21.04.2015

Flying Elephant: Berliner Inkubator erweitert um Medien-Startups

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© Project Flying Elephant: Der Inkubator startet mit einem Programm für Startups aus der Medienbranche.

Der Risikokapitalgeber WestTech Ventures erweitert seinen bestehenden Deep-Tech-Inkubator „Project Flying Elephant“ um “Media Force”: Ein Programm für Startups aus dem Medienbereich.

Zielpublikum sind vor allem weibliche Gründerinnen. „Mindestens die Hälfte der Teams sollte idealerweise aus Frauen bestehen, denn wir wollen weibliche Gründerinnen ermutigen, ihre Ideen umzusetzen und sie dabei untersützen“, so Masoud Kamali, Gründer und CEO von WestTech Ventures.

Project Flying Elephant fördert in beiden Programmen Gründer und Teams, die mit originären, innovativen Ideen den Markt revolutionieren wollen. „Wir wollen Elefanten zum Fliegen bringen und Gründer auf die nächste Stufe heben“, so Masoud Kamali.

Was wird geboten?

  • 6 Monate werden die Startups vom Inkubator jedenfalls unterstützt – danach kann eventuell um ein weiteres halbes Jahr verlängert werden
  • Die Gründerteams oder „Single Founder“ erhalten eine Investition von 12.000 Euro gegen eine Minderheitsbeteiligung
  • Kostenfreie Nutzung der Büroräumlichkeiten
  • Technische und betriebswirtschaftliche Unterstützung durch Coachings und Mentorings.
  • Auf Wunsch stellt WestTech die gesamte Technologie zum Betreiben einer Onlinepublikation als auch einer Mobile App (für iOs und Android) zur Verfügung.

Bewerben für Project Flying Elephant Media Force kann man sich ab dem 1. April 2015 auf der Website. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2015.

Startschuss ist der 1. September 2015.

Quelle

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Enact, Roboter die fühlen, Roboter, Robotik
© Enact

Roboter können viel. Sie sehen fast alles, sie schweißen, heben, sortieren. Eines fehlt ihnen jedoch: Fingerspitzengefühl. Deshalb bleiben die letzten Handgriffe der Montage Handarbeit: ein Kabel, das einrasten muss, eine Dichtung, die sitzen muss, eine Schraube, die klemmt. Diesem Mangel an Feinfühligkeit stellt sich das Schweizer Startup Enact entgegen und baut Roboter, die Kraft spüren. Sie messen Druck und Widerstand über ihre eigenen Antriebe, wie der Mensch über Muskeln und Sehnen, und ein Modell lernt daraus, heißt es. Der Roboter merkt ohne Zusatzsensoren und ohne künstliche Haut, ob das Teil sitzt.

Enact von Caltech-Forscher gegründet

Dass das mehr als eine Nische ist, zeigen die Zahlen. China etwa hat 2025 354.000 Industrieroboter installiert, fast drei von fünf weltweit (IFR). Europa gewinne dagegen nicht über Masse sondern über Varianz, und genau dort rechnen sich Roboter bisher selten, weil jemand jede Aufgabe einzeln programmieren müsse. Roboter, die durch Vormachen lernen und spüren, ob ein Teil sitzt, sollen diese Einzelprogrammierung ersparen und auch kleine Serien automatisierbar machen. Genau hier setzt Enact an: bei den letzten Handgriffen der Montage.

Gegründet wurde das Zürcher Startup im März 2026 von Manuel Yves Galliker. Der Maschinenbauer der ETH Zürich war Gastforscher am Caltech, leitete bei 1X das Team, das dem Humanoiden NEO das Gehen beibrachte, und arbeitete danach bei Physical Intelligence.

Dort sah er, dass Kamera und Teleoperation für die Fabrik nicht ausreichen, und ging zurück nach Zürich. „Das Silicon Valley hat historisch betrachtet enorme Stärken in Software und KI, aber es fehlt an Spezialisten für Robotik und Hardware-Engineering“, sagt Galliker.

Investment von Mensch

Nun sammelte er mit Enact 30 Millionen US-Dollar in einer Pre-Seed-Runde ein, und das noch bevor es ein Produkt gibt. Das hat einen Grund, wie man in der Aussendung liest: „Das Startup baut alles selbst. Antriebe, Regelung und Modell entstehen unter einem Dach, was am Anfang mehr kostet als ein Modell auf einen fremden Arm zu setzen.“ Die ersten Antriebe laufen, der Ansatz sei laut Enact validiert.

Angeführt wird die Millionen-Runde von redalpine, Notion Capital und firstminute capital. Als Business Angels investieren Yann LeCun (von 2013 bis Ende 2025 Chief AI-Scientist bei Meta), Arthur Mensch (Co-Founder Mistral AI), Andrew Lonsberry (Path Robotics) und David Wallerstein (früher Tencent). Aktuell arbeiten zehn Personen in Zürich, bis Ende 2027 sollen es viermal so viele werden.

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