10.03.2021

Female Founders startet Kooperation mit Microsoft

Zum "Lead Today. Shape Tomorrow”-Event hat Female Founders die offizielle Partnerschaft mit Microsoft bekannt gegeben. Im Rahmen der Kooperation werden beide für den Startup Accelerator "Grow F" bis 14. März 2021 gemeinsam ein Startup scouten.
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Female Founders: Das Team hinter Lead Today. Shape Tomorrow. 2021
(c) Female Founders - Das Team hinter Lead Today. Shape Tomorrow.

Nach den unterschiedlichsten Kooperationsanfragen von heimischen und internationalen Unternehmen hat sich Female Founders für Microsoft als ersten Partner entschieden. Und wird bis zum 14. März ein Startup scouten, das die Möglichkeit erhält an dem im April startenden fünften Batch des Female Founders Accelerators “Grow F” teilzunehmen.

Von Microsoft profitieren

Neben dem allgemeinen Acceleration Programm, dessen Sessions von VC Fonds wie Dawn Capital und Balderton oder erfolgreichen Gründerinnen wie Jessica Holzbach vom Fintech Penta gehalten werden, soll das ausgewählte Startup durch intensiven Support und das Netzwerk von Microsoft profitieren. Vor allem in den Bereichen Go-to-Market, Vertrieb und Technologie wird Microsoft das Startup unterstützen. Gesucht werden europäische early-stage B2B Unternehmen, die mit den bestehenden Cloud-Lösungen von Microsoft bereits arbeiten und mindestens eine Frau im Gründungsteam haben.

Female Founders-Gründerin Fassl: „Microsoft setzt sich für Female Leadership und Gender Equality ein“

„Microsoft ist nicht nur ein etablierter Name in der Tech-Welt, sondern setzt sich vor allem authentisch für die Themen Female Leadership und Gender Equality ein. Mit dem Announcement der Microsoft Cloud Österreich und dem dahinterstehenden Commitment, Innovation zu fördern und Österreich international als Hub für Digitalisierung zu positionieren, gibt es eine weitere gemeinsame Zielsetzung“, erklärt Lisa-Marie Fassl, Co-Gründerin & CEO Female Founders, die Motive für die Zusammenarbeit.

Female Foudners „Grow F“: Umstellung auf digital

Carina Klaffl, die kürzlich die Leitung des Female Founders Accelerators „Grow F“ übernommen hat, sieht die Kooperation mit Microsoft als eine Folge des Erfolgs. „Durch die Umstellung auf ein rein digitales Accelerator Programm, haben sich sowohl Quantität als auch Qualität unseres Dealflows verbessert”, sagt sie. „Etablierte Unternehmen aktiv in unseren Accelerator einzubinden und gemeinsam die vielversprechendsten Startups zu scouten und zum Erfolg zu führen, ist daher ein logischer nächster Wachstumsschritt für uns.“

Potential ausschöpfen

Auch Dorothee Ritz, General Manager von Microsoft Österreich, sieht die Zusammenarbeit mit Female Founders als wichtigen Schritt für die gesamte heimische Startup Szene. „Das Announcement im Rahmen von Lead Today. Shape Tomorrow stellt den Beginn einer gemeinsamen Reise mit Female Founders dar, um exponentielles Wachstum und Innovation in dieser großartigen Community von jungen, weiblichen Talenten zu fördern. Ich freue mich auf unsere Unterstützung und vor allem auf die bevorstehende Zusammenarbeit im Rahmen des nächsten Accelerator Batches, um den großartigen Ideen zu helfen, ihr volles Potential auszuschöpfen. Es ist essentiell, dass wir Vielfalt und Gleichheit auch in die Welt der Startups und der Finanzierung bringen, um allen die gleichen Chancen zu eröffnen. Wir sind beeindruckt von der Arbeit die Female Founders leisten.“

Anmeldung offen

Bisher haben 29 Unternehmen den Accelerator durchlaufen und dabei mehr als sieben Millionen Euro an Finanzierung aufstellen können. Und 200 Arbeitsplätze geschaffen. Das Portfolio von „Grow F“ umfasst mittlerweile 39 Unternehmen aus unterschiedlichen Sektoren wie B2B Software, Health Tech, Climate Tech & Consumer Tech. Interessierte können sich noch bis zum 14. März bewerben.

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Montage eines Sensors im Bachbett | (c) GMD
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„Naturgefahren frühzeitig erkennen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für Behörden und Infrastrukturbetreiber bereitstellen“ – so definiert das Innsbrucker Startup GMD sein Produkt. Dazu hat es mit der KI-gestützten Plattform GeoSenseAI ein ganzes Technolgoie-Portfolio aufgebaut. Das umfasst etwa IoT-Sensoren zur Erkennung von Hochwasser, Verklausungen, Hangbewegungen und Steinschlag, seismische Sensorik zur Überwachung instabiler Felsbereiche, Wetterstationen für hochalpine Standorte, Monitoring von Wasserressourcen und Quellen und KI-gestützte Analyse von Besucher- und Personenströmen. Über die Cloud-basierte Plattform erfolgen dann Visualisierung, Modellierung und Alarmierung.

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen“

Damit war das 2024 gegründete Unternehmen, das als „Verified Social Enterprise“ eingetragen ist und unter anderem mit Infineon kooperiert, schon bislang über die Landesgrenzen hinaus aktiv – etwa über eine Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (brutkasten berichtete). Nun erfolgte mit der Eröffnung eines Standorts im Technopark Graubünden im Schweizer Landquart und der Gründung einer Schweizer Tochtergesellschaft der nächste Expansionsschritt. Dabei startete man bereits ein erstes Pilotprojekt mit dem Schweizer Bahnbetreiber Rhätische Bahn.

Ein Pegelsensor von GMD | (c) GMD

„Naturgefahren kennen keine Staatsgrenzen – unsere Technologien dürfen daher ebenfalls nicht an Landesgrenzen enden. Mit der Gründung der GMD Swiss GmbH schaffen wir die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit mit Schweizer Partnern und stärken unsere Präsenz im gesamten Alpenraum“, kommentiert Geschäftsführer Steve Weingarth. Der Standort Landquart sei „weit mehr als ein Vertriebsbüro“. „Er wird zu einem zentralen Innovations- und Entwicklungsstandort für intelligente Lösungen zur Prävention alpiner Naturgefahren und bildet einen wichtigen Baustein unserer internationalen Wachstumsstrategie“, so Weingarth.

Finanzierungsrunde für Expansionsstrategie

Die unmittelbare Nähe zu Forschungsinstitutionen, Infrastrukturbetreibern und öffentlichen Einrichtungen am Standort schaffe ideale Voraussetzungen für die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien im Bereich der Klimaresilienz und Naturgefahrenprävention, heißt es von GMD. „Graubünden zählt zu den Regionen Europas, die besonders stark von Naturgefahren betroffen sind und gleichzeitig über eine hochentwickelte Infrastruktur verfügen. Damit bietet der Kanton ideale Bedingungen, um innovative Sensorik und digitale Frühwarnsysteme unter realen Einsatzbedingungen zu entwickeln, zu testen und weiterzuentwickeln.“

Langfristig verfolge man den Aufbau eines grenzüberschreitenden „Alpine Data Hub“, der Umwelt-, Sensor- und Geodaten aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Italien zusammenführt. In den kommenden Jahren sollen weitere Standorte „entlang der Alpenachse“ entstehen. Dazu befinde man sich aktuell auch im Closing einer Seed-Finanzierungsrunde. Schon für Anfang 2027 sei ein weiteres Investment geplant.

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