13.04.2021

Flare Grill: Der Viereck-Griller, der ein Tisch sein will

Flare Grill von Werner Brunner und Günter Schwarzwallner ist ein Outdoor-Griller, der durch eine zentrale Feuerstelle mit Holz oder Kohle beheizt wird. Dadurch entstehen verschiedene Temperaturzonen.
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Flare Grill
(c) Flare Grill/FB - Flare Grill auf der Suche nach TV-Investoren heute Abend.

Werner Brunner war im internationalen Vertriebsmanagement tätig. Als Grill-Fan fing er an sich mit der Erschaffung des für ihn perfekten Grillers zu beschäftigen. Zeit verging und am Ende stand der Flare Grill fertig da, den er mit Partner Günter Schwarzwallner gemeinsam entwickelte. Dabei handelt es sich um einen viereckigen Outdoor-Griller mit einer Feuerplatte, die durch eine zentrale Feuerstelle mit Holz oder Kohle beheizt wird. Dadurch ergeben sich am Gerät, das stark an einen Tisch erinnert, um den man laut Gründern genüsslich gemeinsam etwas trinken kann, verschiedene Temperaturzonen.

Die Outdoor-Küche

Das Design von Flare setzt sich zusammen aus Stahl und heimischen Harthölzern und wird als zentrale Outdoor-Küche vom Unternehmen bezeichnet. Durch das modulare Stecksystem sei es zudem möglich mit einfachen Handgriffen verschiedene Varianten des Flare Grill zu erstellen, sodass zum Beispiel durch Umdrehen des Sockels eine Arbeitshöhe von 82 cm oder 100 cm erreicht werden kann.

Flare Grill
(C) Flare Grill – Den Flare Grill mit Stahl-Grillplatte gibt es in verschiedenen Ausführungen.

Der Sockel sowie die Grillschale sind aus massiven Cortenstahl gefertigt. Die Grillplatte selbst besteht aus acht Millimeter dickem Stahl, der für die Temperaturverteilung sorgt. Nach dem richtigen Einbrennen der Platte ist diese durch eine Patina von Korrosion geschützt. Ein integrierter Aschenauffangbehälter in der Grillschale sammelt die abgebrannten Rückstände ein, die sich dann simpel entleeren lassen sollen. Weiters sorgen seitlichen Griffe für die Luftzufuhr.

Flare Grill ist heute Abend bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu Gast und präsentiert den Juroren, sowie den Zusehern daheim sein Produkt. Weiters dabei: Skoonu, Sonnenkogl, Pferdeapfel, und Chalet Hannersberg.

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Cyberhsell-CEO Mario Curvelo Carvalho | (c) Cybershell Technologies

Es ist das Zukunftsszenario schlechthin: Menschenleere Produktionshallen, gefüllt mit humanoiden Robotern, die unermüdlich arbeiten. Cybershell arbeitet daran, dass diese Vision einmal Realität wird. Das Deeptech-Startup entwickelt eine Außenschicht für humanoide Industrieroboter, die sie im Arbeitsalltag vor externen Einflüssen wie extremer Hitze, Stößen oder Chemikalien schützen soll. „Aktuell schauen die Roboter nicht so aus, als könnten sie z. B. neben einem Hochofen arbeiten“, sagt Gründer Mario Curvelo Carvalho. Cybershell soll das nun ändern. Die Idee wurde zuletzt beim Riz-up-Preis des Landes Niederösterreich in der Kategorie „Innovativ genial“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet (brutkasten berichtete).

Cybershell ist ein „First of a kind“

Laut Curvelo Carvalho gibt es ein Produkt wie Cybershell noch nicht auf dem Markt. „Cybershell ist ein First of a Kind. Es gibt Hersteller, die Abdeckungen und so für Roboter machen. Aber es gibt unseres Wissens nach noch keinen Hersteller, der das im humanoiden Bereich macht“, sagt der Niederösterreicher. Dementsprechend schwierig seien manche Schritte für Cybershell, da es noch keine Referenzbeispiele gebe. „Ich komme mir manchmal vor wie wenn ich vor einem Dschungel mit einer Planierraupe stehe und mir dort erst meinen Weg ebnen muss“, sagt Curvelo Carvalho.

Erstmalige Versicherung einer Flotte

Laut dem Gründer ergibt sich durch seine Technik ein entscheidender Vorteil: Durch Schadensreduktion, Austauschbarkeit und standardisierte Betriebs- und Wartungsdaten gebe es eine bessere Grundlage für die Versicherbarkeit von humanoiden Robotern. „Die Versicherung hat das erste Mal die Möglichkeit, auf Daten zurückzugreifen und damit zu arbeiten. Damit können Versicherer Risiken, Schadenwahrscheinlichkeiten und mögliche Prämiengrundlagen besser bewerten“, erklärt der Founder und ergänzt: „Die Versicherungen sagen aktuell ‚Wir haben keine Werte, wir können hier nicht berechnen, wie hoch die Ausfallsrate ist und wie viel Schaden da wirklich auf uns zukommt.“ Doch bevor eine Flotte versichert werden kann, braucht Cybershell die notwendigen Zertifikate. An diesen werde gerade gearbeitet.

Modularer Aufbau

Das Startup setzt auf einen modularen Aufbau. Die Protektoren für z. B. Schultern, Arme und Beine sind getrennt abnehmbar und greifen nicht in Antrieb, Steuerungssoftware oder Sicherheitslogistik ein. „Es geht darum, die Downtime zu reduzieren. Wenn ein Roboter beschädigt wurde, dann wollen wir nicht, dass der ganze Roboter getauscht wird. Es soll einfach das beschädigte Modul werkzeuglos abgenommen werden und das neue Modul eingesetzt werden und nach 20 Minuten soll die Downtime vorbei sein“, erklärt Curvelo Carvalho. Die Außenschicht besteht aus fünf Layern, wobei jeder eine eigene Funktion hat und unterschiedlich anpassbar ist, je nachdem, wo der Roboter zum Einsatz kommt.

Das Patent als nächster Milestone

Das Unternehmen befindet sich aktuell noch vor der Gründungsphase und ist gebootstrappt. Gründen und die Suche nach Investoren machen laut Curvelo Carvalho erst dann Sinn, wenn die Firma das entsprechende Patent habe. Dafür müsse zuvor noch die Firma gegründet werden. Es läuft somit alles auf das Patent hinaus, noch im Herbst soll der Antrag gestellt werden. Förderungen hat Cybershell noch keine erhalten, jedoch hat das Startup bereits einen FFG-Patenscheck, also einen ersten Schritt in Richtung FFG-Förderung.

Eine Auswanderung in die USA stellt für Curvelo Carvalho aktuell keine Option dar. In Europa dauert zwar der Aufbau eines Unternehmens länger als in den USA, doch Cybershell habe hierzulande alles, was es für den Aufbau benötige. „Wir können hier vom Ökosystem, von den Inkubatoren und von den Förderungen profitieren. Cybershell muss ein niederösterreichisches Unternehmen werden. Das steht ganz groß auf unserer Flagge drauf“, sagt Curvelo Carvalho.

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