05.12.2024
SANIERUNG BEANTRAGT

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz

Das Linzer IT-Unternehmen FireStart kann einen Covid-Kredit nicht zurückzahlen und stellte nun einen Antrag auf Sanierung.
/artikel/firestart-covid-kredit-insolvenz
easyvegan Pixelrunner FireStart P4 Therapeutics - Insolvenzen
(c) Adobe Stock

Davor, dass es so kommen könnte, wurde in letzter Zeit immer wieder gewarnt: Österreich ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage ohnehin schon mit einem sehr hohen Insolvenz-Aufkommen konfrontiert. Und nun werden – mitten in der Rezession – viele während der Corona-Pandemie vergebene Notkredite für Unternehmen fällig.

Series A über vier Millionen Euro für FireStart 2020

Genau mit dieser Situation war nun das auf Prozessautomatisierung spezialisierte Linzer IT-Unternehmen FireStart konfrontiert, das auch einen Standort in Wien betreibt. 2008 als Startup gegründet holte es im Laufe der Zeit mehrere Investoren an Bord und gewann Referenzkunden wie Flughafen Zürich, Wien Energie, KTM und PWC. Noch im Juni des Corona-Jahrs 2020 schloss das Unternehmen seine Series A-Finanzierungsrunde über vier Millionen Euro ab, wie brutkasten berichtete.

Insolvenzantrag: „Vereinbarte, aber nicht bezahlte Raten“

Während der Coronakrise wurde auch ein durch die aws und die COFAG garantierter Kredit aufgenommen. Dieser konnte nicht refinanziert werden, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) heute schreibt. FireStart musste Insolvenz anmelden und brachte einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung ein. „Eine Fälligstellung der Hausbank führte zum Eigenantrag. Dabei ist die Rede von vereinbarten, aber nicht bezahlten Raten“, heißt es dazu in einem Artikel von meinbezirk.at mit Bezug auf Angaben von Creditreform.

Gehälter seit November offen

Schulden von rund 4,67 Millionen Euro stehen laut AKV Aktiva von rund 412.000 Euro gegenüber. Etwa 100 Gläubiger:innen sowie 17 Dienstnehmer:innen sind betroffen. Deren Gehälter sind bereits seit November offen. Der beantragte Sanierungsplan sieht eine Quote von 30 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren vor und wird nun überprüft.

„Managementfehler“ bei FireStart

„Zwischen 2019 und 2022 kam es zu Managementfehlern und ineffizientem Kostenmanagement. Mittlerweile wurde das Management gewechselt und das Produktionsportfolio verbessert“, heißt es bei meinbezirk.at weiter. Dazu wird Venka Stojnic von Creditreform zitiert: „Es wurden bereits Reorganisationsmaßnahmen gesetzt. Weitere, wie der Ausbau und die Erweiterung des Vertriebes und Vermarktung sowie Produktpalette, sollen folgen. Laut Eigenantrag soll eine wesentliche Maßnahme die Refinanzierung des Fremdkapitals im Rahmen des Sanierungsplanes mit Hilfe der Gesellschafter sein.“

Deine ungelesenen Artikel:
20.08.2026

Nach zehn Jahren in Wien: SuperCycle startet Franchisemodell für ganz Österreich

100 Mitarbeitende und mehr als 73.000 Kund:innenkonten kann sich das Indoorcycling-Unternehmen auf die Fahnen schreiben. Jetzt öffnet SuperCycle das Konzept für Franchisepartner:innen. Bald sollen neue Studios in ganz Österreich entstehen und die langjährige Nachfrage aus den Bundesländern bedienen.
/artikel/nach-zehn-jahren-in-wien-supercycle-startet-franchisemodell-fuer-ganz-oesterreich
20.08.2026

Nach zehn Jahren in Wien: SuperCycle startet Franchisemodell für ganz Österreich

100 Mitarbeitende und mehr als 73.000 Kund:innenkonten kann sich das Indoorcycling-Unternehmen auf die Fahnen schreiben. Jetzt öffnet SuperCycle das Konzept für Franchisepartner:innen. Bald sollen neue Studios in ganz Österreich entstehen und die langjährige Nachfrage aus den Bundesländern bedienen.
/artikel/nach-zehn-jahren-in-wien-supercycle-startet-franchisemodell-fuer-ganz-oesterreich
SuperCycle Gründerinnen Rhana Loudon und Olivia "Lilli" Hromatka © SuperCycle / Sigrid Mayer

Discokugel an der Decke, Spiegel an den Wänden und ein neonpinker Schriftzug, auf dem „SuperCycle“ zu lesen ist. Im Takt treten bis zu 40 Beinpaare auf den Bikes und lassen Herzfrequenzen in die Höhe schnellen.

Dieses Gefühl, das SuperCycle seit 2016 in seinen fünf Wiener Studios aufgebaut hat, soll jetzt über die Stadtgrenzen hinausfinden. Seit dem ersten Jahr erreichen Mitgründerin Olivia „Lilli“ Hromatka und ihre Co-Founderin Rhana Loudon laufend E-Mails aus anderen Städten, vor allem aus Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Jetzt reagiert das Unternehmen darauf: Mit einem Franchisemodell soll das Boutique-Cycling-Konzept österreichweit wachsen.

Was hinter dem Konzept steckt

© SuperCycle / Sigrid Mayer

SuperCycle ist ein Indoorcycling-Studio: Auf stationären Rädern fahren die Teilnehmenden im Gruppenkurs zur Musik, angeleitet von Instructor:innen, die Tempo, Widerstand und Choreografie vorgeben. Dabei setzen die Trainer:innen auf durchchoreografierte, HIIT(High-Intensity-Intervall-Training)-basierte Einheiten im abgedunkelten Raum, mit Lichtshow und Playlist als festem Bestandteil der Stunde.

Über 165 solcher Kurse laufen aktuell pro Woche in den Wiener Studios, aufgeteilt auf Formate wie Soft-, Sculpt- und Music-Rides. Die Gründerinnen Loudon und Hromatka haben SuperCycle über das letzte Jahrzehnt ohne Investor:innen aufgebaut.

Zehn Prozent Abgaben und 32.000 Euro Einstiegsgebühr

Konkrete Zahlen zum neuen Franchisemodell nennt Hromatka im brutkasten-Interview: Die monatlichen Gesamtgebühren sollen sollen bei rund zehn Prozent des Nettoumsatzes liegen, dazu kommt die Einstiegsgebühr von 32.000 Euro. Auf weitere Kosten bzw. genauere Zahlen wird im näheren Kennenlernen der Franchise PartnerInnen eingegangen, erklärt Hromatka. Denn wer ein Studio eröffnet, muss auch investieren: SuperCycle-Studios brauchen etwa eine eigene Lüftung sowie einen Raum-in-Raum, um die Musik in voller Lautstärke spielen zu können, ohne die Nachbarschaft zu stören.

Auch die Bikes schaffen sich Franchisenehmer:innen selbst an. Wie hoch die Gesamtinvestition ausfällt, hängt von Studiogröße und Standort ab. Wichtig seien in jedem „Fall Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, die Liebe zu SuperCycle, und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein, um eine Community aufzubauen“, ergänzt die Co-Founderin.

Vier Landeshauptstädte zuerst

Die Expansion soll schrittweise erfolgen. „Ziel wäre Graz, ein bis zwei Studios, Linz, Salzburg, Innsbruck“, so Hromatka. Erst wenn die Partnerschaften in Österreich funktionieren, ist internationale Expansion geplant. „Ich bin ein großer Fan davon, sich realistische Ziele zu setzen“, erklärt die Co-Founderin weiter. Für jeden Standort gibt es laut eigenen Angaben bereits eine Gebietsanalyse, auf deren Basis ein Gebietsschutz vergeben wird, je nach Nachfrage auch mehrere Gebiete pro Stadt.

Rund 30 Interessent:innen, gezielte Auswahl

Bislang haben sich laut Hromatka rund 30 Interessent:innen gemeldet. Gesucht wird nicht in erster Linie Fitnessbranchen-Erfahrung, sondern Haltung: „Es geht nicht darum, dass jemand das aufbauen will, um einfach nur Geld zu machen“, sagt Hromatka. Wichtiger seien Hands-on-Mentalität, Organisationstalent, ein finanzielles Backup und die Bereitschaft, regelmäßig vor Ort im Studio zu sein.

Der Anspruch bleibt laut Hromatka derselbe wie beim Wiener Start: „Wir wollten weg von diesem langweiligen Sport.“ Wer einmal eine Sportart gefunden hat, die Freude macht, bleibt langfristig dabei. Genau dieses Gefühl soll das Franchisemodell nun nach ganz Österreich bringen.

© SuperCycle / Sigrid Mayer
Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4,67 Mio. Euro Schulden: Covid-Kredit zwingt Linzer IT-Unternehmen in Insolvenz