05.04.2016

Facebook launcht Bildbeschreibungs-Tool für Blinde

Blinde und sehbehinderte Menschen sollen Facebook in Zukunft besser nutzen können. Dazu hat das Unternehmen ein Programm entwickelt, das den Usern auditiv erklärt, was auf Fotos und Abbildungen zu sehen ist.
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(c) Facebook: Ein neues Tool erklärt Blinden was auf dem Smartphone Bildschirm zu sehen ist.

„Image may contain three people, smiling, outdoors.“ So oder so ähnlich hört es sich an, wenn Facebook blinden Nutzern ein Foto in ihrem Newsfeed beschreibt. Seit gestern ist das über die Funktion AAT, Automatic Alternative Text, möglich. Die Software wurde entwickelt, um auch sehbehinderten Menschen Bildinhalte zugänglich zu machen und ihnen damit die Facebook-Nutzung zu erleichtern.

Neue Technologie soll Blinde sehend machen

Das Programm greift auf eine Objekterkennungs-Technologie zurück, die visuelle Inhalte in sprachliche Beschreibungen umwandelt. Grundlage dafür ist ein neuronales Netzwerk, das über verschiedene Parameter und Beispiele die abgebildeten Objekte erkennen und benennen kann. Bisher war es für Blinde zwar möglich, sich mittels Screenreader Postings und Kommentare vorlesen zu lassen, über den tatsächlichen Inhalt eines Fotos blieben sie aber im Unklaren.

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Weiterentwicklung

Die Mitarbeiter des Accessibility -Teams von Facebook hatten die Funktion über mehrere Monate hinweg entwickelt. Unter ihnen befindet sich auch Matt King, der erste sehbehinderte Entwickler des Unternehmens. Derzeit ist der Dienst nur für iOS und auf englisch verfügbar, in Kürze soll er aber auch mit weiteren Sprachen und Betriebssystemen funktionieren.

Hier das Video von Facebook zum neuen Tool:

 

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Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Gernot Hofer CEO von der Invest AG | © Schütze Public Results, Ines Strohmayer

TTech zählt zu den wenigen europäischen Anbietern, die sicherheitskritische Steuerungs- und Vernetzungslösungen für hochsensible Einsatzbereiche entwickeln: von Raumfahrtelektronik über den autonomen Betrieb von Fahrzeugen und Maschinen bis zu industriellen Echtzeitsystemen und kritischer Infrastruktur. Mit dem Einstieg der Invest AG, hinter der als Leadinvestor die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich steht, bekommt das Unternehmen nun einen österreichischen Kapitalgeber an Bord. Zum Kaufpreis und zur Bewertung machen die Beteiligten in der Aussendung keine Angaben.

„Wir sehen es als unsere Verantwortung, dass Spitzentechnologie aus Österreich auch in österreichischer Hand bleibt. Mit TTTech investieren wir in ein Unternehmen, das beweist, dass heimisches Know-how international gefragt ist, und wir wollen sicherstellen, dass diese Kompetenz auch langfristig hier verankert bleibt“, sagt Gernot Hofer, CEO der Invest AG.

Souveränität als gemeinsames Ziel

Auch TTTech-CEO und Mitgründer Georg Kopetz stellt die Beteiligung in den Kontext der technologischen Souveränität Europas: „Innovative Technologie aus Österreich, die in marktfähigen Produkten weltweit zum Einsatz kommt, leistet einen wichtigen Beitrag zu Europas technologischer Souveränität sowie zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit, gerade in einer Zeit, in der diese Frage politisch wie wirtschaftlich immer wichtiger wird.“ Mit der Invest AG habe man einen Partner, der dieses Ziel teile, das Geschäftsmodell verstehe und den weiteren Ausbau der globalen Marktposition unterstütze.

Gerald Aichhorn, Aufsichtsrat der Invest AG und Beteiligungsvorstand der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, nennt TTTech „ein Paradebeispiel dafür, welche technologische Substanz in Österreich vorhanden ist“. Gerade bei sicherheitskritischen Technologien zähle Kontinuität mehr als kurzfristiger Erfolg.

Von der Mondmission bis zum Energiemarkt

Zuletzt sorgte TTTech mit der NASA-Mondmission Artemis II für Schlagzeilen: Im April 2026 flog erstmals seit 53 Jahren wieder eine Crew um den Mond, mit Technologie von TTTech an Bord der Orion-Kapsel. Seit über 20 Jahren bringt das Unternehmen österreichische Technologie ins All. Mit der gemeinsam mit der NASA und internationalen Unternehmen erprobten Netzwerktechnologie TTEthernet hat TTTech einen internationalen Standard für hochzuverlässige Datennetzwerke geprägt, der heute unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und im Artemis-Programm zum Einsatz kommt.

Zu den zentralen Wachstumsfeldern zählt neben Luft- und Raumfahrt auch der Energiesektor: Mit TTTech Zyne, dem 2025 gemeinsam mit Verbund gegründeten Joint Venture, adressiert das Unternehmen den dezentralen Energiemarkt und dessen Herausforderungen durch volatile Preise und erneuerbare Energien. Im KI-Bereich konzentriert sich TTTech auf die sichere Einbindung in kritische autonome Systeme.

Für Aufsehen sorgte Anfang 2025 zudem der Verkauf der Tochter TTTech Auto an den niederländischen Chiphersteller NXP um 625 Millionen US-Dollar. brutkasten berichtete damals auch über die Hintergründe des Deals.

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