02.02.2026
SPIELTAGSPLATTFORM

FanInvest aus Graz startet Angebot mit Deutschlands wohl bekanntestem Drittligaverein

Das steirische FinTech FanInvest setzt Kampagnen und Programme mit einer großen Zahl von Sportvereinen um. Nun holte man sich einen durchaus klingenden Namen als Partner.
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FanInvest kooperiert mit dem TSV 1860 München | (c) FanInvest
FanInvest kooperiert mit dem TSV 1860 München | (c) FanInvest

Auch mäßig Fußball-Interessierten ist wohl der eine oder andere deutsche Bundesliga-Verein bekannt. Sogar einige Zweitligavereine aus dem Nachbarland genießen auch hierzulande eine gewisse Prominenz – dem ewigen Kreislauf von Ab- und Aufstieg sei Dank. Bei der dritten Liga ist dann bei Normalverbraucher:innen aber endgültig Schluss. Oder auch nicht ganz.

Denn ein Verein, der aktuell in der dritten deutschen Liga spielt, ist durchaus bekannt – weniger aufgrund seiner sportlichen Leistung in den vergangenen Jahren, als wegen einer Rivalität innerhalb der Stadt. Erzrivale ist nämlich kein geringerer Klub als der deutsche Rekordmeister FC Bayern München.

VIP-Tageskarte und signierter Ball

Die Rede ist vom TSV 1860 München. Er hat eine für die Liga-Verhältnisse ausgesprochen große Fanbase. Und diese soll nun gemeinsam mit dem Grazer FinTech FanInvest genutzt werden. Konkret können Fans über eine „Spieltagsplattform“ limitierte Angebote rund um Heimspiele des Traditionsklubs direkt online auswählen und buchen – vom VIP-Upgrade bis zur VIP-Tageskarte. Ein ähnliches Angebot hatte FanInvest zuletzt auch mit dem österreichischen Bundesliga-Verein FC Blau-Weiß Linz lanciert, wie brutkasten berichtete.

Das Ziel sei, Teilhabe und Fan-Erlebnis am Spieltag effizienter abzubilden, heißt es vom Grazer Startup. Konkret können Fans etwa auch die Übergabe eines signierten Balls oder Trikots nach dem Heimspiel buchen. „Wir freuen uns riesig, gemeinsam mit FanInvest exklusive Spieltagsangebote zu schnüren, die unsere Fans unmittelbar spüren – direkt online, stark limitiert und mit dem gewissen Sechziger-Feeling“, kommentiert Georg Hochedlinger, Direktor Marketing & Vertrieb beim TSV 1860 München, in einer Aussendung.

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(c) Startups for Europe
(c) Startups for Europe

Bislang wurde Startup-Europa durch zwei Organisationen auf europäischer Ebene vertreten: Das European Startup Network (ESN) fungierte primär als Dachverband der nationalen Startup-Organisationen wie etwa AustrianStartups in Österreich. Allied for Startups, dessen Netzwerk auch mehrere außereuropäische Organisationen umfasst, trat als Interessensvertretung für Startup-politische Anliegen auf EU-Ebene auf. Nun schlossen sich die beiden Verbände zu „Startups for Europe“ mit Sitz in Brüssel zusammen.

„Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen“

Die Mission sei mutig und einfach: Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen, heißt es in einer Presseaussendung zum Start. In dieser werden einmal mehr die bekannten Probleme europäischer Startups thematisiert: mangelndes Risikokapital, Bürokratie, Fragmentierung und die aus all dem resultierende Abwanderung von Startups. „Das ist kein Schicksal, sondern ein Regelwerk – und Regeln können neu geschrieben werden“, konstatiert man bei Startups for Europe.

„Durch den Zusammenschluss machen wir aus der Erfahrung von Tausenden Gründer:innen echtes politisches Gewicht. Europa hat alles, was es braucht, um führend zu sein. Jetzt muss es seine Gestalter:innen bauen lassen“, kommentiert Simon Schaefer. Der bisherige Allied-for-Startups-Präsident ist nun Präsident von Startups for Europe. Schaefer war auch Co-Initiator der Initiative EU-INC. Ein weiterer Co-Initiator, der gebürtige Österreicher Andreas Klinger, ist nun auch Teil des neu gebildeten Vorstands von Startups for Europe – ebenso wie AustrianStartups-CEO Hannah Wundsam.

Wundsam: „Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken“

Wundsam kommentiert auf brutkasten-Anfrage: „Die EU-INC-Initiative hat gezeigt: Echte Reformen in Europa brauchen eine starke, klare Stimme von außen. Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken. Auch nicht in der Politik. Die Rahmenbedingungen für Startups werden in Brüssel gesetzt. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam unüberhörbar sagen, was sich ändern muss, damit Europa der Ort wird, an dem die Zukunft gebaut wird.“

Konkrete und übergeordnete Ziele altbekannt

Die Umsetzung der paneuropäischen Rechtsform EU Inc. ist auch – wie nicht anders zu erwarten – eines der zentralen konkreten Anliegen der neuen Dachorganisation. Daneben nennt man den European Innovation Act, die Spar- und Investitionsunion und die Regulierung von KI und dem digitalen Bereich als konkrete Bereiche, die priorisiert werden sollen. Die übergeordneten Ziele überraschen ebenso wenig: ein echter europäischer Binnenmarkt für Startups, mehr verfügbares Kapital und das Ziel, Frontier-Technologien tatsächlich am Kontinent zu Größe zu bringen.

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