26.01.2017

FH Campus Wien eröffnet Startup-Corner im 10. Bezirk

"Startup" spielt sich mittlerweile nicht mehr nur innerhalb des Gürtels ab. Am Donnerstag wurde der "Startup-Corner" der FH Campus Wien im 10. Wiener Gemeindebezirk offiziell eröffnet. Mit dabei war unter anderem Staatssekretär Harald Mahrer.
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Das Team von Oscar-Racing schraubt im neuen Startup-Corner bereits an einem Rennauto. ©FH Campus Wien

Im neu angemieteten Standort am High Tech Campus Vienna in Wien Favoriten stellt die FH Campus Wien seit Donnerstag gründungswilligen Studierenden und Absolventen einen Co-Working Space in Form von Büroflächen und Werkstättenlabors zur Verfügung. Der Startup-Corner erstreckt sich auf 500 m2 und beherbergt eine hauseigene „Smart Factory“.

„Es mangelt an Verwertung von Wissen und Ideen“

Harald Mahrer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zeigt sich begeistert von dem neuen Standort. Wien sei ein attraktiver Standort, einerseits um hier zu arbeiten aber auch um hier zu leben. Der Bedarf an solchen Initiativen sei auf jeden Fall mehr als gegeben, sagt er. Neben Lob für das hohe Ausbildungsniveau gibt es aber auch Kritik: „Wir haben top ausgebildete Leute in Österreich, es scheitert aber an der Verwertung der wissenschaftlichen Ideen. Das macht sich vor allem im internationalen Vergleich bemerkbar“, erklärt Mahrer.

Österreich soll mit hochspezialisierten Technologien Innovation Leader bei Nischenprodukten bleiben.

Das Ziel des Startup-Corners

Heimo Sandtner (c) FH Campus Wien

Einerseits soll an der FH Campus Wien ein Gründungszentrum etabliert werden, andererseits auch das Bewusstsein und der Entrepreneur-Spirit gestärkt werden. Österreich muss sich im internationalen Vergleich stets verteidigen, um vom Innovation Leader nicht zum Innovation Follower werden. Daher ist es der FH Campus Wien besonders wichtig, einen Beitrag zur Sicherung der Innovationskraft zu liefern“, sagt Heimo Sandtner, Vizerektor für Forschung und Entwicklung.

„Wir möchten kreative Köpfe mit Erfindergeist bereits in den ersten Semestern identifizieren.“

Von Roboter bis Schweißgerät

Im Startup-Corner haben Unternehmer in spe die Möglichkeit, selbst Prototypen herzustellen. Neben Robotern, Drehbänken, Fräsmaschinen, Schweißgeräten und mehreren 3D-Druckern befindet sich auch eine Lasersinteranlage für Kunststoffe am Standort. Ausgewählte Startups in der Gründungsphase bekommen – nach einem Hearing – die Chance, die Räumlichkeiten für ein Jahr kostenlos zu nutzen.

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Ora Computing
© Ora Computing - (l.) Stefan Sack und Raimel Medina.

Ora Computing, ein Startup, das sich auf die Optimierung und Komprimierung von KI-Foundation-Modellen spezialisiert hat, gab heute den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 3,5 Millionen Euro bekannt. Die Runde wurde von Constructor Capital und Greencode Ventures angeführt, mit fortgesetzter Unterstützung des Gründungsinvestors XISTA Science Ventures, der beim Aufbau und der Einführung des Unternehmens geholfen hat.

Ora Computing schrumpft Modelle

KI-Inferenz – der Prozess der tatsächlichen Ausführung eines KI-Modells zur Generierung von Outputs – ist zu einem erheblichen und schnell wachsenden Kostenfaktor für jedes Unternehmen geworden, das KI im großen Maßstab einsetzt. Große Implementierungen können mittlerweile allein für die Rechenleistung zig Millionen Euro pro Monat kosten, und das Problem verschärft sich, da die Modelle immer größer werden. Für Unternehmen, die KI lokal auf Geräten wie Autos oder Industrieanlagen ausführen möchten, seien die Modelle oft schlichtweg zu groß.

Hier setzt Ora Computing an. Seine Software komprimiert diese Modelle – sie schrumpft ihre Größe um bis zu 80 Prozent und lässt sie bis zu viermal schneller laufen – während der Genauigkeitsverlust bei Null bis fünf Prozent gehalten wird, so der Claim.

Da komprimierte Modelle deutlich weniger Rechenleistung für die Ausführung benötigen, sollen sich die Effizienzgewinne auch direkt in einem geringeren Energieverbrauch und reduzierten CO2-Emissionen niederschlagen: Ora schätzt, dass seine Technologie bei einer Marktdurchdringung von ein Prozent jährlich mehr als 50.000 Tonnen CO2 einsparen könnte.

Ansatz über verschiedene Hardwaretypen

„Wir haben Ora Computing gegründet, um die Annahme infrage zu stellen, dass eine massive Skalierung erforderlich ist, um nutzbare Intelligenz zu erreichen. Wir glauben, dass die nächste Welle der KI-Einführung durch kompaktere Modelle vorangetrieben wird, die hocheffizient und für spezifische Anwendungsfälle optimiert sind, anstatt durch große, universelle Cloud-Modelle. Ora baut den Software- und Algorithmen-Stack auf, der diesen Übergang ermöglicht“, sagt Stefan Sack, CEO und Mitgründer von Ora Computing.

Im Gegensatz zu bestehenden Komprimierungstools funktioniere der Ansatz von Ora über verschiedene Hardwaretypen hinweg und füge sich direkt in Standard-Inferenz-Frameworks ein – ohne Änderung an der bestehenden Infrastruktur. Wo konkurrierende Ansätze eine binäre Entscheidung zwischen Komprimierungsstufen erzwingen, bilde der Algorithmus von Ora kontinuierlich den gesamten Kompromiss zwischen Modellgröße und Genauigkeit ab, sodass Unternehmen für ihre spezifischen Hardware- und Kostenbeschränkungen optimieren können, so der Mitgründer.

2025: Ora Computing tritt hervor

Ora wurde von Stefan Sack und Raimel Medina gegründet, beide Forscher im Bereich Quantencomputing aus der Serbyn-Gruppe am Institute of Science and Technology Austria (ISTA). Das Unternehmen verließ Ende 2025 den Stealth-Modus und möchte die frischen Mittel dazu nutzen, um das Team zu vergrößern, die Komprimierungsfähigkeiten auf die größten Frontier-Modelle auszuweiten und ein kommerzielles Produkt für Cloud-Inferenz-Anbieter und Unternehmen, die KI am Edge einsetzen, auf den Markt zu bringen.

Ora hat die Anwendbarkeit seiner Technologie nach eigenen Angaben an einem Modell mit 70 Milliarden Parametern nachgewiesen. Der Komprimierungsprozess beanspruchte hierbei wenige Stunden und verursachte Rechenkosten von unter 1.000 US-Dollar, wohingegen der bisherige Branchenstandard für vergleichbare Leistungen ein Vielfaches dieses Betrages erfordere.

„Hunger wächst schneller“

„Der Energiehunger der KI wächst schneller, als die Welt die Infrastruktur aufbauen kann, um ihn zu stillen. Ein wichtiger Ansatz ist es, die KI selbst effizienter zu machen, und genau das tut Ora. Modelle radikal zu komprimieren, ohne die Genauigkeit zu opfern, macht für ihre Kunden einen enormen Unterschied“, sagt Terhi Vapola, Gründerin und Managing Partner bei Greencode Ventures.

Und Valentino Jadrisko, Senior Associate bei Constructor Capital, ergänzt: „Die Ära der Brute-Force-KI stößt an ihre physikalischen Grenzen: Hyperscaler nehmen wieder Kernreaktoren in Betrieb, Frontier-Labs verbrennen Milliarden für Rechenleistung, Reasoning-Modelle vervielfachen die Inferenzkosten jedes Quartal. Die einzige nachhaltige Antwort besteht darin, den Betrieb von Frontier-KI drastisch günstiger zu machen. Das ist es, was Ora Computing tut: Sie komprimieren Frontier-LLMs so, dass sie überall laufen können – in der Cloud, im Auto, in der Hosentasche. Und das ist der Grund, warum Constructor Capital stolz darauf ist, ihre 3,5-Millionen-Euro-Seed-Runde als Co-Lead anzuführen.“

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