15.01.2016

Fördertag der Wiener Wirtschaft: Business Know-How an einem Ort aus erster Hand

Wien hat eine ausgezeichnete Förderlandschaft für Startups. Es kann aber schwer sein, den Überblick zu behalten. Am 10. Februar lädt die Wirtschaftsagentur Wien deshalb zum Fördertag der Wiener Wirtschaft ins Rathaus.
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Wer zum Sprung in die Selbständigkeit ansetzt, braucht eine zündende Idee, Mut, aber auch viel Fachwissen und die notwendigen finanziellen Mittel. Wien gehört zu den europäischen Städten mit der besten Frühförderung – je größer das Angebot, desto wichtiger ist es, das Richtige zu finden. Die Wirtschaftsagentur Wien lädt deshalb am 10. Februar zum Fördertag 2016 ins Wiener Rathaus.

Beratung zu Förderprogrammen, Finanzierungen und Immobilien

Von 15:30 bis 19:00 Uhr gibt es Beratung von Wirtschaftsagentur Wien, Stadt Wien, WKBG und waff  zu den Themen Finanzierungen, Gründungen, Kooperationsmöglichkeiten, Betriebsflächen, Immobilien, Qualifizierung sowie Betriebsanlagengenehmigungen.  Ergänzend dazu finden Vorträge mit detaillierten Informationen zu den Förderangeboten der Wirtschaftsagentur Wien statt. Eintritt frei.

Wirtschaftsagentur Wien: von Beratung bis Büro

Die Wirtschaftsagentur Wien unterstützt Gründerinnen und Jungunternehmer von der ersten Unternehmensidee bis hin zur Gründung und darüber hinaus. Neben kostenlosen und mehrsprachigen Serviceleistungen wie etwa Beratung, Coachings und Workshops, bietet die Wirtschaftsagentur auch passende Büroflächen und monetäre Förderungen. Die Förderprogramme richten sich an alle Wiener Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen: von Dienstleistungen und Nahversorgung über Forschung und Innovation bis hin zu Kreativwirtschaft.

Das Programm des Fördertags gibt online auf der Website der Wirtschaftsagentur Wien.

(c) Wirtschaftsagentur. Am 10.Februar findet der Fördertag im Wiener Rathaus statt.
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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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