04.06.2021

FitOaty: Bodybuilder-Meisterin Christina Schwarz gründet Haferflocken-Startup

Die Kraftsportlerin Christina Schwarz, die bei Bodybuildingwettkämpfen in der Bikiniklasse bereits Titel gewann, hat mit ihrem Unternehmen FitOaty eine Frucht-Hafermahlzeit aus dem Kühlregal im To-Go-Becher entwickelt. Sie benutzt für die Haltbarkeit ihrer Produkte Druck statt Hitze und möchte mit ihrer Idee einem stressigen Alltag entgegenwirken.
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FitOaty, Schwarz, Christina Schwarz
(c) FitOaty/FB - Christina Schwarz hält mit Druck ihre FitOaty-Produkte länger frisch.

Christina Schwarz ist Fitness-Athletin und nahm bereits an einigen Bodybuilding-Wettkämpfen erfolgreich teil. „Wenn man sich so viel mit Sport und seinem eigenen Körper auseinandersetzt, wird ein Thema ein essentiell wichtiger Bestandteil im Leben: gesundes Essen“, sagt die Betriebswirtschaftlerin. Wie andere Sportler setze sie daher auf Haferflocken: „Denn, die sind reich an Proteinen, Eisen, Zink sowie voller Ballaststoffe, regen die Verdauung an und halten lange satt.“ Doch für ein derartiges Frühstück benötige es oft eine gewisse Zeit, die im hektischen Alltag oft nicht vorhanden sei, so die Erfahrung der Gründerin. Deswegen hat sie FitOaty entwickelt.

FitOaty To-Go

Hierbei handelt es sich um eine frische und sofort verzehrbare Frucht-Hafermahlzeit aus dem Kühlregal im To-Go-Becher aus recyceltem PET. Das spezielle Herstellungsverfahren, mit Druck statt Hitze, soll die Produkte länger haltbar machen und das ohne Vitaminverlust. Alle Sorten sind vegan, laktosefrei und ohne Zuckerzusatz.

(c) FitOaty/FB – Christina Schwarz zu sehen in der „Höhle der Löwen“.

Farb-, Konservierungs-, oder Aromastoffe möchte das Oatmeal komplett vermeiden. Auch auf industriellen Zucker könne die Gründerin verzichten, da ihre Mahlzeiten Fruchtzucker für eine natürliche Süße enthalten. Laut Produktpalette gibt es die Oatmeal Haferflocken von FitOaty in drei Sorten. Alle Hafermahlzeiten haben ein Topping aus Chiapudding und Frucht. Die Sorte Beerenliebe ist eine Hafermahlzeit mit Erdbeeren und Himbeeren. Mangoment ist eine Kombination aus fruchtiger Mango und exotischem Kokos und der Spinatschubser wird als minzige Spinat-Bananen-Hafermahlzeit beworben.

Wer Christina Schwarz beim Pitch ihres Startups erleben möchte, hat am Montag Abend die Gelegenheit dazu. Sie tritt in der „Höhle der Löwen“ auf. Weiters dabei: Mary’s Dream Coffee, Routago, miss.pinny und Click A Tree/B’n’Tree.

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Rendering der Anlage in Bruck an der Leitha | (c) OMV Aktiengesellschaft
Rendering der Anlage in Bruck an der Leitha | (c) OMV Aktiengesellschaft

Während man sich im Individualverkehr in den vergangenen Jahren tendenziell von der Idee verabschiedet hat, bleibt Wasserstoff vor allem für Schwerverkehr, Flugverkehr und Industrie eine zentrale Wette in der Energiewende. Konkret grüner Wasserstoff, der mittels Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Mit einer 140-Megawatt-Anlage im niederösterreichischen Bruck an der Leitha will der heimische Energieriese OMV im Joint Venture mit Masdar aus Abu Dhabi eine der größten Anlagen Europas bauen (brutkasten berichtete zuletzt über eine Förderzusage durch die aws über 123 Mio. Euro).

Direkte Pipeline zur Raffinerie Schwechat

Ab Ende 2027 soll die Anlage bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren und diesen direkt über eine 22 Kilometer lange Pipeline in die OMV-Raffinerie Schwechat liefern. Dort wird dieser dann in der Produktion von Kraftstoffen und chemischen Produkten eingesetzt und soll die direkten Emissionen um zehn Prozent bzw. 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren. „Die Produktion von grünem Wasserstoff in Österreich ermöglicht es uns, den Einsatz nachhaltigerer Energie in unserer Produktion sowie für unsere innovativen Produkte zu erhöhen. Der Bau einer der größten Anlagen für grünen Wasserstoff in Europa ist ein wichtiger Meilenstein bei der Dekarbonisierung unserer industriellen Prozesse“, meint dazu Reinhard Florey, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CFO von OMV.

EIB-Darlehen: Nehammer betont Bedeutung für Souveränität

Die Kosten für den Bau der Anlage in Bruck an der Leitha sind mit insgesamt 600 Millionen Euro veranschlagt. Nach der genannten Förderung durch die aws holt sich die OMV nun den größten Brocken des notwendigen Budgets – 450 Millionen Euro – in Form eines Darlehens der Europäischen Investitionsbank (EIB). „Die Darlehenszusage der Europäischen Investitionsbank ist ein starkes Signal für das Vertrauen in die Transformationsstrategie von OMV und unsere Fähigkeit, Großprojekte umzusetzen, die zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen“, kommentiert Florey.

Reinhard Florey und Karl Nehammer beim Signing | (c) OMV Aktiengesellschaft

EIB-Vizepräsident und Ex-Bundeskanzler Karl Nehammer betont in einem Statement die Relevanz für die europäische Souveränität. „Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein des Übergangs zu einem wettbewerbsfähigen, klimaneutralen und sicheren Energiesystem für Europa“, so Nehammer. „Diese Investition legt zudem den Grundstein für die künftige Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen und unterstützt damit die Klima- und Energiesicherheitsziele der EU.“

OMV: „Netto-Null-Emissionen“-Ziel für 2050

Im Rahmen ihrer „Strategie 2030“ strebt die OMV bis Ende des Jahrzehnts eine Wasserstoff-Produktionskapazität von rund 900.000 Tonnen an. Dazu sind bereits kleinere Anlagen an verschiedenen europäischen Standorten in Betrieb. Anlagen für nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel) und hydriertes Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil) befinden sich in Umsetzung. Bis 2050 hat sich der Konzern das Ziel „Netto-Null-Emissionen“ gesetzt.

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