30.11.2020

Q&A-Videoserie: Welche FFG Förderungen für Startups gibt es?

In der dreiteiligen Video-Q&A-Serie für Startups geht Werner Müller, Verantwortlicher für" Startup Services" bei der FFG, auf grundlegende Fragestellungen zum Förderangebot der FFG ein. In der ersten Folge gibt Müller einen Überblick, welche Förderungen es für Startups gibt.
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Die FFG unterstützt als One-Stop-Shop für wirtschaftsnahe Forschung junge Unternehmen bei der Entwicklung, Umsetzung und Markteinführung ihrer Ideen. Das Fördervolumen beträgt jährlich über 70 Millionen Euro für Projekte von Startups.

Das FFG Angebot an Förderungen und Services reicht von der Ideenfindung (Spin-off Fellowship, Innovationsscheck, Patent.Scheck, Impact Innovation), Produktentwicklung (Projekt.Start, Startup-Förderung) bis zur Markteinführung (Markt.Start). Die Förderungen sind in der Regel themenoffen und decken bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten ab.

Video Q&A mit Werner Müller |FFG Startup Services

In der ersten von drei Folgen beantwortet Werner Müller, Verantwortlicher für“ Startup Services“ bei der FFG, grundlegende Fragen zum Förderangebot der FFG. In der ersten Folge werden folgende Fragen behandelt:

  • Welche Förderungen gibt es für Startups?
  • Wer fällt laut FFG unter die Definition „Startup“?
  • Welches Beratungsangebot bietet die FFG für Gründerinnen und Gründer an, die sich über Förderungen informieren wollen?

In den nächsten zwei Folgen geht es um folgende Themen:

  • Wie komme ich zu einer Förderung?
  • Welche Förderungen gibt es auf EU-Ebene für Startups?

FFG Spinoff Demo Day

Die FFG lädt am 3. Dezember 2020 in Kooperation mit der brutkasten zum ersten Demo Day im Rahmen des Förderprogramms Spin-off Fellowship ein. Dieses Programm richtet sich an alle Forscherinnen und Forscher, die sich mit ihrer Forschungsidee selbstständig machen möchten und sich entschieden haben, einen anderen herausfordernden Karriereweg einzuschlagen.

In bislang drei Einreichrunden gab es über 90 Einreichungen, von denen insgesamt 24 Projekte zur Förderung empfohlen wurden. Ganz nach dem Motto „Von der Forschung in die Gründung“ sind aus diesen geförderten Projekten bereits vier Ausgründungen entstanden.

Mit dem Demo Day werden die Fellows und ihre Geschäftsideen der Startup- und Investoren-Community präsentiert.

Das Programm

  • 9:00AM–9:30AM | Expo + Virtuelle Messestände
  • 9:30AM–9:45AM | Begrüßung durch Sektionschefin Barbara Weitgruber vom BMMWFDec 3
  • 9:45AM–10:30AM | Pitch Session I
  • 10:30AM–10:40AM | Interview mit Stefan Lederer, CEO und Co-founder von bitmovin
  • 10:40AM–11:30AM | Pitch Session II
  • 11:30AM–11:45AM | Interview mit Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG) sowie Christian Hill und Gerhard Prossliner von BRAVE Analytics GmbH

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Fawks AI
© LinkedIn/Canva - Neha Agarwal, Co-Founderin Fawks AI.

Eigentlich geht es hier nicht um ein Startup aus Indien, aber dennoch muss es kurz erwähnt werden: über 86 Millionen US-Dollar Umsatz, eine geschätzte Firmenbewertung von 200 Millionen US-Dollar, 500 Mitarbeiter:innen. Und das gebootstrapped. Das ist die Geschichte des indischen Proptech Housiey. Gegründet wurde es 2016 von Neha Agarwal und ihrem Bruder Ankit.

Problem Intransparenz

Der Ausgangspunkt der Geschwister damals war ein Markt, in dem es zwar viele Immobilienportale gab, aber es aufgrund laxer Regulierung immer wieder zu Fällen kam, in denen Makler:innen Objekte zu Preisen anboten, die vom tatsächlichen Endpreis stark abwichen. Auch Angaben zu Steuern, Regulierung und Mindestpreisen fehlten und Käufer:innen zahlten häufig zu viel für Immobilien.

Darin sahen die beiden eine Marktlücke. So bauten sie eine Plattform, auf der Bauträger direkt vertreten sind. Ihr Bruder übernahm als CEO den Vertrieb, Agarwal verantwortete die gesamte Technik. Dazu gehörte die Suchmaschinenoptimierung, die die heute in Wien lebende Gründerin als einen der Eckpunkte für den investorenlosen Erfolg nennt. „Housiey sollte bei Google gut ranken, ohne viel Geld für Werbung auszugeben. Das war noch vor dem KI-Zeitalter“, sagt sie. Außerdem entwickelte Agarwal den Anmeldeprozess für Nutzer:innen und setzte zu Beginn auf YouTube-Kanäle, um Immobilien zu präsentieren.

Der andere zentrale Faktor für Erfolg war die Transparenz: Nutzer:innen sollen alle Informationen zu einer Immobilie in einem durchgängigen Ablauf sehen können, vollständig und korrekt. „Das schafft Vertrauen und sie tappen nicht in eine Falle“, so Agarwal.

Von Indien nach Österreich: Fawks AI entsteht

2012 endete das Kapitel Indien und die Founderin kam für einen Job bei den Vereinten Nationen nach Österreich (IAEA). Eigentlich war ein Aufenthalt von sechs Monaten geplant, doch sie blieb, wechselte danach in einen Job bei einem anderen Unternehmen und kündigte dort schließlich, um gemeinsam mit COO Arun Gaurav Fawks AI in Wien zu gründen.

© zVg – Neha Agarwal und Arun Gaurav.

Das Wiener KI-Startup entwickelt eine eigene Speech-Engine zur Kundenkommunikation: eine KI, die Telefonanrufe im Kundensupport wie ein Mensch führen soll und sich an Unternehmen richtet. Erste Tests mit zahlenden Kund:innen laufen bereits.

aws-Förderung

Dafür erhielt das Startup eine Förderung in Höhe von 300.000 Euro von der Austria Wirtschaftsservice (aws) im Rahmen des Förderprogramms aws Preseed | Deep Tech. Damit soll die Kerntechnologie mit dem Codenamen HIVE vom Konzept zu einem produktionsreifen Prototyp weiterentwickelt werden. Im vergangenen Jahr wurde Fawks AI zudem für den ersten Venture-Cake-Jahrgang von weXelerate, dem Wiener Startup-Accelerator, als eines von acht Startups bei 150 Bewerbungen ausgewählt. Ein möglicher Grund dafür: eine sprachliche Besonderheit von Fawks AI.

„Wir haben festgestellt“, präzisiert Agarwal, „dass es bei der deutschen Sprache auf den Dialekt ankommt, etwa Vorarlbergerisch oder Wienerisch. Im Benchmarking lag die Erkennungsrate nur bei 68 Prozent. Wir haben überall gesucht, aber kein Spracherkennungsmodell gefunden, auch nicht in Europa, sondern nur US-Modelle. Wenn ein Anruf zum Beispiel eine Bankangelegenheit betrifft und eine IBAN genannt wird, wird die Nummer nicht korrekt erkannt, und der nächste Workflow wird nicht ausgelöst. Viele große Unternehmen können KI deshalb nicht richtig einsetzen, weil die Spracherkennung nicht gut genug ist.“

Deswegen deckt Fawks AI Standarddeutsch, Wienerisch und Österreichisch-Bairisch ab, und adressiert auch Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache, sondern in der Schule gelernt haben. Künftig möchte man noch Schweizerdeutsch in die Anwendung implementieren.

Damit ist Fawks AI nicht allein und bewegt sich hierzulande in einem Feld, mit großer Konkurrenz wie fonio, KI-Note oder NeedNect. Doch es gibt einen Grund, warum man sich für Wien entschieden hat.

„Ernst genommen“

„Österreich hat uns ernst genommen, bevor es andere taten“, sagt Agarwal. „Die Förderung ist ein Signal, dass die aws bereit ist, anspruchsvolle Ingenieursprobleme zu unterstützen, nicht nur Anwendungen. Europäische KI-Infrastruktur lässt sich nicht mit amerikanischen Standardwerkzeugen aufbauen. Das hat die aws verstanden, und ihre Jury ebenso. Wir sind dankbar für das Vertrauen.“

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Q&A-Videoserie: Welche FFG Förderungen für Startups gibt es?

  • Die FFG unterstützt als One-Stop-Shop für wirtschaftsnahe Forschung junge Unternehmen bei der Entwicklung, Umsetzung und Markteinführung ihrer Ideen.
  • Das Fördervolumen beträgt jährlich über 70 Millionen Euro für Projekte von Startups.
  • Die Förderungen sind in der Regel themenoffen und decken bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten ab.
  • In der ersten von drei Folgen beantwortet Werner Müller, Verantwortlicher für“ Startup Services“ bei der FFG, grundlegende Fragen zum Förderangebot der FFG.
  • In bislang drei Einreichrunden gab es über 90 Einreichungen, von denen insgesamt 24 Projekte zur Förderung empfohlen wurden.
  • Mit dem Demo Day werden die Fellows und ihre Geschäftsideen der Startup- und Investoren-Community präsentiert.

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  • Die FFG unterstützt als One-Stop-Shop für wirtschaftsnahe Forschung junge Unternehmen bei der Entwicklung, Umsetzung und Markteinführung ihrer Ideen.
  • Das Fördervolumen beträgt jährlich über 70 Millionen Euro für Projekte von Startups.
  • Die Förderungen sind in der Regel themenoffen und decken bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten ab.
  • In der ersten von drei Folgen beantwortet Werner Müller, Verantwortlicher für“ Startup Services“ bei der FFG, grundlegende Fragen zum Förderangebot der FFG.
  • In bislang drei Einreichrunden gab es über 90 Einreichungen, von denen insgesamt 24 Projekte zur Förderung empfohlen wurden.
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  • Das Fördervolumen beträgt jährlich über 70 Millionen Euro für Projekte von Startups.
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  • Die FFG unterstützt als One-Stop-Shop für wirtschaftsnahe Forschung junge Unternehmen bei der Entwicklung, Umsetzung und Markteinführung ihrer Ideen.
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