27.06.2018

Facebook lockert Werbeverbot für Kryptowährungen

Facebook lässt mit der Meldung aufhorchen, Werbung für Kryptowährungen wieder zuzulassen. Allerdings gibt es für Werbende dabei Einschränkungen, wie etwa eine nötige Vorab-Genehmigung.
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Kryptowährungen
(c) fotolia/nanomanpro - Trennt sich Facebook von der Like-Funktion?

Ab sofort gibt es wieder die Möglichkeit, auf Facebook für Bitcoin oder Ethereum zu werben. So heißt es in einem am Dienstag, dem 26. Juni veröffentlichten Statement. Allerdings werde das Unternehmen vorher prüfen, ob die beworbenen Angebote rund um Kryptowährungen sicher und legal seien. Im Jänner diesen Jahres waren auf dem sozialen Netzwerk Anzeigen für Krypotwährung aus Sicherheitsgründen verboten worden. Man wollte damit gegen „Scammer“ vorgehen.

+++ ICOs: Die Rechtslage von Initial Coin Offerings in Österreich +++

Kryptowährungen: „darauf achten, dass es sicher bleibt“

Nun gab es einen kleinen Sinneswandel beim Tech-Giganten. „In den letzten Monaten haben wir daran gearbeitet unsere ‚Policy‘ dahingehend anzupassen, um das Werben wieder zu erlauben, aber auch darauf zu achten, dass es sicher bleibt“, schreibt Rob Leathern, Product Management Director, in einem Blog-Eintrag. Allerdings bleibt Werbung für ICOs und binäre Optionen weiterhin verboten, da Facebook diese als „risky financial products“ einstuft.

Kampf gegen Irreführung und Scamming

Unternehmen, die Ads für Kryptowährungen ausspielen wollen, müssten zuerst per Applikationsansuchen ihre Anspruchsvoraussetzungen beweisen. „Es ist wichtig, dass wir damit weitermachen, irreführendes Advertisement für diese Produkte zu verhindern oder zu entfernen“, so Leathern weiter.

Kryptowährungen
(c) fotolia/rcfotostock – Kryptowährung-Werbende müssen sich einer Vorab-Prüfung durch Facebook stellen.

Facebooks Plan von einer eigenen Kryptowährung?

Facebooks „Januar-Bann“ fand damals zu einer Zeit statt, als es einen Kryptpwährungs-Boom gab und etwa Bitcoin damals auf über 20.000 Dollar sprang. Später im Mai hat Facebook eine neue, experimentelle Blockchain-Gruppe gegründet, die vom ehemaligen Messenger Executive David Marus geführt wird. Diese hat zum Ziel, sich auf jene Technologien zu fokussieren, die Kryptowährungen wie Bitcoin antreiben. Mediale Mutmaßungen laufen darauf hinaus, dass Facebook eine eigene Kryptowährung plane.

Mit den aktuellen Maßnahmen zur Werbelockerung änderete das Unternehmen zwar seine Strategie, jedoch wird nicht jeder, der möchte, auch werben können, wie Leathern sagt: „Wir werden aber auf Feedback hören, ganz genau hinsehen, wie unsere ‚Policy“ wirkt und, wo notwendig, sie auch anpassen“.


⇒ Zur Applikations-Webseite für Werbende

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Rainer Haude und Piotr Ciski | (c) Daniel Willinger
Rainer Haude und Piotr Ciski | (c) Daniel Willinger

Bereits 1967 gegründet, nutzen heute nach Unternehmensangaben rund 4.000 Anwender:innen in Österreich die Steuerberatungssoftware des Wiener Anbieters dvo Software. Die Lösung unterstützt Steuerberater:innen bei Kanzleimanagement, Honorarabrechnung, automatisierten Workflows, sicherer Kommunikation und Dokumentenmanagement sowie bei Finanzbuchhaltung, Steuern und Anlagenverzeichnis. Dabei kommt auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz, der Fokus liege auf Automatisierung, heißt es vom Unternehmen.

Marke, Team und Geschäftsführer bleiben

Nun gab die Firma die Übernahme durch den erheblich größeren polnischen Mitbewerber Symfonia Group bekannt. Ein Kaufpreis wurde dabei nicht genannt. Marke, Team und Ausrichtung auf den österreichischen Steuerberatungsmarkt sollen unverändert bleiben. Auch die Geschäftsführer Rainer Haude und Richard Theiß bleiben in ihren Positionen und halten künftig Anteile an der Muttergesellschaft.

DACH-Einstieg für Symfonia

Symfonia hat mehr als 55.000 Kunden, darunter 6.700 Steuerberatungskanzleien. „Mit dvo Software betritt Symfonia erstmals den DACH-Raum, und wir beabsichtigen, hier weiter zu wachsen“, kommentiert Piotr Ciski, CEO der Symfonia Group. „Dvo kennt die Anforderungen österreichischer Steuerberatungskanzleien genau. Wir bringen Know-how im Bereich Technologie sowie der Einhaltung regulatorischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen mit.“

„Interessante Chancen“ im österreichischen Markt

Und Rainer Haude, Geschäftsführer von dvo Software, sagt: „Wir teilen Symfonias Fokus auf die Steuerberatungsbranche und das Ziel, die Produktivität in Steuerberatungskanzleien durch intelligente Software erheblich zu steigern. Wir können nun unser ohnehin schon ehrgeiziges KI-Investitionsprogramm bei dvo Software mit noch größerer Dynamik vorantreiben.“ Der österreichische Markt befinde sich derzeit in einer teilweise durch den Rückzug des deutschen Anbieters Datev hervorgerufenen Umbruchsphase und biete daher „interessante Chancen“.

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