17.09.2020

fit4internet erhält Preis beim deutschen Personalmanagement Awards 2020

Der vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) initiierte Verein fit4internet wurde vom Bundesverband der Personalmanager (BPM) in Deutschland mit dem dritten Platz des Personalmanagement Awards 2020 in der Kategorie "Non-Profit" ausgezeichnet.
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fit4internet
(c) stock.adobe/fizkes - Der Verein fit4internet zur Steigerung digitaler Kompetenzen wurde in Deutschland mit einem Preis prämiert.

Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) ist mit mehr als 4000 Mitgliedern die führende berufsständische Vereinigung für Personalverantwortliche in Deutschland und hat am 15. September herausragende Projekte in der HR-Arbeit mit dem Personalmanagement Award ausgezeichnet. Eine Jury aus BPM-Vertreterinnen und -Vertretern sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zeichnete in der Kategorie „Non-Profit-Organisationen und Öffentlicher Sektor“ fit4internet, den Verein zur Steigerung digitaler Kompetenzen, mit dem dritten Platz aus.

Drei fit4internet-Instrumente

Mit der Entwicklung und dem Einsatz der f4i-Instrumente secCHECK (Selbstevaluierungstool), secQUIZ , einem Wissenstest, sowie der secAPP für die Sicherheitskompetenz, konnte die Fachjury überzeugt werden.

Nutzung digitaler Technologie als Ziel

fit4internet ist eine überparteiliche Initiative zur Qualifizierung und Quantifizierung digitaler Kompetenzen der österreichischen Bevölkerung. Oberstes Ziel ist die Ermöglichung einer kompetenten Nutzung digitaler Technologien und breiter Teilhabe der gesamten Gesellschaft an der Digitalisierung.

fit4internet versteht sich dabei als gemeinnütziger und nicht gewinnorientierter Verein und fungiert in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, Institutionen sowie Organisationen als Plattform zur Steigerung der digitalen Kompetenzen in Österreich.

Mit digitalem Wandel Schritt halten

User werden dabei unterstützt, mit dem raschen digitalen Wandel Schritt zu halten und durch Qualifizierungsangebote ihr Wissen und Know-how für ihre persönliche und berufliche Entwicklung einzusetzen, die heutzutage notwendig sind.

Digitale Fertigkeiten besonders bei HR gefragt

Um die Wichtigkeit digitaler Kompetenzen auch im Personalmanagement-Bereich weiß auch Ulrike Domany-Funtan, Generalsekretärin fit4internet: „Ohne digitale Fertigkeiten geht es heute nicht mehr – vor allem im HR-Bereich sind diese von enormer Bedeutung. Es macht uns sehr stolz, dass der BPM dies erkennt und unsere Leistungen in dieser Form würdigt.“

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Oliver Hamedinger und Jade Bailey, Gründungsduo von Joyh © Joyh Design OG

Ein Spaziergang durch die Wiener Innenstadt oder den Gürtel genügt: Stuckfassaden, hohe Fenster, verzierte Erker – jene Gründerzeithäuser, wegen derer jährlich Millionen Tourist:innen nach Wien kommen. Fast alle sind heute begehrte Wohnadressen. Dasselbe Bild findet sich auch in vielen anderen europäischen Städten wieder, von Paris bis Berlin.

Doch während die Gebäude nach außen mit ihrer Schönheit glänzen verbirgt sich im Inneren ein Energieeffizienz-Alptraum. Rund 80 Prozent der österreichischen Gebäude stammen aus der Zeit vor der ersten OIB-Wärmeschutzrichtlinie, und liegen großteils in einer der schlechtesten Energieklassen. Die Sanierungsrate lag zuletzt bei 1,2 Prozent, denn aufgrund der Fassadenerhaltung scheitert es meist an der Genehmigung. Genau hier will das Wiener Startup Joyh ansetzen. Mit Sandfassaden aus dem 3D-Drucker will man die Gründerzeithäuser energietechnisch in die Neuzeit holen.

Designideen der dämmenden, 3D-gedruckten Fassaden © Joyh Design OG

Ideenfindung auf der Dubai Design Week

Die Idee dazu entstand zufällig: 2023 druckten und gestalteten die beiden Gründer:innen eine Sandskulptur für die Dubai Design Week. Tagelang stand sie in praller Sonne im Freien. „Wir haben gemerkt, dass sie sich beim Anfassen gar nicht aufgeheizt hat“, erzählt Mitgründer Oliver Hamedinger.

Der Grund liegt in der Porosität des Materials: „Der beste Wärmedämmstoff ist Luft“, erklärt Hamedinger – und 3D-gedruckter Sand enthält davon mehr als Beton oder Ton. Mit dieser Erkenntnis in der Tasche gründeten Oliver Hamedinger und Jade Bailey 2024 ihr Sanierungsstartup mit einer klaren Haltung: „Die Gebäude von 2050 stehen schon. Wir müssen nur einen neuen Weg finden, sie zu sanieren“, sagt Co-Founderin Bailey.

Die 3D-gedruckte Skulptur aus Sand auf der Dubai Design Week © Joyh Design OG

Ein Bauteil statt vieler Schichten

Joyh setzt hier mit seinem System „Brian“ an: mineralische Bauteile, gedruckt per Binder-Jetting aus Sand – demselben Verfahren, mit dem sonst Formen für den Stahlguss entstehen. Aktuell arbeitet man für den Druck der einzelnen Fassadenteile mit der voestalpine Foundry Group zusammen, die über die nötigen Maschinen verfügt.

Für die Sanierung wird die Fassade zuvor digital gescannt. So entsteht auch ein digitaler Zwilling, der vor allem bei Reparaturen interessant wird. Die einzelnen Fassadenelemente sind laut Hamedinger rund 12 bis 15 Kilogramm schwer“ die Größe, die ein Bauarbeiter allein auf der Baustelle handhaben darf“ und werden ohne Kleber ineinandergesteckt. Das ermöglicht laut Gründerduo nicht, nur eine simple Anbringung sondern auch einen separaten Austausch.

Eine vollständige thermische Sanierung kostet aktuell 600 bis 800 Euro pro Quadratmeter. Das ist zwar mehr als klassisches WDVS (Wärmedämmverbundsystem), eine mehrschichtige Konstruktion an der Außenseite von Gebäuden, die zur effektiven Wärmedämmung dient, für Gründerzeitfassaden, durch die ganzheitlich benötigte Abtragung allerdings ungeeignet. „Ein großer Teil des Wiener Altbestands fällt aus der Sanierungslogik heraus, weil die üblichen Systeme dort nicht infrage kommen. Genau diese Gebäude wollen wir erreichen“, sagt Mitgründerin Jade Bailey.

Erster Prototyp beim Ars Electronica Festival 2025: Die größte selbsttragende Wand aus 3D-gedrucktem Sand. © Joyh Design OG

Software soll skalieren

Die operative Sanierung soll allerdings nicht bei Joyh bleiben. Skalieren will man hingegen über die dazugehörige Plattform „D2P“, die aktuell aus den Gebäudedaten die fertigungsfertige Druckdateien erzeugt. Diese soll langfristig als Abo-Modell an Architekt:innen und Fertigungspartner:innen weltweit lizenziert werden. „Ein Produkt kann man kopieren. Ein System, das mit jedem Projekt dazulernt, nicht“, sagt Hamedinger.

Von Architektur und Technik zum Startup

Hamedinger bringt technisches Know-how mit, unter anderem aus seiner Zeit bei Siemens, Bailey ist ausgebildete Architektin mit Erfahrung in Österreich, Deutschland, Großbritannien und den USA. Finanziert haben die beiden ihr Startup bislang aus mehreren Quellen: Rund 30.000 Euro brachten sie privat ein, dazu kam eine FFG-Patentförderung. Zuletzt sicherte sich das Team 202.000 Euro aws-PreSeed-Deep-Tech-Förderung und gewann das nationale Finale des ClimateLaunchpad Austria.

Bevor ihr System auf reale Fassaden kommt, muss es sich noch durch Brandschutz-, Statik- und Frost-Tau-Prüfungen beweisen, erste Pilotprojekte sind für Anfang 2027 geplant. „Der eigentliche Test kommt erst, wenn wir es auf echte Fassaden bringen“, sagt Bailey. Ab Mitte desselben Jahres will das Gründerduo zusätzlich strategische Investor:innen an Bord holen.

Erster Prototyp-Scan eines Ornaments an einem Wiener Altbau © Joyh Design OG
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fit4internet erhält Preis beim deutschen Personalmanagement Awards 2020

  • Der Bundesverband der Personalmanager ist mit mehr als 4000 Mitgliedern die führende berufsständische Vereinigung für Personalverantwortliche in Deutschland und hat am 15. September herausragende Projekte in der HR-Arbeit mit dem Personalmanagement Award ausgezeichnet.
  • Eine Jury aus BPM-Vertreterinnen und -Vertretern sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zeichnete in der Kategorie „Non-Profit-Organisationen und Öffentlicher Sektor“ fit4internet, den Verein zur Steigerung digitaler Kompetenzen, mit dem dritten Platz aus.
  • User werden bei fit4internet unterstützt, mit dem raschen digitalen Wandel Schritt zu halten.

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