03.08.2022

Fact AI: Salzburger KI hilft bei der Wahl der Kryptobörse oder der richtigen Ski

Und holt den "Datenschatz" der Unternehmen von den "Big Playern" zurück.
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Fact AI, AdTech
(c) Fact AI - Das Fact AI-Team bietet Daten in Echtzeit.

Fact AI wurde im Sommer 2017 mit dem Ziel gegründet, mit automatisierten KI-Dienstleistungen Mehrwerte für Internetnutzer:innen, Konsument:innen, Unternehmen und Organisationen zu generieren.

Fact AI: Porsche und VW als Kunden

Das Startup aus der Mozartstadt ist vor allem im Online-Werbemarkt aktiv und möchte Unternehmen dabei helfen, aus eigenen Website-Daten in Echtzeit „Mehrwert zu generieren, Geld zu sparen, mehr zu verdienen und sich ein Stück weit von Tech-Giganten zu lösen“. Zu den bisherigen Kunden von Fact AI zählten unter anderem Porsche, WKO, Volkswagen, Audi oder Original+.

Konkret betont das Team rund um die Gründer Emanuel Schattauer und Arnold Keller, dass die Ära der 3rd-Party Cookies vorbei ist. Und die Challenges für Unternehmen immens. Großen Plattformen wie Google und Facebook würden ihre Insights nicht teilen, sondern sie nur gegen Bezahlung verschlüsselt zur Verfügung stellen. Um dieses Informationsdefizit auszugleichen, wurde Fact AI gegründet.

Daten und Service per Frage-Modul

„Wir möchten das Leben der Menschen durch Künstliche Intelligenz verbessern, ihnen helfen, bessere und einfachere Entscheidungen zu treffen. Wir kreieren das, was Menschen tatsächlich wollen und brauchen“, sagt Schattauer.

Die KI-Online-Beratungs-Software des Startups namens „Fact Advisor“ stellt Website-Visitors Fragen, erkennt ihre impliziten Signale (Uhrzeit, Browser, Ad Kampagne, bisher besuchte Seiten) und lernt User dadurch kennen.

Das Frage-Modul nutzt dabei Künstliche Intelligenz, um die Fragen, Antwortmöglichkeiten, (Verkaufs-)Argumente, Vorschläge und Werbeanzeigen zu optimieren. Unternehmen sollen so Denkweisen, Persönlichkeit, Motivationen und Verhaltensmuster in Echtzeit erhalten.

Fact AI als Onlineberater

Der Algorithmus der Salzburger könne auch vorhersagen, was User als nächstes sehen wollen. Er stellt fünf bis neun Fragen, und je nach Antwort passen sich die Folgefragen an die User:innen an.

Zum Beispiel möchte die KI wissen, wie hoch die eigene Risikobereitschaft beim Investieren ist, wie hoch das Kryptowissen und welche Investmentvorlieben man hat. Am Ende wird eine Liste mit den für User:innen geeigneten Kryptobörsen ausgespielt. Ähnlich funktioniert die KI, bei Fragen nach dem Ausflugsziel oder der Wahl passender Ski für den Urlaub.

Neben diesem Feature betonen Schattauer und Keller den Vorteil ihrer Software für Unternehmen: „Segmentierung, Targeting, Customer Insights – die Nutzung des eigenen Datenschatzes an Kundeninteraktionen sollte nicht länger den ‚Big Playern‘ überlassen werden, weil dadurch Kund:innen unbekannt bleiben. Ein Online-Berater mit Künstlicher Intelligenz führt zu mehr Kundenzufriedenheit, wertvollen Customer Insights, Conversions, Verkäufen und einer höheren Lead-Generierung.“

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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