22.02.2019

Wiener Firmenchat-Startup Grape sichert sich strategisches Investment

Der Wiener Chat-Anbieter Grape hat durch ein strategisches Investment der TEC-Gruppe einen weiteren Schritt im Kampf um die "on-premise"-Chat-Vorherrschaft geschafft. Nun will man den europäischen Markt noch stärker in Angriff nehmen.
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Grape, Felix Häusler
(c) Grape - Gründer Felix Häusler möchte mit seiner App Firmen-Chats erobern und kann nun ein strategisches Investment vorweisen.

Das Wiener Firmenchat-Startup Grape hat mit seiner Chat-App für interne Firmenkommunikation bereits öfter von sich Reden lassen: Man erinnere sich an eine „Kriegserklärung“ an WhatsApp in der Diskussion um die DSGVO oder die Akquise von neuen Großkunden, wie etwa APA, Wiener Stadtwerke oder WGKK. Nun teilte das Startup mit, dass sich gleich zu Jahresbeginn die Haupteigentümer der TEC Gruppe bei Grape eingekauft haben. Genauere Zahlen wollte man nicht nennen, auf Nachfrage des brutkasten war von einem höheren sechsstelligen Betrag die Rede.

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Grape: „Showdown“ eröffnet

Die TEC Gruppe ist ein heimischer IT-Anbieter (speziell Gas- und Railway-Sektor). Sie steigt mit ihrer Beteiligung beim Chat-Startup in den großen Messenger-Konkurrenzkampf in Europa ein. Bei Grape geht man gar von einem „Messenger-Showdown“ aus. Denn während Microsoft und Slack um die Cloudherrschaft kämpfen würden, werde die Frage immer größer, welcher Anbieter das Rennen im „On-Premise“-Markt schaffen könne. Denn dort sei vom Energieanbieter bis Autohersteller die gesamte kritische Infrastruktur Europas angesiedelt, so Grape.

Mehr Europa, mehr Ausschreibungen

„Dank dem strategischen Investments können wir uns nun schneller am Europäischen Markt etablieren und an mehr Ausschreibungen teilnehmen. Peter Lehner (Anm.: Vorstand der ONTEC) und Ernst Rohrschach stehen uns mit ihrem Investment nicht nur mit Entwicklungs- und Hostingressourcen zur Seite, sondern beraten mein Team und mich auch bei strategischen Entscheidungen. Dies ist für uns von enorm großen Wert“, sagt Felix Häusler, CEO von Grape.

Bessere Kommunikation im Unternehmen

Auch Lehner betont die Wichtigkeit geschützter interner Kommunikation: „Sicherheit in der Kommunikation wird in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Das Team von Grape hat eine zukunftsweisende Lösung entwickelt. Mit der Partnerschaft können wir unseren Kunden ab sofort eine sichere Kommunikationslösung anbieten, die den Nutzern durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz zusätzlich enorme Verbesserungen im Kommunikationsalltag bietet“, sagt er. Grape erweitere nun das Portfolio des IT Unternehmens ONTEC AG. Zu den Kunden der TEC-Gruppe, die mit vier Firmen und 400 Mitarbeitern rund 40 Millionen Umsatz erwirtschaften, zählen zahlreiche Top 500 Unternehmen aus verschiedenen Branchen.

 

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Das Bitpanda-Kryptoangebot direkt im Online-Banking der Hausbank – damit gewann die Bitpanda B2B-Schiene Bitpanda Enterprise bereits zahlreiche Banken in Europa, im arabischen Raum und auch in Südamerika als Kunden. Nun holte man sich mit der bulgarischen Fibank, die mehr als eine Million Kund:innen zählt, einen weiteren europäischen Player an Bord.

„Logischer nächster Schritt“

Das Service soll ab Anfang 2027 verfügbar sein, die Fibank sei dann die erste Bank in Bulgarien mit einem derartigen Angebot, heißt es von Bitpanda. „Die Art und Weise, wie unsere Kunden ihre Finanzen verwalten, verändert sich rasant. My Fibank muss sich mit ihren Bedürfnissen weiterentwickeln. Die Partnerschaft mit Bitpanda ist deshalb der logische nächste Schritt auf dem Weg zu einer digitalen Plattform, über die unsere Kunden bequem auf ein immer breiteres Spektrum an Finanzlösungen zugreifen können“, kommentiert Fibank-CEO Nikola Bakalov.

Regulatorik als wichtigstes Verkaufsargument

Er spricht auch das zentrale Verkaufsargument des Wiener Krypto-Unicorns an, das sich seit Jahren als Musterschüler in Sachen Regulatorik positioniert. „Besonders wichtig ist uns, diese neue Möglichkeit gemeinsam mit einem etablierten europäischen Technologiepartner und im Einklang mit den geltenden europäischen Anforderungen umzusetzen“; so Bakalov.

CEE-Expansion für Bitpanda Enterprise auch über RBI-Kooperation

Die Kooperation mit Fibank ist nicht der einzige Expansionsschritt von Bitpanda Enterprise im CEE-Raum. Erst kürzlich präsentierte man gemeinsame Pläne mit der Raiffeisen Bank International (RBI), das bereits in mehreren österreichischen Raiffeisen-Landesbanken laufende Krypto-Angebot schrittweise auch auf die CEE-Töchter des Konzerns auszuweiten (brutkasten berichtete). In Bulgarien hat die RBI seit einem Verkauf 2022 keine Tochterbank mehr.

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