04.05.2016

Nachrichten mit Ablaufdatum: Facebook-Messenger plant Löschfunktion

Auf Snapchat werden gesendete Nachrichten nach maximal 24 Stunden wieder gelöscht. Eine ähnliche Funktion könnte bald auch für den Facebook-Messenger verfügbar sein.
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(c) Facebook - Der Facebook Messenger könnte bald mit neuen Features ausgestattet werden

Unter US-amerikanischen Teenagern ist Snapchat schon jetzt ein beliebterter Social-Media-Kanal als Facebook. Der Grund dafür soll Experten zufolge das Verschwinden gesendeter Nachrichten sein. Anders als beim Facebook-Messenger werden via Snapchat gesendete Elemente nach spätestens 24 Stunden gelöscht.

Der Facebook-Messenger könnte nun bald ein ähnliches Feature anbieten – das zeigen auf dem Twitter-Kanal @iOSAppChanges gepostete Screenshots.

Löschfunktion im Facebook-Messenger zu beliebigem Zeitpunkt aktivierbar

Bei der neuen iOS-Version des Messengers soll es demnach möglich sein, während eines Chats beliebig die Funktion „disappearing Messages“ ein- oder auszuschalten. Aktiviert der Nutzer das Feature, kann er festlegen, wie lange eine gesendetes Element für den Chat-Partner sichtbar sein soll. Das Zeitfenster reicht von einer Minute bis zu 24 Stunden.

Redaktionstipps

Mit der Möglichkeit, gesendeten Nachrichten, Bilder und Videos ein Verfallsdatum zu verpassen, möchte Facebook laut Insiderberichten für die User wieder attraktiver werden. Denn die Konkurrenz, auch aus dem eigenen Haus, holt auf: So verbesserte etwa der Nachrichten-Dienst Whatsapp erst vor Kurzem seine Privatsphäre-Funktion und bietet nun eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung aller Chats an.

+++ Mehr zum Thema: Facebook Messenger: 800 Millionen User – und das ist erst der Anfang +++

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Das Gründungs-Trio von AYB: Dominik Jöbstl, Robert Haidl und Fabio Steiner (v.l.) © AYB

„Ausgewaschene Baumwollunterhosen fühlen sich mit der Zeit an wie so ein 40er Schleifpapier“, zumindest, wenn es nach Fabio Steiner, Dominik Jöbstl und Robert Haidl geht. Die drei Grazer wollten sich mit diesem Problem nicht länger abfinden und begannen so an der „perfekten Boxershorts“ zu tüfteln. Daraus geworden ist im November 2025 die AYB Underwear GmbH. AYB steht hier für „About Your Balls“. Seit Mitte Juli 2026 kann man sich vom Website-Claim „kein Zwicken. kein Kratzen.“ nun selbst überzeugen.

Zwei Jahre Materialsuche

Rund zwei Jahre arbeiteten die Gründer mit der Grazer Schneiderin Sarah Kohlendorfer zusammen, testeten laut eigenen Angaben mehr als 30 Stoffe und zwölf Prototypen, ehe die Wahl auf Tencel Modal Micro der oberösterreichischen Lenzing AG fiel.

Auch der Schnitt wurde mehrfach überarbeitet: An der Hüfte, „dort ist der Punkt, wo die Unterhose am meisten spannt“, wie Steiner im Interview erklärt, verzichtet AYB auf eine Naht. Stattdessen verlaufen die Nähte vorne und hinten. Daraus ergeben sich zwei zusätzliche Nähte, dafür aber ohne Druckstellen an der empfindlichsten Zone, wie die Gründer ausführen.

Made in China

Produziert wird in einer Partnerfirma im chinesischen Guangdong. Dort würden laut Steiner „90 Prozent aller Unterhosen der Welt produziert“, die Lieferketten seien entsprechend eingespielt. Eine Produktion in Europa hätte man laut Steiner deutlich teurer kalkulieren müssen: „Wir hätten das Dreifache verlangen müssen.“

Preislich positioniert sich AYB zwischen Billiganbietern und Premiummarken, ein Dreierset kostet 44,90 Euro. Über die genaue Marge wollten die Gründer keine Angaben machen, sie sei aber „für das Textilgeschäft üblich“, erwähnt man im Interview.

Verkaufszahlen übertreffen die eigenen Erwartungen

Die ersten Pre-Sale Bestellungen von AYB wurden selbst ausgeliefert. © AYB

Mitte Juli 2026 ging AYB mit einer ersten Bestellung von 1.000 3er-Sets in den regulären Verkauf. Ursprünglich hatten die Gründer mit 50 verkauften Sets pro Monat kalkuliert „und jetzt haben wir halt einfach mehr als das Zehnfache verkauft“, sagt Steiner.

Rund 600 Dreiersets wurden bislang abgesetzt, eine zweite Bestellung über 2.000 weitere Sets ist bereits unterwegs. Finanziert wird sie aus dem laufenden Cashflow: „Es läuft aktuell in einem positiven Cashflow, was uns sehr happy stimmt“, bestätigt Steiner gegenüber brutkasten. Auf Investor:innen verzichten die drei laut eigenen Angaben bewusst. Man wolle es soweit wie möglich bootstrappen.

Vom Marketingbüro zum Boxershort-Business

Steiner und Jöbstl betreiben parallel eine eigene Marketingagentur, aus deren Einnahmen unter anderem die GmbH-Gründung über 12.000 Euro von AYB mitfinanziert wurde. Aktuell laufen beide Geschäfte parallel. „Um auch zu schauen, was funktioniert am Ende des Tages einfach besser“, meint Steiner. Bis man sich bei AYB etwas auszahlen könne „dauert sicher noch zwei, drei Jahre“, fügt er hinzu.

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