28.10.2021

Fifty Years: In diesen VC sind 44 Unicorn-Gründer:innen investiert

Der VC Fifty Years aus San Francisco setzte gerade seinen dritten Fonds mit 90 Millionen US-Dollar auf. Die prominenten Kapitalgeber:innen beraten die Portfolio-Unternehmen auch.
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Fifty Years: Die Gründer:innen Ela Madej und Seth Bannon
(c) Fifty Years: Die Gründer:innen Ela Madej und Seth Bannon

Spotify, Github, Skype, Supercell, Minecraft, Dropbox, Unity, Klarna, Zendesk, Kahoot und Upstart – Gründer:innen dieser Unternehmen haben nicht nur gemeinsam, dass sie den Unicorn-Status (und noch viel mehr) erreicht haben. Sie sind auch allesamt in einen gerade einmal fünf Jahre alten Early Stage-VC aus San Francisco investiert: Fifty Years.

Unicorn-Gründer:innen beraten Portfolio-Unternehmen

Dass sie sich alle gerade diese Beteiligungsgesellschaft ausgesucht haben ist kein Zufall. Man habe bereits bei der Gründung angestrebt, 20 Unicorn-Gründer:innen als Kapitalgeber:innen zu gewinnen, die auch bereit seien, die Portfolio-Unternehmen gelegentlich zu beraten, erzählt Fifty Years-Co-Founder Seth Bannon dem US-Magazin TechCrunch. Der Plan, den Bannon mit seiner Mitgründerin Ela Madej erdacht hat, ist aufgegangen: Geworden sind es ganze 44.

Spezialisiert ist der Fonds auf DeepTech. Mehrere Portfolio-Unternehmen sind ihrerseits bereits Unicorns und ein paar der Gründer:innen mittlerweile selbst investiert. Denn nun wurde der bereits dritte Fonds aufgestellt – mit 90 Millionen US-Dollar Volumen. Insgesamt kommt man so auf 200 Millionen verwaltete US-Dollar. Im Portfolio sind BioTech-Unternehmen wie das Laborfleisch-Startup Upside Foods oder SpaceTech-Unternehmen wie das von SpaceX mitgegründete Startup Varda, das Fabriken im Weltall schaffen will. Ein besonderer Fokus liegt auch auf Technologien zur CO2-Reduktion – das führte auch zu zahlreichen Co-Investments mit dem VC Lowcarbon Capital.

Mehrere Fifty Years-Programme zur Förderung von Spin-offs

Zentral in der Strategie des VC ist die Förderung von Spin-offs. So betreibt Fifty Years etwa ein zehnwöchiges Programm, in dem PhD-Studierende eine Einführung in Unternehmertum und Venture Capital bekommen. In einem anderen Programm werden je 50 Top-Biolog:innen aus den gesamten USA zusammengebracht und bekommen Input zum Thema Entrepreneurship. Auch über eine Connection zum Programm Y-Combinator werden immer wieder Portfolio-Unternehmen gescoutet.

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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