25.11.2020

Follow Austria: Influencer-Agentur nutzt Corona-Krise fürs Re-Branding

Die Influenceragentur Follow Austria unterzog sich einem kompletten Marken-Rebranding und sitzt ab sofort in der Wiener Innenstadt. Gründer Ilja Jay Lawal spricht über die Notwendigkeit von Veränderung und was das nun für das Startup bedeutet.
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Follow Austria, Ilja Lawo, Influencer, Rebranding, Re-Branding
(c) FolloW Austria - Das Follow Austria Team verpasste sich selbst einen neuen Anstrich.

Follow Austria begann als eine Art Plattform, um für die Kreativszene Austausch, Netzwerk und Eventreihen zu ermöglichen, erklärt Gründer Ilja Jay Lawal. Mit der Zeit merkte man, dass das Unternehmen immer mehr in die klassische Agenturarbeit abdriftete und Kanälebetreuung, Markenaufbau und Content-Erstellung immer stärker auf der Tagesordnung standen. Dies führte zu einer wegweisenden Erkenntnis.

Follow Austria: „Eigen-Branding blieb auf der Strecke“

„Am Anfang des Jahres haben wir erkannt, dass wir sehr damit beschäftigt waren, uns um unsere Kunden zu kümmern und das eigene Branding auf der Strecke blieb“, sagt Lawal. So entschied das Team, sich einem kompletten Marken-Re-Branding zu unterziehen und der eigenen Marke einen neuen Touch zu verleihen.

Neuer Agentur-Alltag

„Veränderung ist immer mit Widerstand verbunden, aber es war an der Zeit, neue Wege zu gehen. Wir hatten bereits eigene Marken und wurden dann mehr zur Agentur. Womit wir damals gestartet sind, spiegelt einfach nicht mehr unseren heutigen Agenturalltag wieder. Ein hoch ambitioniertes Team, Großkunden und die Erschließung neuer Branchen; aber die wenigsten wissen davon. Deswegen das große Re-Branding“, erklärt Lawal.

(c) Tim Walker – Das Follow Austria Team nutzte die Corona-Krise für eine modernere Ausrichtung.

Corona schaufelt Zeit frei

So seltsam es klingt, die Corona-Krise spielte Follow Austria in die Hände, wie der Gründer erzählt. „Es kamen weniger Aufträge, es gab weniger Events und wir haben dann gesagt, ‚gut, konzentrieren wir uns auf uns“, so Lawal weiter. Zeitgleich wurde der neue Standort am Wiener Schwedenplatz bezogen und die Neuausrichtung wie ein klassisches Projekt gehandhabt.

Futuristischer Auftritt

„Bisher wurde viel zu wenig kommuniziert was wir wirklich machen, welche Projekte realisiert und welche Leistungen angeboten werden. Und nun ist die Zeit gekommen. Im Zuge des Re-Brandings wollten wir den gesamten Auftritt futuristischer und frecher gestalten, also passend zu uns. Wir wollten unseren Kunden die Bühne schaffen, die sie verdienen“, sagt Pedram Parsaian, ebenfalls Geschäftsführer von Follow Austria.

Nachdem das Unternehmen nun, wie bei einem externen Auftrag, die jeweiligen Experten der verschiedenen Aufgabenfelder auf das Re-Branding angesetzt und die neue Richtung festgelegt und umgesetzt hat, steht nun die optische und inhaltliche Neu-Fokussierung. Im Hintergrund wurde ein eigenes Markenportfolio aufgebaut, das innovative Ansätze und Synergien ermöglichen soll, die es in dieser Form innerhalb der Agenturlandschaft noch nicht gab, wie das Unternehmen mitteilt.

Lawal dazu: „Wir würden unseren Kunden niemals etwas empfehlen, das wir nicht auch für unsere eigenen Marken umsetzen würden.“

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Zwei der PlanRadar-Co-Founder, Sander van de Rijdt und Ibrahim Imam | (c) PlanRadar
Zwei der PlanRadar-Co-Founder, Sander van de Rijdt und Ibrahim Imam | (c) PlanRadar

Das Unternehmen konnte sein Standing innerhalb Österreichs in den vergangenen Jahren konstant halten: 2013 in Wien gegründet zählt PlanRadar zu den erfolgreichsten Scaleups im Land – nicht zuletzt wegen seiner anhaltenden internationalen Expansion. Nun legte das Unternehmen seinen Jahresabschluss 2025 und einen begleitenden Lagebericht vor, die nicht nur Einblicke in die Finanzen geben.

Umsatz steigt auf 33,64 Millionen Euro

Aber zunächst zu den zentralen Kennzahlen: Im vergangenen Jahr erzielte die Wiener PlanRadar GmbH, die nach wie vor als Muttergesellschaft der internationalen Gruppe fungiert, Umsatzerlöse in Höhe von 33,64 Millionen Euro nach 31,97 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung von 5,24 Prozent. Und das „trotz eines herausfordernden Marktumfelds“ im europäischen Kernmarkt, wie die Geschäftsführung im Lagebericht festhält. Zu beachten ist hier, dass es sich um den Einzelabschluss der GmbH handelt und für die internationalen Tochtergesellschaften keine Zahlen vorliegen. Der ausgewiesene Umsatz enthält auch sogenannte Intercompany-Umsätze, da die Muttergesellschaft ihren Vertriebstöchtern konzernintern Lizenzgebühren für die Softwarenutzung verrechnet.

Als wesentliche Treiber der Entwicklung im Jahr 2025 nennt das Unternehmen „sowohl die Akquise neuer Kunden als auch die Erweiterung bestehender Verträge“. Während der europäische Markt unter den Nachwehen des Rückgangs im Wohnungsbau gelitten habe, sei die Konjunktur in den Wachstumsmärkten MENA (Middle East / Northern Africa) und APAC (Asia Pacific), wo Großprojekte für eine erhöhte Nachfrage sorgten, dynamischer verlaufen, heißt es weiter. Gerade in der MENA-Region hat sich die Gesamtlage bekanntermaßen seitdem geändert: Im Lagebericht weist die Geschäftsführung explizit auf eine erhöhte geopolitische Unsicherheit infolge des Konflikts im Iran hin. Zudem musste ein konzerninternes Darlehen an die Tochtergesellschaft in Dubai bereits vollständig abgeschrieben werden.

Zudem gab es 2025 laut Lagebericht Konsolidierungsmaßnahmen in mehreren Märkten. So wurden die Tochtergesellschaften in Brasilien und der Schweiz im Geschäftsjahr 2025 geschlossen, in Deutschland läuft eine Liquidation und der Rückzug aus Russland dauere aufgrund bürokratischer Hürden weiter an.

Sprung beim Betriebsergebnis (EBIT)

Auf operativer Ebene konnte die PlanRadar GmbH ihre Profitabilität deutlich steigern. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg laut Jahresabschluss von 2,52 Millionen Euro im Vorjahr auf 3,98 Millionen Euro im Jahr 2025 – ein Zuwachs von knapp 58 Prozent. „Diese Entwicklung spiegelt die fortgesetzte Ausrichtung des Unternehmens auf effizientes Wachstum wider“, heißt es von der Geschäftsführung dazu im Lagebericht.

Hauptverantwortlich für die verbesserte operative Marge war eine erhöhte Kosteneffizienz. Laut der im Lagebericht enthaltenen Kostenanalyse blieben die Marketingkosten im Verhältnis zum Umsatz konstant bei drei Prozent, während der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz von 48 Prozent im Vorjahr auf 42 Prozent sank. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl stieg gleichzeitig von 144 auf 157 Personen. Ein Wermutstropfen blieb dabei laut Bericht die Zahlungsmoral mancher Kunden: Wegen Uneinbringlichkeit mussten 2025 Forderungen in Höhe von 344.000 Euro abgeschrieben werden – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 190.000 Euro im Jahr 2024.

Negativer Finanzerfolg sorgt unterm Strich für Minus

Dem positiven Betriebsergebnis steht beim Finanzerfolg ein Minus von 4,71 Millionen Euro gegenüber (2024: minus 5,55 Millionen Euro). Dieser Posten ist maßgeblich durch Aufwendungen aus Finanzanlagen in Höhe von 6,72 Millionen Euro geprägt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Abschreibungen auf Ausleihungen an (internationale) Tochtergesellschaften. Dem standen teilweise Wertzuschreibungen bei Finanzanlagen in Höhe von rund 393.000 Euro gegenüber. Zudem wurde ein Teil des Darlehens an die italienische Tochtergesellschaft zur Finanzierung in Eigenkapital umgewandelt, womit die Wiener Muttergesellschaft einen entsprechenden Forderungsverzicht übte.

Unterm Strich ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von minus 732.699 Euro. Der Verlust konnte gegenüber dem Vorjahresfehlbetrag (-3,02 Millionen Euro) dabei um mehr als 75 Prozent reduziert werden. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrags aus Vorjahren (-52,89 Millionen Euro) lag der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2025 bei minus 53,62 Millionen Euro.

17 Millionen Euro liquide Mittel

Zur Einordnung der finanziellen Gesamtlage und der Risikostruktur verweist das Unternehmen auch auf seine Barreserven und den operativen Zahlungsstrom. Die liquiden Mittel erhöhten sich demnach auf rund 17 Millionen Euro (2024: ca. 15 Millionen Euro). Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit stieg auf 5,38 Millionen Euro nach 3,66 Millionen Euro im Jahr 2024.

„Wachstumsaussichten bleiben optimistisch“

Für die Weiterentwicklung setzt PlanRadar laut Lagebericht weiterhin auf Produktinnovationen und Expansion. Im Geschäftsjahr 2025 wurden 4,06 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben und durchschnittlich 37 Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt. Neben KI-gestützten Funktionen hebt das Unternehmen die Markteinführung der Technologie „PlanRadar SiteView 360°“ hervor.

Und wie geht es weiter? „Trotz der anhaltenden Herausforderungen bleiben unsere Wachstumsaussichten aber optimistisch. Das Unternehmen strebt eine moderate Umsatzsteigerung an, während wir unsere Dienstleistungen über die Bauindustrie hinaus auf Branchen wie Facility Management und Brandschutz ausweiten“, heißt es von der Geschäftsführung.

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Follow Austria: Influencer-Agentur nutzt Corona-Krise fürs Re-Branding

  • Follow Austria begann als eine Art Plattform, um für die Kreativszene Austausch, Netzwerk und Eventreihen zu ermöglichen, erklärt Gründer Ilja Jay Lawal.
  • „Am Anfang des Jahres haben wir erkannt, dass wir sehr damit beschäftigt waren, uns um unsere Kunden zu kümmern und das eigene Branding auf der Strecke blieb“, so Lawal weiter.
  • Im Hintergrund wurde nun ein eigenes Markenportfolio aufgebaut, das innovative Ansätze und Synergien ermöglichen soll, die es in dieser Form innerhalb der Agenturlandschaft noch nicht gab, wie das Unternehmen mitteilt.

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Follow Austria: Influencer-Agentur nutzt Corona-Krise fürs Re-Branding

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  • „Am Anfang des Jahres haben wir erkannt, dass wir sehr damit beschäftigt waren, uns um unsere Kunden zu kümmern und das eigene Branding auf der Strecke blieb“, so Lawal weiter.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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  • Follow Austria begann als eine Art Plattform, um für die Kreativszene Austausch, Netzwerk und Eventreihen zu ermöglichen, erklärt Gründer Ilja Jay Lawal.
  • „Am Anfang des Jahres haben wir erkannt, dass wir sehr damit beschäftigt waren, uns um unsere Kunden zu kümmern und das eigene Branding auf der Strecke blieb“, so Lawal weiter.
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