06.09.2019

Fauna: Grazer USound bringt Brille mit unsichtbaren Kopfhörern

Das Grazer Mikrolautsprecher-Unternehmen USound geht mit seiner Tochter Fauna in den B2C-Markt. Verkauft werden Brillen mit im Bügel integrierten Kopfhörern auf Halbleiter-Basis.
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Fauna: Audio-Brille mit unsichtbaren Kopfhörern von USound
(c) Fauna: Die Brille im "Fabula"-Design

Nicht nur auf den ersten Blick sieht das neue Wearable Fauna wie eine gewöhnliche Brille aus. Dabei handelt es sich um eine „High End Audio-Brille“, wie das Unternehmen es ausdrückt. Im Bügel sind Mikrolautsprecher auf Halbleiterbasis verbaut, die User durch die Oberseite der Ohren hindurch hören. Über Bluetooth kann die Brille mit gängigen Geräten verbunden werden und etwa auch als Handy-Freisprecheinrichtung oder für Audio-Assistenten genutzt werden.

+++ Grazer USound holte sich weitere 10 Mio. US-Dollar Kapital +++

Fauna: USounds Einstieg in den B2C-Markt

Die dahinter stehende Gesellschaft Fauna Audio GmbH ist eine 100-prozentige Tochter des Grazer Mikrolautsprecher-Unternehmens uSound. Das Unternehmen, dessen Mehrheitseigentümer die Grazer eQventure unter Federführung von Herbert Gartner ist, wagt sich damit auf den B2C-Markt. In den vergangenen Jahren hatte man mehrere achtstellige Finanzierungsrunden abgeschlossen. Im B2B-Bereich hat USound bereits zahlreiche Kopfhörer und Smartphone-Produzenten als Kunden, wobei selten konkrete Namen genannt werden.

(c) Fauna

Verfügbarkeit ab dem vierten Quartal 2019

Geliefert wird die Fauna-Brille mit einem „Lade-Etui“. Der Akku soll laut Hersteller-Angaben derzeit einen Tag lang halten. Verfügbar als optische bzw. als Sonnenbrille stehen derzeit vier Designs zur Auswahl. Die Audio-Technologie von USound konzentriere den Klang rund um die Ohren des Trägers und reduziere dadurch Audio-Streuverluste, heißt es in einer Aussendung. So höre alleine der Träger den Klang aus der Brille. Wert legt man bei Fauna auch darauf, dass die Umgebungsgeräusche durch das System weiterhin zur Gänze wahrgenommen werden können.

Die Brille soll noch im vierten Quartal 2019 über den Firmen-Webstore verfügbar sein. Zusätzlich werde sie im ersten Quartal 2020 im DACH-Handel zu einem Preis zwischen 200 und 250 Euro verfügbar sein, heißt es von Fauna. Weitere Produkte sollen folgen.

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Rund 50 Digital-Unternehmen mit etwa 600 Mitarbeiter:innen und mehr als 400 Millionen weltweiten Nutzer:innen – das ist das Portfolio der Liechtensteiner Private-Equity-Gesellschaft RM Equity Partners. Insgesamt hält diese eine halbe Milliarde Euro Assets under Management (AuM). Bekannte Portfolio-Unternehmen sind etwa die Outdoor-Plattform Bergfex aus Graz oder die deutsche Motorrad-Tour-App Calimoto.

Neue Bedeutung für zwei Buchstaben

Bis vor kurzem war die Gesellschaft Teil der Vorarlberger Russmedia-Gruppe, wie auch die zwei Buchstaben im Namen verraten. Nun befindet sich das PE-Unternehmen komplett im Besitz der drei Partner Eugen Benedikt Russ, Chris Wittlinger und Nicola Szekely. Somit bleibt es freilich zu einem Teil in der Vorarlberger Unternehmerfamilie Russ, die hinter Russmedia steht. Das RM bleibt als etablierter Name erhalten. Mit dem Slogan „Results matter“ bekommt es eine neue Bedeutung.

„Was das Team im vergangenen Jahrzehnt aufgebaut hat, macht uns stolz – und das ist erst das Fundament. Als völlig unabhängiges Unternehmen liegt unser Fokus nun ganz auf der Zukunft: der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Unternehmern und dem Aufbau beständiger, digitaler Unternehmen“, kommentiert Russ in einer Aussendung.

Bis zu 250 Millionen Euro pro Beteiligung

Die drei Partner investieren über die Gesellschaft ausschließlich eigenes Kapital und fokussieren klar auf Mehrheitsübernahmen und langfristige Beteiligungen. Bei einem Einzeldeal können nach Unternehmensangaben bis zu 150 Millionen Euro fließen, für eine Beteiligung insgesamt bis zu 250 Millionen. Dabei definiert RM Equity Partners klare Anforderungen, die auch auf der Website abzulesen sind: Das übernommene Unternehmen muss Marktführer oder starker Zweiter in seinem Segment sein und ein EBITDA über fünf Millionen Euro bzw. einen Nettoumsatz über 20 Millionen Euro vorweisen.

Gleichzeitig geben die Partner ihrerseits drei Versprechen: Kommt ein Unternehmen für einen Deal in Frage, bekomme es einen ersten Call innerhalb von 48 Stunden, eine konkrete Antwort innerhalb von sieben Tagen und, wenn ein Deal zustande kommt, dessen Abschluss innerhalb von acht Wochen. „Wenn es uns gefällt, sagen wir ja. Wenn nicht, sagen wir schnell nein. Hinter uns steht kein Investmentkomitee, und zwischen uns stehen keine Berater“, so die Partner auf der Homepage.

Zuletzt Verkauf von Alpy.com

Nach der Übernahme restrukturiere man dann nicht, aber unterstütze in jenen Bereichen, in denen man Expertise habe. Wiewohl RM Equity Partners als PE-Gesellschaft im Gegensatz zu einer VC-Gesellschaft nicht Exit-getrieben ist, sind auch Verkäufe übrigens keineswegs ausgeschlossen. Brutkasten berichtete erst im August vom Verkauf der Beteiligung Alpy.com. Es war der zweite Exit für die Gesellschaft in diesem Jahr.

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