04.11.2015

Facebook will ab 2025 Menschen teleportieren

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(c) Oculus

Mike Schroepfer, der technische Leiter von Facebook hat eine Vision. Er will es der Menschheit ermöglichen, sich jederzeit an einen gewünschten Ort teleportieren zu können. Eine Kombo aus Virtual-Reality-Set und sozialem Netzwerk soll das ermöglichen.

Business Insider zufolge, bestätigte Schroepfer auf einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen am Web Summit in Dublin, dass sein Unternehmen „wirklich einen Teleporter bauen wird.“ Darüberhinaus erklärte er: „Facebook möchte ein Gerät entwickeln, dass es dir erlaubt, überall auf der Welt mit jedem gewünschten Menschen zusammen zu sein, unabhängig von den geografischen Distanzen.“ Der erste Schritt für diese „Star Trek“-verdächtige Technik, erfolgt mit dem Launch der Datenbrille Oculus Rift im kommenden Frühjahr.

Flugzeuge nach wie vor benötigt

Es geht natürlich nicht darum einen Menschen in molekulare Einzelteile zu zerlegen, und an einem anderen Ort wieder zu materialisieren. Um von New York nach Berlin zu kommen braucht man also nach wie vor ein Flugzeug. Die virtuelle Teleportation via VR-Set stellt allerdings ebenfalls eine große Herausforderung dar.

Die Illusion des „Beamens“ soll perfekt sein – dafür müssen die Entwickler bei Facebook unter anderem dafür sorgen, dass der Anwender an dem jeweiligen Ort seine Mitreisenden und sich selbst sehen kann. Bei den ersten Gehversuchen helfen die „Oculus Touch Controllers“, welche die Bewegungen ihres Trägers wahrnehmen können und eine virtuelle Interaktion mit der Umgebung erlauben. Im Zusammenspiel mit Kamerasensoren könnte eine ähnliche Technik in Zukunft dafür sorgen, dass wir in der Virtual Reality unsere Hände oder andere Menschen betrachten können.

Die Touch-Controller sollen es künftig auch ermöglichen, eigene Virtual Reality-Inhalte zu kreieren. Bis Menschen aber tatsächlich per VR-Set mit ihren Freunden durch selbst gestaltete, fotorealistische Welten wandeln, ist es natürlich noch ein weiter Weg. Nach Facebooks Rechnung erreichen wir diesen Punkt in genau zehn Jahren. Man darf also gespannt sein.

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David R. Prasser, Gründer von StartUs Insights, verkauft die Technologie seines Unternehmens an Sprouts.ai | (c) StartUs Insights

Das US-amerikanische KI-Unternehmen Sprouts.ai hat im August die Such- und Datentechnologie sowie das AI-IP des Wiener Unternehmens StartUs Insights übernommen. Das teilt StartUs Insights in einer Aussendung mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Auch Teile des Teams wechseln zu Sprouts.ai. Was mit der Gesellschaft selbst und den bestehenden Kunden der Plattform geschieht, geht aus der Aussendung nicht hervor.

Vom Startup-Netzwerk zur Datenplattform

StartUs Insights wurde 2016 von David R. Prasser in Wien gegründet. Prasser hatte zuvor mit StartUs ein Online-Netzwerk für Startups aufgebaut, das brutkasten bereits in den Anfangsjahren porträtiert hat. Aus dem Startup für die Vernetzung und Entdeckung junger Unternehmen entwickelte sich über die Jahre eine internationale Business- und Innovation-Intelligence-Plattform.

Im Zentrum stand zunehmend die eigene Technologie: Systeme, die große Mengen unstrukturierter Unternehmens- und Technologiedaten erfassen, strukturieren und durchsuchbar machen, darunter KI-basierte Informationsextraktion und Natural-Language-Search. Nach eigenen Angaben handelt es sich um das weltweit umfangreichste Tool zur Suche und Identifikation von Firmen, Technologien und Markttrends. Vor allem in den vergangenen Jahren setzte das Unternehmen Large Language Models und KI-basierte Datenverarbeitung ein, um Informationen aus unstrukturierten Quellen für Recherche und Innovation Intelligence nutzbar zu machen.

Unter Prassers Führung wuchs StartUs Insights auf über 50 Mitarbeiter:innen, 20 davon arbeiteten zuletzt im Technologie- und Datenbereich. Das Unternehmen betreute mehr als 1.500 internationale Kunden mit seiner Discovery-Plattform (SaaS) und unterstützte rund 2.000 Innovations-, Scouting- und Research-Projekte. Zu den Unternehmen, mit denen StartUs Insights zusammenarbeitete, zählen unter anderem Roche, Siemens, Samsung, Shell und Mitsubishi. Ein Großteil der Erkenntnisse zu Startups, neuen Technologien und Branchentrends wurde wöchentlich auf dem eigenen Unternehmensblog veröffentlicht, der zuletzt über 200.000 Leser:innen pro Monat erreichte.

Was Sprouts.ai mit der Technologie vorhat

Sprouts.ai entwickelt eine KI-basierte Go-to-Market-Plattform für Enterprise-Kunden. Im Zentrum stehen Datenintelligenz und autonome Agents entlang des Sales-Funnels. Die Lösung lässt sich unter anderem in Salesforce und Microsoft Dynamics integrieren und arbeitet auch mit KI-Umgebungen wie Copilot und Claude. Das 2023 von Karan Chaudhry, Kapil Chaudhry und Avinash Nagla gegründete Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Palo Alto.

Mit der übernommenen Technologie und den Daten will Sprouts.ai seine AI-ready Datensätze und seine semantische Suche erweitern. „Die Technologie, die Daten und das Team von StartUs Insights passen sehr gut zu unserer Mission, AI-ready Datensätze und die weltweit führende semantische Suchmaschine für Enterprise-GTM zu entwickeln“, sagt Karan Chaudhry, Co-Founder und CEO von Sprouts.ai.

Prasser gründet Tilly & Elliot

„Dass die von uns aufgebaute Technologie jetzt bei einem AI-Unternehmen weiterentwickelt wird, ist für mich ein sehr guter Abschluss dieses Kapitels“, sagt Prasser. „Gleichzeitig interessieren mich heute mehr denn je die Fragen: was passiert, wenn immer leistungsfähigere AI-Systeme auf Unternehmen, Geschäftsmodelle und ganze Branchen treffen und wie man diese Entwicklung strategisch nutzt, statt ihr nur hinterherzulaufen.“

Der Gründer bleibt den Themen Künstliche Intelligenz, neue Technologien und Innovation treu. Aktuell unterstützt er Unternehmen und Startups bei der AI-Produktentwicklung sowie bei Fragestellungen rund um Daten, Technologie und datengetriebene Geschäftsmodelle. Seine Investment- und Advisory-Aktivitäten bündelt er in der neu gegründeten Tilly & Elliot GmbH. „Neben tatkräftiger Unterstützung für Startups und Scaleups rund um AI, Physical AI und datengetriebene Geschäftsmodelle wird Tilly & Elliot ausgewählte Startups in der Frühphase auch mit Kapital unterstützen“, heißt es in der Aussendung.

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