsrunde von insgesamt über 100 Millionen Euro.

Zielgruppe: Keine neuen Raucher:innen

„Wenn du bei uns in Wien in die Boutique gehst und sagst ‚Ich hätte gern das Produkt‘, dann ist die erste Frage, die dir gestellt wird: ‚Bist du volljährig'“, erklärt Philip Morris Austria. Auch online will man entsprechende Altersüberprüfungen durchführen. In Österreich arbeitete Philip Morris daher an einem Pilotprojekt zur Altersschätzung per Gesichtserkennung. Auch hier soll KI unterstützen.

„Wenn du volljährig bist, wirst du beraten. Aber nur, wenn du die zweite Frage auch mit ‚Ja‘ beantwortest, und zwar: ‚Sind Sie Konsument von Nikotin- oder Tabakprodukten?'“, heißt es von Philip Morris Austria. Man wolle nicht die Firma sein, über die Menschen mit dem Rauchen beginnen.

Kurzum: Philip Morris präsentiert sich als Unternehmen, das verantwortungsvoll mit sensiblen Themen wie Nikotin umgeht.

Der offene Brief von Frankreich und Co.

Ein Grund dafür kann der wachsende politische Druck sein. Am 6. Oktober schrieben sieben EU-Staaten rund um Frankreich und Spanien einen offenen Brief an den EU-Kommissar für Gesundheit und Tierschutz, Olivér Várhelyi. Sie sehen Regulierungslücken in der Produkt- und Werberichtlinie der Tabakindustrie. Daher fordern sie einen Stopp, neue Produkte „mit Hilfe von aggressivem Marketing und unbegründeten Behauptungen über ein geringeres Risiko auf den europäischen Markt zu bringen, mit dem Ziel, (junge) EU-Bürger zum finanziellen Vorteil der Industrie abhängig zu machen.“ Außerdem fordern die EU-Staaten für alle Produkte ein Aromenverbot sowie ein vollständiges Verbot von Nikotinbeuteln.

Hannappel hat mittlerweile auf dem Podium Platz genommen, seine Präsentation ist vorbei und er beantwortet Fragen von Journalist:innen aus ganz Europa. Angesprochen auf ein Nikotinbeutel-Verbot in Ländern wie z. B. Frankreich antwortet er: „Meiner Ansicht nach sind Verbote nie eine gute Option, weil dann in einigen Fällen illegale Märkte entstehen und man die Möglichkeit verliert, die Konsumenten zu erreichen.“

Das Event stand zwar im Zeichen des Economic Footprint, zeigt aber auch eine Firma, die versucht, sich an eine veränderte Welt anzupassen. Die Marschrichtung hin zu alternativen Produkten will man weiter verfolgen. Hannappel meint, ein solches Event jedes Jahr machen zu wollen, um ein besseres Verständnis in Europa zu erzeugen. Jedenfalls wird Philip Morris gespannt nach Brüssel blicken. Denn die nächste richtungsweisende Entscheidung der EU-Kommission bezüglich der geplanten Überarbeitung des Rechtsrahmens soll noch bis Ende 2026 fallen.


Transparenzhinweis: Die Reise- und Aufenthaltskosten wurden von Philip Morris Austria übernommen. Auswahl und Bewertung der Themen erfolgten unabhängig davon.

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