14.07.2025
KOOPERATION

femvents.at: Salzburger Plattform macht Frauen-Events sichtbarer

Eine neue Plattform aus Salzburg macht Frauenveranstaltungen in ganz Österreich besser sichtbar - mit dem Ziel, die Frauen-Community nachhaltig zu stärken.
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Annina Haslinger-Galipeau gründete femvents.at. | © Christoph Haslinger

„Immer wieder habe ich großartige Frauenveranstaltungen entdeckt – aber oft zu spät oder durch Zufall. Ich dachte mir: Warum gibt es dafür keinen zentralen Ort?“, erzählt Gründerin Annina Haslinger-Galipeau, die 2014 die Jobbörse Medienjobs.at gegründet und seither erfolgreich betrieben hat. Mit femvents.at möchte sie genau diese Lücke schließen und Frauen mehr Raum, Reichweite und Sichtbarkeit geben – auch jenseits urbaner Zentren oder etablierter Netzwerke.

Bandbreite an Veranstaltungen

Der digitale Eventkalender bündelt Formate wie Workshops, Retreats, Frauenkreise, Netzwerktreffen oder Vorträge, die von Frauen organisiert und für Frauen gedacht sind. Ziel ist es, solche Angebote österreichweit leichter auffindbar und zugänglich zu machen.

Ob inspirierende Workshops, neue Netzwerke, entspannende Auszeiten oder kreative Treffen: femvents.at zeigt eine große Bandbreite an Veranstaltungen, die Frauen in unterschiedlichen Lebensbereichen ansprechen – von Business-Themen über Persönlichkeitsentwicklung bis hin zu Gesundheit, Achtsamkeit oder Kunst. Auf femvents.at werden künftig spannende Inhalte wie Veranstalterinnen-Porträts, Blog-Einträge von Expertinnen zu verschiedenen Themen und unterschiedliche Veranstaltungsreihen zu finden sein. Willkommen sind Frauen aller Hintergründe – ob als Besucherinnen oder selbst als Veranstalterinnen.

Geschützter Raum für Frauen

Neben dem Eventkalender können Frauen auch eigene Veranstaltungen kostenfrei eintragen. Für zusätzliche Reichweite sorgt die Plattform mit begleitenden Social-Media-Aktivitäten und einem kuratierten Newsletter.

Langfristig soll femvents.at dazu beitragen, weibliche Netzwerke zu stärken, frauenspezifische Angebote sichtbarer zu machen und den Zugang dazu so einfach wie möglich zu gestalten. Außerdem möchte man mit der Plattform jene Events mehr Aufmerksamkeit schenken, die „in einem geschützten und achtsamen Rahmen stattfinden, in dem Offenheit, Respekt, Vertrauen, Zugehörigkeit und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich und spürbar sind”, so die Gründerin und Medienunternehmerin. 

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Lovable-CEO Anton Osika (r.) im Gespräch mit Times Senior Editorin Ayesha Javed. © brutkasten

Kaum ein Tool steht so sehr für den KI-Bauboom wie Lovable. Erst im August 2026 hat das schwedische Startup, wie brutkasten berichtete, eine Series-C-Runde über 400 Millionen US-Dollar abgeschlossen, angeführt von Menlo Ventures und mit dem EQT-gemanagten Scaleup Europe Fund als Co-Lead, bei einer Bewertung von 13,3 Milliarden US-Dollar.

Für Gründer und CEO Anton Osika ist das mehr als eine Finanzierungsrunde: Es sei ein Indikator dafür, dass KI-gestützte No-Code- und Low-Code-Plattformen die Nische verlassen hätten und im Mainstream angekommen seien.

Weg vom Entwickler-Monopol

Auf der Dreamforce in San Francisco erläutert Osika die zentrale These hinter Lovable: „Menschen mit Fachwissen über das jeweilige Problem sollten diejenigen sein, die Software bauen“, so Osika. Wer ein Problem am besten kenne, solle auch die Lösung bauen, egal ob in Marketing, HR, Finance oder Operations. Nicht die formale Qualifikation zähle, sondern die Nähe zum Problem.

Dass Lovable längst kein reines Anfänger-Werkzeug sei, belegt Osika mit einer internen Zahl: 55 Prozent der Lovable-Nutzer:innen brächten mehr als elf Jahre Berufserfahrung in ihrem Fachgebiet mit. Entscheidend sei laut dem Co-Founder nicht das klassische Programmieren, sondern die Fähigkeit, komplexe, unstrukturierte Probleme systematisch in funktionierende Systeme zu zerlegen.

Vom Nebenprojekt zur Unternehmenslösung

Besonders aufschlussreich sind die Praxisbeispiele, die Osika im Gespräch anführt. Bei einer Healthcare-Staffing-Firma habe ein Fachbereichsleiter eine komplette neue Produktlinie für die Zertifizierung von Pflegekräften aufgebaut, samt Verwaltung und Terminplanung, und anschließend mehr als zehn weitere interne Anwendungen vernetzt. In den nordischen McDonald’s-Filialen laufe mittlerweile ein auf Lovable gebautes Interface, über das rund 300 Standorte operative Anfragen abwickeln würden.

Solche Geschichten seien laut Osika keine Ausnahme: Bei knapp zwei Dritteln der Fortune-500-Unternehmen, darunter Adidas und Nvidia, würden Mitarbeitende die Plattform nutzen. Häufig beginne es als kleines Team-Projekt und wachse zur unternehmensweiten Lösung heran.

Entwicklung unter Aufsicht

Damit das nicht in unkontrollierter Schatten-IT ende, setzt Lovable laut Unternehmensangaben auf Admin- und Audit-Funktionen, mit denen IT-Verantwortliche nachvollziehen können sollen, welche Anwendungen entstehen, wo sensible Daten verarbeitet werden und wo Sicherheitslücken drohen. Genau das mache aus der anfänglichen Skepsis von IT-Abteilungen häufig Zustimmung, so Osika: „Es wird vom letzten Nein zu dem, was man ausrollen wollte, zum ersten Ja. So verhindern wir Schatten-IT und die Zersplitterung in unzählige Tools, die niemand mehr überblickt“, erklärt Osika.

Überflüssig würden Engineers durch die Lovable-Nutzung anderer trotzdem nicht, meint Osika: Ihre Rolle verschiebe sich von Routineaufgaben hin zu Architektur, Systemanbindung und der Betreuung unternehmenskritischen Codes.

Warum heißt Lovable eigentlich Lovable?

Zum Schluss des Gesprächs räumt Osika mit einem gängigen Klischee über den europäischen Tech-Standort auf: „Viele halten Europa für langsam, aber wenn man in die Tech-Hubs Europas geht, brodelt es dort wie nie zuvor“, sagt Osika. Dass der Produktfokus so stark auf dem Nutzererlebnis liege, führt Osika auch auf den Standort Stockholm zurück, wo der Großteil des Engineering-Teams sitzt. Man habe in den nordischen Ländern genaue Vorstellungen davon, wie ein Produkt funktionieren solle – oder eben nicht. Diese „I-Tüpfelchen-Reiterei“ mache Lovable erst zu dem was es heute ist.

Warum das Unternehmen ausgerechnet „Lovable“ heißt, erklärt er mit einer letzten Zeile, die zugleich als Leitmotiv des Gesprächs steht: „Software sollte nicht einfach nur funktionieren. Sie soll die Emotionen der Menschen wecken“, so Osika.

Vom Vibe zum Volumengeschäft

Was also vor nicht allzu langer Zeit noch als spielerisches „Vibe-Coding“ belächelt wurde, ist laut Osika längst zu einer Infrastruktur geworden, auf der Enterprisekund:innen die nächsten Prozesssysteme entwickeln. Der Markt für KI-gestütztes Bauen sei, so der Lovable-Gründer, endgültig über das reine Ausprobieren hinausgewachsen – und weit über das Vibecoding hinaus.

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