04.06.2020

8 Millionen Euro: Ausschreibung für unternehmensnahe Forschung an FHs startet

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) investiert acht Millionen Euro für Forschungsprojekte an der Schnittstelle zwischen Fachhochschulen und Unternehmen. Förderanträge können seit Mittwoch bis einschließlich 16. September eingereicht werden.
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Forschung
Margarete Schramböck gab den Start der Ausschreibung im Rahmen eines Besuchs des FH Campus Wien bekannt | (c) BMDW/Hartberger

Insgesamt acht Millionen Euro nimmt das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) in die Hand, um im Rahmen der Ausschreibung „FH – Forschung für die Wirtschaft“ unternehmensnahe Forschung an FHs zu unterstützen.

Dadurch sollen laut einer Aussendung des BMDW insbesondere KMU mit Unterstützung der Fachhochschulen gezielt gestärkt werden. Ziel ist es, auf Basis der Forschungsleistungen der FHs, innovative Produkte und neue Technologien zu entwickeln.

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Abwicklung über die FFG

Die Abwicklung der Ausschreibung erfolgt über die FFG. Einreichungen sind seit 3. Juni möglich. Die Einreichphase endet mit 16. September 2020.

Einreichen können Fachhochschulen. Gefördert werden laut FFG „strategisch ausgerichtete Projekte mit mittel- bis längerfristiger Wirkung, die die Forschungs- und Innovationskompetenzen von Fachhochschulen zur Unterstützung von Unternehmen (v.a. KMU) verbessern.“

Die maximale Förderung pro Projekt liegt bei 1,3 Millionen Euro, die maximale Förderquote bei 70 Prozent. Die Projektlaufzeit beträgt drei, vier oder fünf Jahre.

Achte Ausschreibung

Die Ausschreibung „FH – Forschung für die Wirtschaft“ ist die mittlerweile achte Ausschreibung in der bestehenden FFG-Programmlinie „COIN (Cooperation&Innovation) Aufbau“.

In den bisherigen sieben Ausschreibungen wurden 107 Projekte mit 186 Fördernehmern gefördert, gesamt standen dafür 69 Millionen Euro zur Verfügung.

Digitalisierung nimmt dabei einen wichtigen Stellenwert ein. In der siebten Ausschreibung hatten acht der 13 geförderten Projekte einen Fokus auf das Thema Digitalisierung. Dabei wurden insbesondere Anwendungen in den Bereichen AR/VR, Big Data, Blockchain, Internet of Things, Industrie 4.0, eHealth unterstützt.


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easyvegan Pixelrunner FireStart P4 Therapeutics - Insolvenzen
(c) Adobe Stock

5.139 Unternehmen mussten laut aktueller Hochrechnung des Kreditschutzverbands KSV1870 in den ersten drei Quartalen 2026 in Österreich Insolvenz anmelden. Das entspricht einem Plus von 0,4 Prozent zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Nach Jahren des deutlichen Anstiegs bedeutet das eine Stagnation auf hohem Niveau. Diese erwartet der Verband auch für das gesamte Jahr. Die Passiva sind wegen einer etwas geringeren Zahl an Großinsolvenzen in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund sieben Prozent auf etwa sechs Milliarden Euro gesunken. Bei den Branchen – Handel vor Baugewerbe und Gastronomie – gab es „wenig Bewegung“.

„Kräftiger Aufschwung gegenwärtig nicht erkennbar“

Insgesamt gibt es seitens des KSV1870 weiter keine Entwarnung. Die schwache Konjunktur, die verhaltene Nachfrage und die hohen Kosten würden Betriebe weiterhin belasten, „ein kräftiger Aufschwung ist gegenwärtig nicht erkennbar“, heißt es vom Verband. „Wo Margen und finanzielle Reserven knapp sind, kann der anhaltende wirtschaftliche Druck schnell existenzbedrohend werden. Entsprechend hoch bleibt die Zahl der Betriebe, die ihre finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können und den Weg in die Insolvenz antreten müssen“, kommentiert Karl-Heinz Götze, Leiter KSV1870 Insolvenz.

Weiterer Zuwachs bei nicht eröffneten Fällen „alarmierend“

Mehr noch beschäftigt den Verband eine Entwicklung, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschärft hat, und vom KSV als „besorgniserregend“ eingestuft wird: ein massiver Zuwachs bei den nicht eröffneten Fällen. So ist die Zahl der eröffneten Unternehmensinsolvenzen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 7,2 Prozent gesunken, die Zahl der mangels Masse nicht eröffneten Verfahren dagegen um nicht weniger als 12,6 Prozent gestiegen. Konkret war es laut KSV seit Jahresbeginn bei 2.204 Fällen, also ca. 43 Prozent aller Verfahren mangels Kostendeckung nicht möglich, diese einer geordneten Abwicklung zuzuführen.

„Dass es zwischen den eröffneten und abgewiesenen Fällen mittlerweile nur noch einen zahlenmäßig geringen Unterschied gibt, ist alarmierend. Das ist ein Umstand, den die Gläubiger massiv zu spüren bekommen, da sich in diesen Fällen ihre Verluste weiter erhöhen. Das kann auch für wirtschaftlich gesunde Unternehmen mittel- und langfristig zum Problem werden“, erläutert Götze.

KSV1870 sieht Betrugsbekämpfungsgesetz „zumindest punktuell“ als Auslöser

Die Gründe für die Dynamik laut KSV: Nicht nur werde immer häufiger mit der Insolvenzanmeldung zu lange gewartet, der Verband sieht die Entwicklung auch „zumindest punktuell“ als eine Folge des im Jänner 2026 beschlossenen Betrugsbekämpfungsgesetzes. „Denn infolgedessen ist es vielfach so, dass vor der Änderung der Gesetzeslage durchsetzbare Anfechtungsansprüche nun nicht mehr geltend gemacht werden können, die Zahl der Gläubigeranträge sinkt und auch die Quoten dementsprechend für die Gläubiger zurückgehen“, heißt es vom KSV. In diesem Zusammenhang seien – „wie bereits beim Gesetzesbeschluss seitens des KSV1870 vorausgesagt“ – Folgeinsolvenzen zu befürchten.

Der KSV1870 erwartet auch für das vierte Quartal keine Entschärfung der Insolvenzdynamik und auch keine Verbesserung bei den nicht eröffneten Fällen. „Angesichts dieser Faktenlage ist es höchst an der Zeit, eine gesetzliche Basis zu schaffen, wie mit den mangels Masse abgewiesenen Fällen zukünftig umzugehen ist. Andernfalls wird sich der gesamtwirtschaftliche Schaden weiter erhöhen“, meint Götze.

Deutliches Statement zur Insolvenz-Entgelt-Fonds-Diskussion

Der Verband äußert sich zudem zur Diskussion rund um eine Finanzierungslücke beim Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF). „Aus Sicht des KSV1870 ist dabei ein Punkt wesentlich: Aufgrund der Tatsache, dass sich Österreichs Unternehmen seit einigen Jahren mit massiven wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sehen, ist eine automatische Anhebung der Dienstgeberbeiträge keine Option“, heißt es dazu. Götze kommentiert: „Dadurch würden die Betriebe finanziell zusätzlich belastet werden, was angesichts der derzeitigen Situation nicht erstrebenswert sein kann.“ Wichtig in der Diskussion sei jedenfalls, „nicht nur den Bedarf für das Jahr 2027 zu bewerten, sondern langfristig zu denken und sowohl die Interessen der Arbeitgeber wie auch jene der Arbeitnehmer zu berücksichtigen“, so der Verband abschließend.

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8 Millionen Euro: Ausschreibung für unternehmensnahe Forschung an FHs startet

  • Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) investiert acht Millionen Euro für Forschungsprojekte an der Schnittstelle zwischen Fachhochschulen und Unternehmen. Förderanträge können seit gestern Mittwoch bis 16. September eingereicht werden.

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