Foodora feiert 100faches Wachstum und weitere Expansion
Eineinhalb Jahre nach der Gründung hat der Lieferservice Foodora ein jährliches Geschäftsvolumen von 150 Millionen Euro erreicht. Seit Mai 2015 ist das Unternehmen um ein Hundertfaches gewachsen. Nun kündigt Foodora eine Expansion in weitere europäische Städte an.
Ziemlich genau ein Jahr ist es her, seit der Brutkasten berichtete, dass Foodora nach Wien kommt. Nun gibt der Essens-Lieferservice, der an den Fahrradkurieren mit pinken Helmen und Lieferboxen zu erkennen ist, eine weitere Expansion bekannt.
Erst vor drei Monaten erweiterte das Berliner Startup aus der Rocket Internet Schmiede seine Services auf zehn neue Städte. Innerhalb der nächsten 60 Tage soll nun in weitere Städte in Deutschland, den Niederlanden, Schweden und Frankreich expandiert werden. Bisher waren die rund 5.000 Foodora-Fahrradkuriere in 35 Städten in ganz Europa, Kanada und Australien unterwegs.
Nach Abschluss der Gründungsphase erreicht das Startup nun ein jährliches Geschäftsvolumen von bis zu 150 Millionen Euro. In den letzen 12 Monaten habe foodora das Bestellvolumen alle zwei Monate verdoppeln können, teilte das Unternehmen mit. „Wir sind innerhalb eines Jahres um das Hundertfache gewachsen und unsere anhaltende Expansion bringt uns einen Schritt näher zu unserer Vision eines Services, der den Markt der Essenslieferung wirklich revolutioniert“, sagt Rodrigo Sampaio, Global-CEO von Foodora.
Wie Foodora funktioniert
Mit Hilfe des Lieferservices können die Kunden Essen von mehr als 6.000 lokalen Restaurants bestellen und online bezahlen. Die Bestellung wird anschließend im Restaurant zubereitete und von den Fahrradkurieren in durchschnittlich 35 Minuten geliefert.
Mit einer patentierten Technologie für physisch getrennte Netzwerkverbindungen will Airgapnet die IT-Sicherheit von Unternehmen neu denken. Das oberösterreichische Startup startet direkt mit einem siebenstelligen Investment in die Skalierung seines Geschäfts.
Mit einer patentierten Technologie für physisch getrennte Netzwerkverbindungen will Airgapnet die IT-Sicherheit von Unternehmen neu denken. Das oberösterreichische Startup startet direkt mit einem siebenstelligen Investment in die Skalierung seines Geschäfts.
Mit der Gründung der Airgapnet GmbH entstand in Oberösterreich ein neues Cybersecurity-Startup mit dem Ziel, Unternehmen vor Cyberangriffen zu schützen, die selbst modernste Sicherheitslösungen umgehen können.
Airgapnet: Mit Gründung gleich Kapital
Gegründet wurde es von Markus Roth, Sergey Shelenkov, Florian Mihalits und Peter Ziehesberger, die langjährige Erfahrung aus den Bereichen IT-Sicherheit, Netzwerktechnik, Elektronikentwicklung, Softwareentwicklung und Unternehmensführung mit sich bringen.
Zeitgleich mit der Unternehmensgründung konnte Airgapnet sich ein siebenstelliges Investment sichern. Das Kapital wird in die Skalierung der Produktion, den Ausbau der Produktentwicklung, den Aufbau internationaler Vertriebspartnerschaften sowie die Weiterentwicklung der patentierten Technologie investiert. Angaben zum Investor wurden auf Wunsch der beteiligten Parteien nicht veröffentlicht.
Physische Trennung von Netzwerkverbindungen
Das Neuhofener Unternehmen baut auf einer patentierten Technologie auf, die einen anderen Ansatz verfolgt als klassische Cybersecurity-Lösungen, heißt es. Während Firewalls, Endpoint-Protection und andere Sicherheitsprodukte versuchen, Angriffe zu erkennen und zu filtern, setzt Airgapnet auf die physische Trennung von Netzwerkverbindungen.
Künstliche Intelligenz ermöglicht es heutzutage Angreifern, Schwachstellen automatisiert zu analysieren, Angriffe zu personalisieren und Sicherheitsmechanismen effizienter zu umgehen. Besonders kritisch seien sogenannte Zero-Day-Exploits. Dabei handelt es sich um bislang unbekannte Sicherheitslücken, z. B. in Firewalls, für die noch keine Sicherheitsupdates oder Schutzmaßnahmen existieren. Wenn eine solche Schwachstelle entdeckt wird, hätten Unternehmen oft keine Möglichkeit, sich unmittelbar zu schützen: „Die Anzahl neuer Schwachstellen steigt rasant. Gleichzeitig verkürzt KI die Zeit zwischen dem Finden einer Schwachstelle und ihrer aktiven Ausnutzung drastisch. Unternehmen stehen dadurch vor einer völlig neuen Herausforderung“, erklärt Mitgründer und Geschäftsführer Markus Roth. Auch der zukünftige Einsatz von Quantencomputern verlangt bereits im Vorfeld die Erstellung neuer Sicherheitskonzepte.
Das Firewall-Problem
Eine Firewall sei letztlich ein intelligenter Filter, so die Founder weiter. Sie entscheidet anhand von Regeln, welche Datenpakete passieren dürfen und welche nicht. Doch jede Firewall basiert auf Software und Regeln. Fehlerhafte Konfigurationen, unbekannte Schwachstellen, kompromittierte Zugangsdaten oder Zero-Day-Exploits können dazu führen, dass Angreifer diese Schutzschicht überwinden.
„Selbst die besten Firewalls bieten daher niemals einen 100-prozentigen Schutz über einen beliebigen Zeitraum hinweg. Genau deshalb verfolgen viele Sicherheitsexperten sowie militärische Einrichtungen seit Jahren das Prinzip des sogenannten Air-Gappings, also der physischen Trennung kritischer Systeme“, liest man in der Aussendung.
In diesem Sinne trennen die von Airgapnet entwickelten Systeme Netzwerkverbindungen physisch voneinander und verbinden sie nur dann, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Das Unternehmen bezeichnet diesen Ansatz als „Online when needed“ statt „Always online“. Dadurch würde vor allem die Angriffsfläche reduziert.
Airgapnet mit neuer Ebene
Die Technologie wurde insbesondere für Unternehmen entwickelt, für die IT-Sicherheit wesentlich ist, um damit unter anderem Backup-Systeme, industrielle Steuerungen, Fernwartungszugänge und Internetzugänge zu schützen. Die Gründer sehen sich dabei als Teil einer neuen Generation europäischer Cybersecurity-Unternehmen, die auf technologische Unabhängigkeit, physische Sicherheit und praktikable Lösungen setzen.
„Die Cybersecurity-Branche konzentriert sich seit Jahrzehnten darauf, Angriffe zu erkennen. Wir ergänzen diesen Ansatz um eine weitere Ebene: Wenn eine Verbindung nicht existiert, ist ein Angriff auf sie chancenlos“, erklärt Sergey Shelenkov, Mitgründer und Geschäftsführer. „Genau diese Einfachheit macht unsere Technologie so wirkungsvoll.“
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