28.01.2016

Falling Walls Lab: Pitch-Event der Wissenschaften macht Station in Wien

In Wien können sich junge Forscher und Unternehmer mit einem 3-Minuten-Pitch für die Teilnahme am Berliner Falling Walls Lab qualifizieren.
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Während eine unterhaltsame App schnell programmiert ist, haben es Startups mit wissenschaftlichem Hintergrund oft schwerer. Das Berliner Falling Walls Lab bietet jungen Unternehmern und Forschern in diesem Bereich eine große Bühne. Und am 22. April macht das Lab hochoffiziell auch in Wien Station, um Teilnehmer für das Berliner Event kommenden Winter zu finden. Im Rahmen der Langen Nacht der Forschung erhalten Wissenschaftler und Jungunternehmer die Chance, ihre Ideen oder Produkte in drei Minuten vor einer Experten-Jury zu pitchen.

Noch ein Berlin-Ticket in Alpbach zu holen

Der Gewinner wird nach Berlin eingeladen und darf dort auch an der renommierten Falling Walls Conference teilnehmen. Ein weiteres Ticket nach Berlin wird im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche im August vergeben. „Dort dürfen sich die drei Sieger aus Wien noch einmal präsentieren und das Publikum kürt noch einen Sieger“, erklärt Falling-Walls-Lab-Wien-Leiter Philipp Marxgut dem Brutkasten.

Falling Walls Lab Wien: 20 Teilnehmer angepeilt

„Es geht darum, junge Talente aus Österreich stärker ins Rampenlicht zu rücken und auch international sichtbarer zu machen“, so Marxgut. Das Event wird in Österreich ertmals richtig groß aufgezogen. Es gab zwar in der Vergangenheit bereits Vorrunden zum Berliner Falling Walls Lab, die laut Marxgut allerdings etwas kleiner waren: „In der Vergangenheit gab es in Österreich etwa zehn Teilnehmer. Das wollen wir heuer deutlich übertreffen – 20 bis 25 Teilnehmer wären toll“. Gelingen soll das vor allem durch die enge Kooperation mit den Alpbacher Technologiegesprächen, die durch die Integration des Falling Walls Labs auch ein wenig verjüngt werden sollen.

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Während das Jungforscher-Event Fame Lab eher einen humorigen Zugang suche, gehe es bei Falling Walls hochseriös zu, meint Marxgut. Wer und was genau gesucht wird, ist allerdings relativ offen. Teilnehmen kann jeder, der in einer universitären Ausbildung steckt und mindestens einen Bachelor-Abschluss hat. Auch Absolventen sind gerne gesehen, der Abschluss soll aber höchstens fünf Jahre zurückliegen.

Ob Idee, Projekt oder fertiges Produkt ist ebenfalls nicht festgeschrieben. Einziges Kriterium ist eine „gesellschaftliche Relevanz“. „Das kann zum Beispiel ein Wirkstoff oder eine Methode sein, um Krankheiten zu diagnostizieren oder zu heilen“, sagt Marxgut. Ein Blick auf die ehemaligen Sieger des Berliner Falling Walls Labs zeigt, dass tatsächlich Medizin, Physik und Technik die besten Chancen haben – „aber auch Soziologen sind willkommen“, so Marxgut.

Helga Nowotny leitet Jury

Die Wiener Jury wird sich aus Vertretern von Universitäten, Forschungseinrichtungen und aus der Wirtschaft zusammensetzen. Die Leitung übernimmt die ehemalige Präsidentin des Europäischen Forschungsrates, Helga Nowotny. Außer der Reise nach Alpbach und Berlin winkt den Siegern der Ruhm und die Aufmerksamkeit. In Berlin selbst erhalten die ersten drei Plätze auch Geldpreise und zwar in der Höhe von 1000 Euro, 750 Euro und 500 Euro. Bewerbungen sind bis 27. März über die Homepage des Wiener Falling Walls Labs möglich.

Das Wiener Falling Walls Lab findet am 22. April im Rahmen der Langen Nacht der Forschung statt. Vom 25. bis 27. August finden die Technologiegespräche in Alpbach statt. Das Berliner Lab wird am 8. November stattfinden, die Falling Walls Conference am 9. November. 

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Die Verhandlungen zur langersehnten EU Inc. biegen auf die Zielgerade ein. Auf Basis des Kommissionsentwurfs vom 18. März 2026 geht es nun um die finale architektonische Ausgestaltung der neuen europäischen Rechtsform. In dieser entscheidenden Phase wendet sich AustrianStartups gemeinsam mit führenden Vertreter:innen aus Wirtschaft, Praxis und Lehre in einem offenen Brief an Justizministerin Anna Sporrer. Die zentrale Sorge des Ökosystems: Das Projekt könnte durch das Lobbying nationaler Partikularinteressen ausgehöhlt werden.

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Wachstumsunternehmen brauchen den europäischen Binnenmarkt

Hintergrund des Vorstoßes ist die zunehmend kritische globale Wettbewerbsfähigkeit Europas. Ohne eine sofortige Steigerung der Produktivität und Innovationskraft, so der Tenor des Schreibens mit Verweis auf den Draghi-Report, müsse Europa langfristig zwischen Wohlstand, sozialer Absicherung und geopolitischer Souveränität wählen. Für heimische Startups, die laut aktuellen Daten rund 42 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielen, sei ein funktionierender europäischer Standard daher eine unmittelbare Standortfrage, betont man im Schreiben.

Hannah Wundsam, CEO von AustrianStartups, hebt dabei die Notwendigkeit eines echten Binnenmarkts hervor: „Freie Sitzwahl ist kein Schlupfloch, sondern das Fundament eines funktionierenden europäischen Standards. Wenn Gründerinnen und Gründer zwar ein gemeinsames Label bekommen, aber de facto wieder 27 unterschiedliche Einstiegspunkte vorfinden, verfehlt die EU Inc. einen wesentlichen Teil ihres Ziels.“ Ohne diese Standardisierung drohe eine weitere Abwanderung in ausländische Rechtsformen, wie etwa die in der Skalierungsphase häufig genutzte US-amerikanische Delaware Inc.

Drei konkrete Forderungen für die EU Inc.

Um einen derartigen Fleckerlteppich zu verhindern, ersuchen die Unterzeichner:innen das Justizministerium, sich auf europäischer Ebene für drei Punkte einzusetzen:

  1. Die freie Wahl des Registrierungssitzes innerhalb der EU muss gewahrt und durch ein striktes Nicht-Diskriminierungsprinzip rechtlich abgesichert bleiben.
  2. Die Rechtsform soll ohne Umsatzgrenzen oder künstliche Größenbeschränkungen für alle Unternehmen uneingeschränkt offenstehen.
  3. Es bedarf eines zentralen digitalen Registers für volldigitale Gründungen innerhalb von 48 Stunden inklusive direkter Kontoeröffnung sowie strenger KYC/AML-Standards zur Geldwäscheprävention.

Kapitalbeschaffung und Skalierung erleichtern

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