10.02.2023

FAIO: 22-jähriger Startup-Gründer will mit Allround-Fitness-App durchstarten

Das österreichische Startup FAIO will die wichtigsten Bedürfnisse von Fitness-Freaks in nur einer App vereinen.
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FAIO-Gründer Niki Schramek
FAIO-Gründer Niki Schramek | Foto: FAIO

Fitness-Apps gibt es wie Sand am Meer. Laut Daten von Statista hat knapp jede/r vierte/r Österreicher:in eine Fitness-App am Smartphone. Zusätzlich zu den virtuellen Trainingsplanern gibt es mehrere Kalorienzähl-Apps und andere Anwendungen, die zu einem gesünderen Leben anspornen sollen. Das österreichische Startup FAIO (Fitness All In One) bietet eine Allround-Fitness-App an, die die wichtigsten Features beinhalten soll.

Derzeit besteht das im Februar 2022 gegründete Start-Up aus vier Personen, die allesamt die Begeisterung zum Sport verbindet. Gründer und CEO Niki Schramek ist selbst diplomierter Fitnesstrainer. Der Ärger über eine Vielzahl an unterschiedlichen Apps, die es braucht, um einen guten Überblick zu behalten, hat ihn zum Gründen motiviert.

Personaltrainer geben übers Handy Ratschläge

„Vor allem junge Menschen, die sich keinen Personaltrainer leisten können, sollen von FAIO profitieren“, sagt Schramek. Man will dabei bewusst auf keine Künstliche Intelligenz setzen, sondern den Austausch mit anderen Menschen forcieren.

„Wir vereinfachen das Training – Kalorienzähler, Personaltrainer, Workout-Tracker und intelligente Kalorienanpassung findet man bei uns in einer App“, sagt Schramek. Der Anspruch der App: jedes Bedürfnis von Fitness-Begeisterten zu erfüllen.

Eine Chat-Funktion ermöglicht User:innen den Austausch mit professionellen Trainern, die für Tipps und Ratschläge zur Verfügung stehen. „Immer wieder bekommen wir Videos von User:innen geschickt, die sich nicht sicher sind, ob sie eine Übung richtig ausführen – dann antworten wir innerhalb einer Stunde per Sprachmemo“, sagt Schramek. Diese Funktion ist nur in der Vollversion für 60 Euro pro Jahr verfügbar.

Punktesystem für User:innen geplant

Kostenlos können Sportler:innen über die App mit fortgefertigten Trainingsplänen trainieren oder eigene Programme erstellen. Dabei ist die Anwendung eine Unterstützung und schlägt Übungen vor. User:innen können zudem ihre Mahlzeiten manuell oder über einen Barcode-Scanner in die App laden.

Seit dem Launch im Februar 2022 haben sich knapp 17.000 Nutzer:innen auf der Plattform registriert. Wer die App downloaded, testet zudem für eine Woche Vollversion. „Wir bauen keine Abofallen ein, nach sieben Tagen werden die User:innen automatisch auf die Gratisversion zurückgestuft – dann können sie selbst entscheiden, in welcher Version FAIO verwenden wollen“, sagt Schramek.

Bis zum Ende des Jahres soll FAIO die 100.000-Downloads-Marke knacken. Die Lebensmitteldatenbank will man an anderen Apps zur Nutzung anbieten. Darüber hinaus will Schramek nun Investoren aus der Fitnessbranche für die App begeistern.

In Zukunft sollen User:innen die Gelegenheit haben, durch Trainingsfortschritte Punkte zu sammeln, die man Sportnahrung oder Sportbekleidung eintauschen kann. „Das spielerische Element, der Spaß am Sport und der Personal Trainer in der Hosentasche – das macht uns aus“, sagt Schramek.

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Seit über 30 Jahren zeichnet EY in 60 Ländern ausgewählte Entrepreneur:innen für besondere Leistungen aus. Zu den Beurteilungskriterien der Fachjury zählen Wachstum, Zukunftspotenzial, Innovation, Mitarbeitendenführung und gesellschaftliche Verantwortung.

Entrepreneur Of The Year in vier Kategorien

„Beim diesjährigen EY Entrepreneur Of The Year 2026 wollen wir unter dem Motto ‚Shapers of the Future‘ jene Unternehmer:innen in Österreich auszeichnen, die mit Weitblick und Entschlossenheit Veränderungen anstoßen, die langfristigen Erfolg ermöglichen und gleichzeitig positive Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft setzen“, sagt Erich Lehner, Partner bei EY und Verantwortlicher für den Award in Österreich.

Der Unternehmerpreis wurde heuer von der Fachjury in vier Kategorien vergeben: „Innovation & Hightech“, „Handel & Konsumgüter“, „Dienstleistungen“ und „Social Entrepreneur“. Darüber hinaus wurde Johannes Ferner, Gründer von fiskaly und Sieger des EY Scale-up Award 2026, in der Kategorie „Start-ups“ ausgezeichnet.

Fiskaly entwickelt cloudbasierte Lösungen für die steuerliche Compliance von Transaktionen in Europa: Fiskalisierung, E-Invoicing, Archivierung und digitale Belege. Das 2019 in Wien gegründete FinTech unterstützt Unternehmen dabei, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Johannes Ferner verfolgt seit der Gründung die Vision, „Fiskalisierung und steuerliche Compliance in Europa einfacher, effizienter und zukunftssicher“ zu gestalten.

Bogianzidis gewinnt Social Entrepreneur

Mit öKlo-Gründer Niko Bogianzidis wurde eine weitere Persönlichkeit aus der Startup-Szene ausgezeichnet. Der Founder erhielt die Auszeichnung als „Social Entrepreneur“ des Jahres. Sein Startup entwickelt nachhaltige Sanitärlösungen und verfolgt das Ziel, Kreislaufwirtschaft im Sanitärbereich voranzutreiben.

Volker Fuchs von Test-Fuchs indes wurde in der Kategorie „Innovation & Hightech“ prämiert. Das Familienunternehmen hat sich seit seiner Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg von einem regionalen Betrieb zu einem global agierenden Technologieunternehmen entwickelt und baut hochspezialisierte Testsysteme und technische Lösungen für internationale Industriekunden, insbesondere in der Luftfahrtbranche. Dabei werden Mechanik, Elektronik und Software unter einem Dach entwickelt und gefertigt. Fuchs wurde zudem ausgewählt, Österreich beim EY World Entrepreneur Of The Year Award im Juni 2027 zu vertreten.

Industrieanlagenbauer und Bäckerhandwerk

Die Kategorie „Dienstleistungen“ ging an Roman Zauner und Andreas Beck von der Zaunergroup, einem oberösterreichischen Industrieanlagen- und Rohrleitungsbauer, der auf die großen Industrien der Zukunft setzt. Zu den Meilensteinen zählen der Einstieg ins Data-Center-Geschäft, die Zusammenarbeit mit einem strategischen Partner und internationale Großprojekte, darunter Vorhaben für Google in Norwegen und Österreich.

In der Kategorie „Handel & Konsumgüter“ überzeugte Martin Auer, der mit seinem gleichnamigen Unternehmen traditionelles Bäckerhandwerk mit Gastronomie, Markenerlebnis und hohem Qualitätsanspruch verbindet. Wachstumsimpulse setzt er mit der Expansion nach New York und dem Ausbau des Gastronomie- und Kaffeegeschäfts.

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