01.08.2025
INVESTMENT

Fiber Elements: Leobener Startup erhält 2,6 Mio. Euro für nachhaltige Baustoff-Alternative

Das steirische Startup Fiber Elements hat sich ein Investment in Höhe von 2,6 Millionen Euro gesichert. Einer der Investoren ist der Amadeus Apex Technology Fund rund um Hermann Hauser.
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© Fiber Elements entwickelte eine Technologie zur Herstellung von Basaltfasern.

Die Bauindustrie steht derzeit vor einem tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, steigende Materialkosten und vor allem der Druck zu mehr Nachhaltigkeit fordern neue Lösungen. Gleichzeitig eröffnen diese Herausforderungen auch Chancen für technologische Innovationen. Hier kommt ein Startup aus Leoben ins Spiel. Fiber Elements, gegründet 2023, hat ein automatisiertes Verfahren zur Herstellung von Basaltfasern entwickelt – eine Stahlbeton-Alternative für die Bauwirtschaft.

Industrielle Skalierung

Den Lead der Finanzierungsrunde übernimmt der deutsche VC Lea Partners gemeinsam mit dem Amadeus Apex Technology Fund. Letzteres ist ein VC-Duo aus Apex Ventures und Amadeus Capital Partners, an dem auch DeepTech-Investor Hermann Hauser beteiligt ist.

„Fiber Elements ist bestens aufgestellt, um die jahrzehntelange Stagnation der Produktivität umzukehren. Seine Lösung hat das Potenzial, zum Industriestandard für nachhaltige Bewehrung der nächsten Generation zu werden – und lässt sich schnell auf Infrastruktur, Tunnel, Brücken und vorgefertigte Systeme übertragen“, kommentiert Nils Seele, Partner bei Lea Partners.

Mit dem „Startkapital“ – so nennt es das Unternehmen selbst – will Fiber Elements den Sprung von der Pilotphase zur industriellen Fertigung schaffen und sich als weltweiter Vorreiter für Basaltfaseranwendungen etablieren. Aktuell arbeitet das Startup mit fünf Kunden zusammen.

„Das frische Kapital wird die industrielle Skalierung beschleunigen, das Team bis zum Jahresende von 10 auf 20 Mitarbeiter erweitern und die vollständige Automatisierung des digitalen Workflows mit KI-gestützter Optimierung vorantreiben“, so Wolfgang Fiel, Gründer und CEO von Fiber Elements.

Der CEO und Gründer von Fiber Elements: Wolfgang Fiel. | © ZAT Leoben

Universitätsausgründung

Die patentierte Technologie wurde gemeinsam mit der Montanuni Leoben, der Universität für Bodenkultur Wien sowie der TU Wien entwickelt. Die Herstellung basiert auf einer Kombination aus Finite-Elemente-Analysen und modernen Fertigungstechniken, mit denen mineralische Verbundstoffe produziert werden. Diese sollen laut Unternehmen dreimal so stark wie Stahl sein – und das bei nur einem Drittel des Gewichts.

„Wir sehen enormes Potenzial für diese Technologie, sich zum neuen Standard für nachhaltige Baumaterialien zu entwickeln. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen weit über die aktuelle Pilotphase hinaus und reichen bis in Nanofabriken und die Produktion vor Ort“, so Vera Kunz, Investment Associate beim Amadeus APEX Technology Fund.

Bereits in Planung ist der Aufbau von Nanofabriken. Dadurch sollen Basaltkomponenten direkt auf der Baustelle oder in unmittelbarer Nähe produziert werden können. Das soll nicht nur Transportkosten und CO2-Emissionen senken, sondern auch den Zugang zu nachhaltigen, vorgefertigten Betonlösungen erleichtern.

Nachhaltigkeit am Bau

Ein zentrales Verkaufsargument der Technologie ist ihre Nachhaltigkeit. Die Bauindustrie zählt zu den größten Emittenten von CO2 weltweit – entsprechend groß ist der Druck, klimaschonendere Materialien einzusetzen.

Fiber Elements zufolge lassen sich mit Basaltfasern, im Vergleich zu herkömmlicher Stahlbewehrung, bis zu 70 Prozent CO2-Emissionen einsparen – bei gleichbleibend hoher Leistungsfähigkeit. Ein weiterer Vorteil: Basalt korrodiert nicht. Dadurch könne das Material nach Ende seiner Lebensdauer vollständig recycelt werden, verspricht das Unternehmen.

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Das byrd-Gründer:innen-Team vl.: Sebastian Mach, Petra Dobrocka und Alexander Leichter | (c) byrd
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Es war im Mai 2022 eine der letzten richtig großen Startup-Kapitalrunden in Österreich, bevor die Ukraine-Krieg bedingte Krise dem damaligen Finanzierungsboom ein Ende bereitete: Das Wiener Logistik-Scaleup byrd holte damals in seiner Series-C-Kapitalrunde 50 Millionen Euro und Mitgründerin Petra Dobrocka sah das Scaleup „auf einem guten Weg zum Unicorn“, wie brutkasten damals berichtete.

Medial wurde es danach eher leise um byrd. Ausschließlich steil bergauf ging es vermutlich nicht – die Entwicklungen des Startup-Ökosystems und der Logistik-Branche in den Folgejahren boten definitiv keine optimalen Bedingungen. Zum Jahreswechsel 2025/2026 ging Dobrocka gegenüber brutkasten für dieses Jahr von „weiter anhaltenden Kostenerhöhungen, die unsere Margen unter Druck setzen“, aus.

Neuerliche Finanzierungsrunde – kein Kommentar zur Summe

Wie mehrere Medien heute berichteten, holte sich byrd nun erneut Kapital von seinen Bestandsinvestoren. Dobrocka bestätigt das auf brutkasten-Anfrage. Den Lead habe dabei Mouro Capital, der VC-Arm des Bankenriesen Santander, übernommen. Über die investierte Summe wurde dabei Stillschweigen vereinbart. „Das ist kein Thema, das ich kommentieren kann“, sagt Dobrocka.

KI-Connector und neuer Polen-Standort im Fokus

Deutlich gesprächiger zeigt sich die Gründerin dafür über die nächsten Pläne des Scaleups. Konkret nennt sie zwei Schritte: „Erstens haben wir einen KI-Connector released. Unsere Kunden verbinden Tools wie Claude und ChatGPT mit dem Connector und können dort ihre Logistik-Daten direkt bearbeiten“, erklärt Dobrocka. Man reagiere damit auf die sich ändernde Arbeitsweise durch KI. „Sie nutzen die Tools bereits in vielen anderen Bereichen und können so, ohne zusätzlichen Login, etwa direkt Lagerbestände und -prognosen einbeziehen, wenn sie eine Marketing-Kampagne machen“, so die Gründerin.

Zweitens habe man ein internationales Logistik-Unternehmen als Partner mit einer Logistik-Zentrale in Polen gewonnen und damit einen weiteren Standort gestartet. Der Hintergrund: „Online-Shops stehen aktuell unter einem enormen Kostendruck. Der Trend geht Richtung gute Customer Experience zu guten Kosten und Fulfillment in Deutschland ist vielen zu teuer. Mit dem Polen-Standort können wir Deutschland in der selben Geschwindigkeit, aber günstiger beliefern. Hier sehen wir viel Marktpotenzial“, sagt Dobrocka.

Mit dem Partner arbeite man bereits länger zusammen. „Wie an allen anderen Standorten liefern wir Software und Kunden und sie machen das Operative. Sie fahren bereits bislang jeden Tag nach Deutschland zu DHL und Co. und kennen die Abläufe.“

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