19.02.2025
KUNDENZUWACHS

fonio.ai: Wiener Startup knackt 300-Kunden-Marke innerhalb von sechs Monaten

Das Wiener Startup fonio.ai befindet sich auf Wachstumskurs: Seit dem Marktstart im September 2024 konnte sein KI-Telefonassistent bereits über 300 Kunden für sich gewinnen.
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fonio.ai-Gründerteam Daniel Keinrath und Matthias Gruber © fonio.ai
fonio.ai-Gründerteam Daniel Keinrath und Matthias Gruber. | © fonio.ai

Kundenservice-Telefonate können oft frustrierend sein – lange Warteschleifen, niemand hebt ab oder gestresste Mitarbeitende reagieren unfreundlich. Diese Herausforderungen erkannte das Gründerduo Daniel Keinrath und Matthias Gruber, woraufhin sie eine Lösung entwickelten. Im September 2024 brachten sie fonio.ai auf den Markt – brutkasten berichtete. Seither konnte der KI-Telefonassistent mehr als 300 KMUs in Deutschland und Österreich mit seiner Funktionalität überzeugen.

KI-Telefonassistent ersetzt Kundenservice

Das Startup fonio.ai ermöglicht Unternehmen, einen personalisierten KI-Telefonassistenten zu erstellen, der laut Produktversprechen rund um die Uhr erreichbar ist und natürliche Gespräche führen kann. Kundenanfragen werden so weitgehend automatisiert bearbeitet, wodurch der Zeitaufwand reduziert und die Qualität des Kundendienstes deutlich verbessert werde, heißt es vonseiten des Startups.

Einer der größten Kunden von fonio.ai ist nach eigenen Angaben der Online-Shop Kaffeewelt. Mittlerweile würden jedoch auch größere Versicherungen und Telekommunikationsanbieter Interesse zeigen.

Datenschutz im Fokus

Der KI-Assistent übernimmt dabei nicht nur Telefonate für Unternehmen, sondern könne auch auf bestehende Kundenmanagementsysteme und Kalender zugreifen, um eigenständig Informationen bereitzustellen oder Termine zu buchen. Zudem sorgt die Plattform für eine automatische Transkription des Anrufs. Die gesammelten Daten können in der Plattform gespeichert, per E-Mail versendet oder direkt in bestehende Systeme integriert werden.

Für Unternehmen bedeutet diese Entlastung mehr Zeit für das Tagesgeschäft, während Kundenanfragen „sofort“ und unkompliziert bearbeitet werden. Die Kosten für den Service liegen laut Startup bei 30 bis 50 Cent pro Minute.

Die Plattform basiert auf verschiedenen KI-Systemen, darunter ChatGPT und Claude. Dabei legt fonio.ai besonderen Wert auf die Einhaltung der DSGVO-Richtlinien. Die gesamte Infrastruktur findet in Europa statt und sämtliche Anrufe laufen über Server in Nürnberg. „Datenschutz ist essenziell für unser Geschäft. Ohne DSGVO-Konformität könnten wir nicht so schnell wachsen“, sagt CEO Daniel Keinrath.

Kundenzuwachs auf 5.000 Unternehmen geplant

Der Wachstumskurs des Jungunternehmens soll fortgesetzt werden: „Die Nachfrage nach KI-gestützten Lösungen wächst enorm“, so das Gründerduo. Bis Ende des Jahres soll das Team auf 30 bis 50 Mitarbeiter:innen anwachsen, während die Kundenzahl auf bis zu 5.000 Unternehmen steigen soll.

„Wir entwickeln das Produkt stetig weiter und arbeiten kontinuierlich an der Latenz und Sprachqualität. Bis Ende des Jahres wird niemand mehr einen Unterschied zwischen der KI und echten Mitarbeiter:innen hören können“, sagt CTO Matthias Gruber.

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(c) Standortagentur Tirol

Im Juli wird auf der Streif Golf gespielt. Wo im Jänner die Weltelite mit bis zu 140 km/h in den Zielhang rast, wird jetzt am Grün geputtet, dahinter staffeln sich die Kitzbüheler Alpen in ein sattes Grün, wie es nur der Tiroler Sommer hinbekommt. Im Rasmushof, direkt im Zielgelände, ging es an zwei Tagen allerdings nicht um Hundertstel, sondern um Dekaden: um die Frage, wovon Österreich in zwanzig Jahren leben wird.

Beim Business Angel Summit 2026 im Rasmushof Hotel Kitzbühel trafen am 9. und 10. Juli nationale und internationale Investor:innen auf zwölf ausgewählte österreichische Startups. Das von der Standortagentur Tirol und Austria Wirtschaftsservice (aws) organisierte Event ist die größte Veranstaltung dieser Art in Westösterreich und brachte heuer bereits zum zwölften Mal Kapital, Know-how und Gründungsgeist zusammen.

(V.l): Bernhard Sagmeister (aws), Alexander Pekarsky und Elisabeth Brunner (Thyra Imaging), Doris Müller und Bernhard Müller (Startup M-Chem) und Lisa Spöck (Standortagentur Tirol) beim 12. Business Angel Summit in Kitzbühel | (c)  Standortagentur Tirol

Der inhaltliche Bogen des Programms: Mit schönen Bergen allein wird sich der Wohlstand dieses Landes künftig nicht halten lassen, es braucht Innovation. Und dafür braucht es jene Spezies, die sich einmal im Jahr in Kitzbühel trifft: Business Angels, die dort investieren, wo Banken abwinken und Fonds noch nicht hinschauen, nämlich in der frühesten, riskantesten Phase eines Startups.

Boris Nemsic über den Wirtschaftsstandort

Den Auftakt machte die Standortfrage. Ob Europa den Anschluss verloren habe, ob wir, wie es ein Moderator zitierte, schlicht „fucked“ seien? Ex-Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic, der Europas Mobilfunkindustrie einst an der Weltspitze erlebte, antwortete: „Wir sind frei, wir sind reich, wir sind eigentlich sehr erfolgreich.“ Die entscheidende Frage laute: „Was machen wir daraus?“ Als Hauptproblem benannte er die Regulierung und das Tempo: Die EU stocke ihre Technologie-Budgets erst ab 2028 auf, während relevante KI-Modelle im Abstand weniger Monate erscheinen. Sein Fazit: „No, we are not fucked yet, weil das ist das Vorspiel.“

Ex-Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic | (c) Standortagentur Tirol

„Beware the AI Wash“: Platz warnt vor der Blase

Tricentis-Co-Founder Wolfgang Platz widmete seine Keynote dem „KI-Tsunami aus Investorensicht“, von Deep Blue über AlphaFold bis zur Gegenwart. Seine Botschaft: Bei Startups, die sich als AI-Companies verkaufen, sei rund ein Drittel „nur Marketing, nur Schmäh“, nur sieben Prozent hätten ein echtes KI-Produkt. Auch auf Unternehmensseite sei die Bilanz ernüchternd. Laut einer MIT-Untersuchung holen nur fünf Prozent der Firmen, die massiv in KI investieren, tatsächlich etwas heraus. Sein Appell an die Angels: „Beware the AI Wash.“

Tricentis-Co-Founder Wolfgang Platz | (c) Standortagentur Tirol

Platz beschrieb zudem einen aus seiner Sicht überhitzten Markt, in dem sich das KI-Ökosystem gegenseitig finanziere und Bewertungen von den Umsätzen entkoppelt seien, samt persönlicher Konsequenz: Für 2027, wenn große Tech-Börsengänge ihre Sperrfristen verlieren, rechnet er mit Abverkaufswellen.

Zwölf Startups am Business Angel Summit

Die zwölf ausgewählten Startups deckten eine Bandbreite von GreenTech bis MedTech ab. Darunter Serwas: Das Startup entwickelte ein System, das Serverleistung bereitstellt und die dadurch entstandene Abwärme zum Heizen von Gebäuden nutzt. Eine Pilotanlage ist seit Frühjahr 2026 im Amraser Schwimmbad in Innsbruck installiert und soll durch die Wärmerückgewinnung sieben Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Beim Business Angel Summit 2026 trafen am 9. und 10. Juli nationale und internationale Investor:innen auf zwölf ausgewählte österreichische Startups | (c) Standortagentur Tirol

Außerdem mit dabei ist in diesem Jahr das österreichische Spin-off Thyra Imaging, das mit Unterstützung einer aws Preseed-Förderung und der MedUni Wien eine Methode zur frühen Detektion von Neuroinflammation über das Auge entwickelt hat. „Die Netzhaut ist ein direktes Fenster ins Gehirn – das ist die Grundlage unserer Technologie. Wir können Zellen und Mikrostrukturen sichtbar machen, die mit herkömmlicher Bildgebung unsichtbar bleiben. Unser Ziel ist es, neurologische Erkrankungen wie Alzheimer früher zu erkennen – nicht-invasiv und in wenigen Sekunden“, erklärt Mitgründerin Elisabeth Brunner.


Disclaimer: brutkasten war beim Business Angel Summit 2026 in Kitzbühel vor Ort. Die Übernachtungskosten wurden zum Teil von der Austria Wirtschaftsservice (aws) getragen.

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