23.09.2024
TELEFON-AGENT

Fonio.ai: Neues Wiener Startup lässt KMUs KI-Telefonagenten erstellen

KI erstellt üblicherweise in Sekunden Texte, Apps und Bilder. Dank des neuen Wiener Startups fonio.ai lässt sich nun auch ein KI-Telefonagent in "wenigen Minuten" generieren.
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Matthias Gruber und Daniel Keinrath von fonio.ai (c) Kurt Keinrath

KMUs und KI sollen sich nicht mehr ausschließen. Das frische Wiener AI-Startup fonio.ai kombiniert Künstliche Intelligenz mit Telefonnummern und ermöglicht es Kleinunternehmen, sich ihre eigenen KI-Telefonagenten „in wenigen Minuten“ zu bauen. Damit könne man „Anrufweiterleitungen nutzen, um KI in bestehende Telefon-Workflows einzubinden“, heißt es im Ankünder-LinkedIn-Posting des Mitgründers Daniel Keinrath.

Co-Gründer lernten sich bei Sigma Squared kennen

Keinrath war von 2020 bis Mai 2024 als CO-Founder und CEO beim Wiener Startup GetNano tätig – unter anderem gemeinsam mit Claudio Rebernig. Das AdTech-Startup, das sich auf die Vermarktung von User Generated Content spezialisierte, wurde 2024 von stylink, einer deutschen Influencer-Vergütungs-Plattform, übernommen – brutkasten berichtete.

Nun startet der nächste Streich des Founders: Gemeinsam mit Matthias Gruber hat Keinrath fonio.ai aus Eigenmitteln gegründet: „Wir wussten sofort, dass wir diese Idee zum Leben erwecken müssen“, schreibt Keinrath auf LinkedIn dazu. Mittlerweile habe man sich auch ein „unglaubliches Team zusammengestellt und kommen schneller voran, als wir je erwartet hätten.“

Co-Founder Gruber war zuvor beim SoftwareTech Platomics als Chief Product Officer vertreten. Und ist – wie Keinrath selbst – Mitglied der Sigma Squared Society. Mit Ende September legt Gruber seinen Posten bei Platomics ab und wird sich fortan dem Ausbau von fonio.ai widmen. Gemeinsam verfolgt das Gründerduo das Ziel, „KMUs zu befähigen, ihren eigenen KI-Telefonagenten in wenigen Minuten zu erstellen“, heißt es aus LinkedIn.

Eigener KI-Telefonassistent „wenigen Minuten“

Fonio.ai erstellt „in Sekunden“ eine zusätzliche Telefonnummer, „über die dein individueller KI-Telefonassistent künftig erreichbar ist“, heißt es auf der Website des Startups. Folglich könne man Aufgaben und Themen, die die KI abdecken soll, festlegen und Details zum Unternehmen preisgeben, damit „die KI zuverlässig auf Kundenanfragen reagieren kann“.

Auch die KI-generierte Stimme kann an den Typus des Unternehmens angepasst und als männliche oder weibliche Stimme festgelegt werden. Anschließend sei es möglich, die KI in interne CRM-Systeme, Terminkalender oder Datenbanken zu integrieren. Während der KI-Telefonassistent im Einsatz ist, werden „in Echtzeit“ Reportings erstellt und man sieht, „wie gut die Telefonate laufen“.

Noch vor drei Tagen verkündete Co-Gründer Keinrath auf LinkedIn die beta-Version von fonio.ai: In der Anfangsphase werde jeder Kunde noch einzeln in die Funktionsweise der KI eingeführt. Bald wolle man aber den Schritt wagen und die Plattform universell zugänglich machen.

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Tamburi-Geschäftsführer Paul Brandstätter (r.) und Dominic Allram. © Beatriz Hasler

Das 2019 in Wien gegründete Unternehmen Tamburi betreibt ein zustellerneutrales Paketkastennetz. Nun hat das Startup einen weiteren Schritt beim Ausbau seiner Infrastruktur gesetzt: In der Antonie-Lehr-Straße im Bezirk Wien-Floridsdorf wurde die tausendste Anlage in Österreich in Betrieb genommen.

300 Stationen in einem Jahr

Noch im vergangenen Jahr hielt das Unternehmen bei rund 700 Standorten, wie brutkasten berichtete. Innerhalb von einem Jahr kamen somit 300 neue Anlagen hinzu. Tamburi möchte sich mit diesen autarken Stationen als Alternative zu den geschlossenen Systemen etablierter Logistikkonzerne positionieren.

Die Anlagen finden sich in Wohnanlagen, bei Unternehmen sowie an Verkehrsknotenpunkten. Durch eine Kooperation mit den ÖBB stehen die Schließfächer zudem an den österreichischen Landeshauptstadtbahnhöfen zur Gepäckaufbewahrung bereit. Die modularen Schließfächer benötigen laut Unternehmen weder Fundament noch Stromanschluss und lassen sich dadurch flexibel aufstellen.

Nächste Wachstumsphase

Für die Zukunft plant die Geschäftsführung, das Netz gemeinsam mit Wohnbaugesellschaften, Gemeinden und Immobilieneigentümer:innen weiter zu verdichten. Gebündelte Zustellungen sollen dabei helfen, den Verkehr auf der sogenannten letzten Meile zu reduzieren.

Paul Brandstätter, Geschäftsführer der Tamburi Holding GmbH, skizziert die langfristige Ausrichtung der Firma: „Unser Anspruch ist es, eine Infrastruktur aufzubauen, die so selbstverständlich verfügbar wird wie der klassische Briefkasten.“ Der aktuelle Meilenstein von 1.000 Stationen sei dabei laut Brandstätter lediglich „der Ausgangspunkt für die nächste Wachstumsphase“.

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