16.10.2020

FinTech-Beirat nimmt seine Arbeit wieder auf – das sind die Teilnehmer

Erstmals unter der türkis-grünen Regierung tritt der FinTech-Beirat wieder zusammen. Im Fokus steht unter anderem die "Regulatory Sandbox".
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FinTech-Beirat tagt wieder - das sind die Teilnehmer - elevator lab 2020
(c) Adobe Stock - zapp2photo

Im Programm der türkis-grünen Regierung wurde es verankert: Der unter türkis-blau eingeführte FinTech-Beirat sollte fortgesetzt werden. Nun ist es soweit, wie es aus dem Finanzministerium heißt. Heute tagt der Beirat erstmals wieder – aufgrund der Covid-Situation virtuell. Es sei geplant, dass „der FinTech-Beirat je nach Bedarf einmal im Quartal zusammentritt“, heißt es vom Ministerium weiter.

FinTech-Beirat: Regulatory Sandbox, Depotgesetz und PensionsApp im Fokus

Einige Themen sind bereits von früher bekannt. Andere kommen neu dazu. So soll es zunächst um die Umsetzung der Regulatory Sandbox, Änderungen im Depotgesetz sowie einen Ausblick auf die im Regierungsprogramm vereinbarte PensionsApp sowie Entwicklungen auf europäischer Ebene gehen. In einer Diskussion mit Stakeholdern sollen zudem Herausforderungen und mögliche Verbesserungen der Rahmenbedingungen besprochen werden.

Unter der schwarz-blauen Regierung waren im FinTech-Beirat mehrere Projekte umgesetzt worden, etwa die Einrichtung der Regulatory Sandbox bei der FMA, das „Compliance-Package“, die Dematerialisierung von Wertpapieren und eine Klarstellungen zu Token.

Zahlreiche Vertreter der Startup-Szene unter Teilnehmern

Finanzminister Gernot Blümel kommentiert in einer Aussendung: „Wir wollen, dass der Finanzplatz Österreich für die Zukunft und vor allem die Zeit nach der Krise gut aufgestellt ist. Dafür ist es wichtig, dass wir uns mit neuen Technologien und Möglichkeiten auseinandersetzen. Die Digitalisierung ändert bestehende Geschäftsmodelle und daher muss auch der Staat auf diese Transformation reagieren. Das Ziel ist eine moderne und bürgerfreundliche Verwaltung, die den Unternehmen Chancen ermöglicht und gleichzeitig Rechtssicherheit gewährleistet“.

Bekanntgegeben wurde auch die aktuelle Liste der Teilnehmer, unter denen sich zahlreiche Vertreter der Startup-Szene finden. Dabei sind Matthias Bauer-Langgartner, Barbara Liebich-Steiner, Roland Gröll, Hannes Cizek, Susanne Kalss, Andreas Kern, Paul Klanschek, Patrick Pöschl, Ursula Rath, Konrad Richter, Thomas Schneckenleitner, Robert Schmidbauer und Paul Pöltner.

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© Wiener Börse/Nik Pichler

Österreichische Unternehmen setzten im bisherigen Jahresverlauf 2026 positive Impulse am Kapitalmarkt, auch wenn die Belebung noch nicht alle Marktsegmente erfasste. Wie das aktuelle IPO Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zeigt, stehen vier Neuzugänge an der Wiener Börse, ein neuer ATX-Rekord sowie zwei Börsengänge österreichischer Unternehmen im Ausland zu Buche.

Die zwei Auslands-Listings waren das Unternehmen Asta Energy, das im Jänner in Frankfurt an die Börse ging, sowie Innio Jenbacher mit dem Börsengang im Juni an der Nasdaq. Parallel dazu entwickelte sich der heimische Aktienmarkt stark: Der ATX inklusive Dividenden erreichte am 28. September mit 17.618,00 Punkten ein neues Allzeithoch und liegt seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent im Plus.

Vier Neuzugänge an der Wiener Börse

Am österreichischen Kapitalmarkt verzeichnete die Wiener Börse im laufenden Jahr vier Neuzugänge. Mit dem Handelsstart der Biogena Good Vibes AG am 10. September im Segment direct market plus kam der vierte Neuzugang an die Börse – brutkasten berichtete. Dem Listing ging eine außerbörsliche Kapitalerhöhung mit öffentlichem Aktienangebot voraus. Laut Unternehmensangaben zeichneten mehr als 2.300 neue Aktionär:innen Aktien, wobei sich der Mittelzufluss auf fast 18 Mio. Euro belief. Zuvor gingen dieses Jahr die Emerald Horizon AG im standard market (brutkasten berichtete), die FIT Group AG im direct market plus und die K2G Holding AG im direct market an den Wiener Markt.

Ein klassischer IPO eines österreichischen Unternehmens im geregelten Markt wurde im dritten Quartal hingegen nicht verzeichnet. Seit Anfang Juli ist der direct market plus zudem als EU-KMU-Wachstumsmarkt registriert, was insbesondere Wachstumsunternehmen und KMU den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern soll.

„Für nachhaltige Belebung des IPO-Markts braucht es gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen“

„Das dritte Quartal zeigt ein differenziertes Bild: Ein klassischer IPO im geregelten Markt blieb zwar aus, zugleich belegen die Neuzugänge und insbesondere das zusätzliche Listing von Biogena, dass der Kapitalmarkt auch für österreichische Wachstumsunternehmen eine relevante Finanzierungsoption sein kann. Dass mehr als 2.300 neue Aktionärinnen und Aktionäre gewonnen und fast 18 Millionen Euro eingeworben wurden, ist ein positives Signal für die Mobilisierung privaten Kapitals“, analysiert Martina Geisler, Partnerin und Leiterin IPO bei EY Österreich.

„Für eine nachhaltige Belebung des heimischen IPO-Markts braucht es nun eine gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen. Entscheidend sind eine überzeugende Equity Story, transparente Governance, realistische Bewertungsvorstellungen und die Bereitschaft, den Kapitalmarkt frühzeitig in die Wachstumsstrategie einzubinden. Der EU-KMU-Wachstumsmarkt kann dabei helfen, die Einstiegshürden für kleinere und mittlere Unternehmen zu senken“, so Geisler weiter.

Wer den Kapitalmarkt in Betracht ziehe, müsse daher „frühzeitig Börsenreife herstellen und seine Equity Story klar auf die Bedürfnisse eines internationalen Investorenkreises ausrichten“, heißt es von EY.

Erweiterung im global market

Neben den Neuzugängen erweiterte die Wiener Börse am 9. September den global market – das Handelssegment für bereits an anderen Börsen notierte internationale Aktien – um 45 Titel aus dem Nasdaq 100 und dem S&P 500. Damit sind dort nun erstmals mehr als 1.000 internationale Wertpapiere in Euro, zu Inlandskonditionen und während der Wiener Börsenzeiten handelbar. Bei diesen Einbeziehungen handelt es sich nicht um österreichische IPOs.

Im weltweiten Vergleich blieben die IPO-Märkte im dritten Quartal 2026 mit 367 Börsengängen nahezu stabil (Vorjahresquartal: 374), während das Emissionsvolumen um 79 Prozent auf 93,3 Mrd. US-Dollar stieg. „Die hohen Emissionsvolumina dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erholung des IPO-Markts noch nicht in der Breite angekommen ist. Das dritte Quartal wurde stark von wenigen sehr großen Transaktionen geprägt“, erläutert Geisler.

Weltweit entfielen im dritten Quartal rund 75 Prozent des Platzierungsvolumens auf die Branchen Advanced Manufacturing und Technology. Getragen werde der Markt laut EY von Equity Stories, die auf kritische Infrastruktur und Energie, KI und Robotik sowie Verteidigung einzahlen.

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AI Summaries

FinTech-Beirat nimmt seine Arbeit wieder auf – das sind die Teilnehmer

  • Im Programm der türkis-grünen Regierung wurde es verankert: Der unter türkis-blau eingeführte FinTech-Beirat sollte fortgesetzt werden.
  • Heute ist es wieder soweit, es sei geplant, dass „der FinTech-Beirat je nach Bedarf einmal im Quartal zusammentritt“, heißt es vom Ministerium weiter.
  • Thematisch  soll es zunächst um die Umsetzung der Regulatory Sandbox, Änderungen im Depotgesetz sowie einen Ausblick auf die im Regierungsprogramm vereinbarte PensionsApp sowie Entwicklungen auf europäischer Ebene gehen.
  • Bekanntgegeben wurde auch die aktuelle Liste der Teilnehmer, unter denen sich zahlreiche Vertreter der Startup-Szene finden.
  • Dabei sind Matthias Bauer-Langgartner, Barbara Liebich-Steiner, Roland Gröll, Hannes Cizek, Susanne Kalss, Andreas Kern, Paul Klanschek, Patrick Pöschl, Ursula Rath, Konrad Richter, Thomas Schneckenleitner, Robert Schmidbauer und Paul Pöltner.

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