21.06.2016

Firstbird: JobCloud als neuer Investor an Bord

Die Online-Personalempfehlungsplattform Firstbird hat seine zweite Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Das Schweizer Jobportal JobCloud steigt in das Unternehmen ein, zwei weitere Investoren bauen ihre Beteiligungen aus. Insgesamt kann sich Firstbird 1,25 Millionen Euro sichern.
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© Firstbird: v.l.: Die Firstbird Gründer Daniel Winter (CTO), Matthias Wolf (COO) und Arnim Wahls (CEO)

Seit der Gründung 2013 ist die cloudbasierten Mitarbeiterempfehlungsplattform Firstbird beständig gewachsen. Nun investiert auch der Schweizer Online-Stellenmarkt JobCloud in das Wiener Startup und erhält dafür 8,6 Prozent der Anteile. Zusätzlich bauen auch zwei bestehende Investoren ihre Beteiligung aus. Die Beratungsgesellschaft Kienbaum aus Deutschland sowie José Tolovi Jr., der ehmalige Aufsichtsratsvorsitzende von Great Place to Work aus den USA, vergrößern ihr Investment. Aus der zweiten Finanzierungsrunde steigt Firstbird dadurch mit insgesamt 650.000 Euro frischem Wachstumskapital aus. Das Gesamtengagement aller Investoren beträgt heuer 1, 25 Millionen Euro.

Redaktionstipps

Das internationale Wachstum stärken

Zum Einstig der JobCloud AG bei Firstbird sei es gekommen, da man überzeugt sei, „dass die Zukunft des Recruiting intelligenten und smarten digitalen Lösungen gehört“,  sagt JobCloud-CEO Renato Proficio. Mit dem investierten Kapital möchte Firstbird nun sein weiteres internationales Wachstum finanzieren. Im März wurde bekannt, dass eine Expansion nach Nordeuropa geplant sei.

Aktuell nutzen über 900 Unternehmen aus 15 europäischen Ländern die Plattform. Ziel von Firstbird ist es, dass Unternehmen neues Personal über das Netzwerk der bereits bestehenden Mitarbeiter finden können.

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Das Gründungsteam von AI Baseline: Xenia Galkina, CEO, und Alexander Czech, CTO | © APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz
Das Gründungsteam von AI Baseline: Xenia Galkina, CEO, und Alexander Czech, CTO | © APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz

KI-Agenten sollen in Unternehmen und Organisationen zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen – etwa die Analyse von Hunderttausenden Seiten interner Berichte, Dokumente und Richtlinien. Bisherige Retrieval-Systeme stoßen dabei jedoch an technische und ökonomische Grenzen, meint man beim Wiener Startup AI Baseline. Ein KI-Agent beginne bei aktuellen Ansätzen nämlich für jede neue Frage eine eigenständige Suche, wodurch dieselben Dokumente immer wieder neu verarbeitet werden müssten. Das führe zu einem hohen Verbrauch an kostenpflichtigen Modell-Tokens, Rechenleistung und Zeit. Bei anspruchsvollen Fragen könne die Beantwortung bis zu 40 Minuten dauern, während die zugrunde liegenden Textfragmente oft nicht mehr bis zur Originalquelle zurückverfolgt werden können.

„Knowledge Space“ für mehr Effizienz und Transparenz

Um dieses Zusammenspiel aus Effizienz- und Transparenzproblemen zu lösen, hat das von CEO Xenia Galkina und CTO Alexander Czech gegründete Unternehmen eine neue Retrieval-Architektur entwickelt. Das System bildet Informationen in einer logisch verknüpften Ebene ab, wodurch die Herkunft der Daten über die Struktur des sogenannten „Knowledge Space“ erhalten bleibt. Da die aufwendige Strukturierung einmalig bei der Datenaufnahme erfolgt, soll der anschließende Rechercheprozess auch bei großen Datenmengen wirtschaftlich und nachvollziehbar bleiben. Das Versprechen des Startups: Organisationen müssen bei KI-Anfragen nicht mehr zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Qualität wählen.

Überzeugende Benchmark-Vergleiche

Eigenen Benchmark-Tests zufolge soll der „Research Mode“ von AI Baseline im Vergleich zu herkömmlichem agentischen RAG eine um 44 Prozent höhere Antwortqualität liefern, bis zu 22-mal schneller arbeiten und 72 Prozent weniger Input-Tokens verbrauchen. Bei maximaler Performance erreicht das System laut Unternehmensangaben mehr als die doppelte Antwortqualität bei nahezu neunfacher Geschwindigkeit und rund 15 Prozent geringeren Kosten.

20.000 GPU-Stunden auf Supercomputer Leonardo im AI:AT Hub

Das im Dezember 2025 gegründete bzw. im Hub aufgenommene Startup wird von NVIDIA Inception sowie AWS unterstützt und ist Mitglied im AI:AT Coworking Hub der AI Factory Austria. Für die Entwicklung der ersten Produktversion nutzte das bootstrappende Team unter anderem 20.000 GPU-Stunden auf dem europäischen Supercomputer Leonardo, die über die AI Factory Austria und EuroHPC bereitgestellt wurden. „Die Arbeit im AI:AT Hub war für uns ein echter Booster“, heißt es von CEO Xenia Galkina. Der Zugang zu Hochleistungsinfrastruktur habe es erst möglich gemacht, die Technologie in dieser Größenordnung umzusetzen. CTO Alexander Czech verweist zudem auf den Wert des Netzwerks: „Ebenso wertvoll ist die Community: Der Austausch mit anderen Gründern […] und der Zugang zu Experten […] haben uns geholfen, über die Technologie selbst hinauszudenken“.

Die Lösung richtet sich laut AI Baseline vor allem an technische Teams in regulierten und datenintensiven Branchen wie Life Sciences, Healthcare, Recht, Finanzforschung und dem öffentlichen Sektor. Während der aktuellen Beta-Phase kann die Architektur über eine API oder als Claude Skill getestet werden. Zudem sucht das Unternehmen derzeit Design-Partner für seine Ingestion Engine.

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