29.09.2022

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft

Der Meta-CEO hat große Sicherheitsbedenken, was das Metaverse angeht. Und steht damit nicht alleine da.
/artikel/facebook-gruender-mark-zuckerberg-warnt-vor-verbrechen-der-zukunft
Metaverse / Zuckerberg
(c) A. Quintano/Wikimedia Commons

Metaverse – unentdeckte Weiten. Auch wenn der Begriff, widmet man sich den Fragen von Morgen, nicht mehr wegzudenken ist, so ist heute und noch länger nicht klar, auf welche Art und Weise die neue Technologie Einfluss auf das alltägliche Leben nehmen wird. In einer Sache sind sich die Big Player der Tech-Szene allerdings einig: Sie wird einiges verändern. Ein Grund für Meta-Chef Mark Zuckerberg vor nahenden Gefahren zu warnen.

Metaverse: 25 Prozent der Welt bald täglich online

„Das Metaverse ist ein gemeinschaftlicher virtueller Freiraum, der durch die Verschmelzung von virtuell erweiterter physischer und digitaler Realität entsteht“, lautet die Definition des Gartner-Instituts. Dem hauseigenen Forscher Mark Ruskin zufolge wird der Zugang zum Metaverse für kommerzielle Zwecke erst in den 2030er Jahren beginnen. Bis 2026 sollen rund 25 Prozent der Weltbevölkerung mindestens eine Stunde online verbringen, sei es für die Arbeit, zum Spielen oder für soziale Kontakte. Dies eröffnet einige Fragen zur Sicherheit, Datenschutz und Health-Issues.

Mark Zuckerberg, CEO von Meta, sagte in einem Frühjahrs-Interview mit MIT-Professor Lex Fridman, dass viele Leute denken würden, das Metaverse sei ein Ort. In Wirklichkeit gehe es um eine Zeit, in der im Wesentlichen immersive virtuelle Welten die wichtigste Art und Weise werden, wie wir unser Leben leben und unsere Zeit verbringen.

Mark Zuckerberg über Meta, Facebook, Instagram und das Metaverse

Der Facebook-Founder räumt die Sicherheitsprobleme ein, die das Metaversum unweigerlich aufwerfen wird. Etwa „identity theft“. Das stelle ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko dar – Altersüberprüfung, Bots und gehackte Konten werden zweifelsohne ein großes Problem werden, sagt er.

Bereits heute fänden sich enorme Menge an finanziellen und persönlichen Daten, die Personen bei der Arbeit, im sozialen Umfeld und beim Einkaufen im Metaverse hinterlassen. Dieser Umstand würde, für die Akteure der Online-Welten, künftig eine wichtige Aufgabe aufwerfen: Zu bestätigen, dass die User:innen die sind, für die sie sich ausgeben.

Social Engineering im Metaverse

Social-Engineering-Angriffe werden dem Meta-CEO nach im Metaversum florieren, denn die User:innen nutzen bekanntlich Avatare. Daher sei es nur logisch, dass Kriminelle versuchen werden, diese Avatare zu stehlen, zu fälschen oder zu manipulieren. Ein „Attacker“ könnte etwa Mitarbeiter:innen eines Unternehmens um sensible Informationen bitten, nachdem er die Kontrolle über einen Avatar übernommen hat. Ähnlich einem Phishing-Versuch bei E-Mails.

Es sei unklar, wie gut die Mitarbeiter die Gültigkeit der Avatare von Kolleg:innen überprüfen können, oder wie schnell sie eine gestohlene digitale Abbildung im Büro durchschauen. Eine Anfrage, die von einem gehackten Avatar kommt, werde im Metaversum wahrscheinlich schwieriger zu erkennen sein.

Letztendlich könnten auch betrügerische Aktivitäten von böswilligen Akteuren durch die weit verbreitete Verwendung von Avataren erleichtert werden: Mittels gängiger Bitcoin-Transaktionen sei es einfacher, illegal erworbenen Reichtum im Metaversum zu verbergen.

Online-Mord ein Verbrechen der realen Welt?

Von diversen Regulierungsbehörden und staatlichen Stellen wird bereits darüber diskutiert, ob Verbrechen, die im Metaversum begangen werden, in der realen Welt bestraft werden sollten – da das Metaversum versuche, einen Großteil der physischen Welt zu duplizieren, so das Argument.

Sultan Al Olama, der Minister für Künstliche Intelligenz der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), erklärte Anfang dieses Monats, dass bedeutende Metaverse-Delikte wie Mord in der realen Welt geahndet werden sollten, wie cnbc berichtete.

Sinngemäß sagte er: „Wenn ich dir eine SMS auf WhatsApp schicke, ist das eine SMS, oder? Es könnte dich erschrecken, aber bis zu einem gewissen Grad wird es nicht die Erinnerungen hervorrufen, die eine posttraumatische Belastungsstörung auslöst. Aber wenn ich im Metaversum bin, es wie eine realistische Welt wirkt, ich dich tatsächlich ermorde und du das siehst … kann das zu einem gewissen Extrem führen.“

Ein Minenfeld

Auch wenn es sich hier um eine fiktive Situation handelt, die wohl noch als Diskurs geführt werden wird, so scheint für die Experten der Branche klar zu sein, dass Social-Engineering-Angriffe weit verbreitet; die Privatsphäre der Nutzer in Gefahr und Safety ein wichtiges Anliegen sein werden. Oder wie es Gartner nennt: ein Metaverse voller Minenfelder in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz.

Deine ungelesenen Artikel:
10.09.2026

Kommission schlägt neues Europäisches Innovationsgesetz vor – das sind die Eckpunkte

Die EU-Kommission hat gestern den European Innovation Act vorgeschlagen. Ziel ist es, Europas innovativste Ideen in Europa zu entwickeln, zu finanzieren und erfolgreich zu skalieren. Als zentrale Initiative der EU-Startup- und Scaleup-Strategie sowie des EU-Kompasses für Wettbewerbsfähigkeit soll der Vorschlag dazu beitragen, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und die technologische Souveränität der EU zu stärken.
/artikel/kommission-schlaegt-neues-europaeisches-innovationsgesetz-vor-das-sind-die-eckpunkte
10.09.2026

Kommission schlägt neues Europäisches Innovationsgesetz vor – das sind die Eckpunkte

Die EU-Kommission hat gestern den European Innovation Act vorgeschlagen. Ziel ist es, Europas innovativste Ideen in Europa zu entwickeln, zu finanzieren und erfolgreich zu skalieren. Als zentrale Initiative der EU-Startup- und Scaleup-Strategie sowie des EU-Kompasses für Wettbewerbsfähigkeit soll der Vorschlag dazu beitragen, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und die technologische Souveränität der EU zu stärken.
/artikel/kommission-schlaegt-neues-europaeisches-innovationsgesetz-vor-das-sind-die-eckpunkte
European Innovation Act
© European Commission

Europa verfügt über eine starke Forschungslandschaft sowie über qualifizierte Fachkräfte und innovative Unternehmen. Gleichzeitig bestehen innerhalb der EU unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen, und der Zugang zu Finanzierungen kann für innovative Unternehmen eine Herausforderung darstellen. Dadurch werden in Europa entwickelte Innovationen nicht immer in Europa weiterentwickelt und wirtschaftlich genutzt. Der nun von der EU-Kommission vorgeschlagene European Innovation Act soll dazu beitragen, diese Rahmenbedingungen zu verbessern und Unternehmen dabei zu unterstützen, grenzüberschreitend zu wachsen und international wettbewerbsfähig zu werden.

Zugang zu Finanzierung und Vergabeverfahren

Der Vorschlag setzt im Prinzip an zwei zentralen Herausforderungen für Innovationen in Europa an: dem Zugang zu Finanzierung und der stärkeren Nutzung öffentlicher Beschaffung.

Erstens soll der Zugang zu Finanzierungen für innovative Unternehmen erleichtert werden. Viele Startups und Scaleups verfügen über Patente, geistiges Eigentum und andere immaterielle Vermögenswerte. Deren Bewertung kann jedoch komplex sein und den Zugang zu Investitionen erschweren.

Der Vorschlag sieht daher einen gemeinsamen EU-Rahmen für die Bewertung von geistigem Eigentum vor. Zudem soll ein digitaler Marktplatz geschaffen werden, der Anbieter und Interessenten für geistiges Eigentum zusammenbringen und Unternehmen durch fachliche Unterstützung bei der Vermarktung ihrer Innovationen unterstützen soll.

Nach Angaben der Kommission könnten diese Maßnahmen die Verwaltungskosten um rund 35 Mio. Euro senken und zusätzliche Finanzierungen von bis zu 10,2 Mrd. Euro pro Jahr über IP-gestütztes Risiko- und Fremdkapital ermöglichen.

F&E-Aufträge

Zweitens soll ein gemeinsames Verfahren für die Vergabe von Forschungs- und Entwicklungsaufträgen (F&E) eingeführt werden. Dieses soll für mehr Rechtssicherheit sorgen und dazu beitragen, neue Technologien schneller zur Marktreife zu bringen. Dazu zählen auch Technologien, die zur Bewältigung gemeinsamer gesellschaftlicher Herausforderungen etwa in den Bereichen Gesundheit, Bildung und saubere Mobilität beitragen können. Zudem soll die gemeinsame Durchführung von F&E-Aufträgen durch öffentliche Auftraggeber aus verschiedenen Mitgliedstaaten erleichtert werden.

Nach Angaben der Kommission könnten diese Maßnahmen zu Einsparungen von rund einer Milliarde Euro pro Jahr bei öffentlichen Auftraggebern führen und zusätzliche jährliche Gewinne von 25,92 Mrd. Euro für Unternehmen ermöglichen. Nach Einschätzung der Kommission könnte zudem das EU-BIP im zehnten Jahr um 0,24 bis 0,42 Prozent über dem Niveau (Anm.: ohne die Maßnahmen) liegen. Im selben Zeitraum könnten – so die Erwartung – bis zu 507.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

„Mit dem Europäischen Innovationsgesetz gehen wir der Fragmentierung direkt entgegen: einen Rahmen für die Bewertung von Rechten des geistigen Eigentums, einen digitalen Marktplatz, der Käufer und Verkäufer verbindet, und einen einfacheren Weg für die Vergabe öffentlicher Aufträge für Spitzenforschung und -entwicklung. Und das ist erst der Anfang. Bis 2028 werden wir einen echten Binnenmarkt schaffen, in dem Ideen schneller skalieren, Finanzen freier zirkulieren und die strategische Autonomie Europas gestärkt wird. Das ist das Europa, das wir aufbauen“, sagt Ekaterina Sacharieva, EU-Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation.

EU-Referenzrahmen für Reallabore

Parallel – und separat zum European Innovation Act zu sehen – möchte die Kommission Innovator:innen zudem dabei unterstützen, neue Ideen schneller in marktfähige Lösungen zu überführen. Dazu ist ein Vorschlag für einen gemeinsamen Rahmen für regulatorische Reallabore vorgesehen.

Reallabore ermöglichen es Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden, neue Produkte, Dienstleistungen oder Technologien zeitlich begrenzt in einem kontrollierten Umfeld und unter Aufsicht der zuständigen Behörden zu erproben. Dadurch sollen Erfahrungen mit den geltenden regulatorischen Anforderungen gesammelt werden. Gleichzeitig erhalten Behörden Erkenntnisse darüber, wie bestehende Vorschriften auf neue Technologien angewendet werden können und ob gegebenenfalls Anpassungsbedarf besteht.

In einzelnen Bereichen des EU-Rechts gibt es bereits regulatorische Reallabore. Ein einheitlicher europäischer Ansatz besteht bislang jedoch nicht, sodass sich unterschiedliche Verfahren und regulatorische Rahmenbedingungen ergeben. Eine geplante Empfehlung des Rates soll daher einen gemeinsamen EU-Referenzrahmen für Reallabore in Bereichen schaffen, die bislang nicht durch entsprechende EU-Rechtsvorschriften abgedeckt sind. Dabei sollen Erfahrungen aus den Mitgliedstaaten und bestehenden EU-Initiativen einbezogen werden – mit dem Ziel, die Erprobung innovativer Lösungen zu erleichtern und gleichzeitig öffentliche Interessen zu berücksichtigen.


Zusammenfassung

Worum geht es?
Der European Innovation Act soll Hindernisse für Innovation abbauen, den Weg von der Forschung zum Markt beschleunigen und die Nutzung von geistigem Eigentum erleichtern.

Drei zentrale Maßnahmen

  • Bewertung von geistigem Eigentum: Ein EU-weiter Rahmen soll die Bewertung von Patenten und anderem geistigem Eigentum vereinheitlichen und dadurch den Zugang zu Finanzierung für innovative Startups erleichtern.
  • Digitaler Marktplatz: Eine digitale Plattform soll Käufer und Verkäufer von geistigem Eigentum zusammenbringen.
  • F&E-Beschaffung: Ein gemeinsames Verfahren für die öffentliche Beschaffung von Forschung und Entwicklung soll die Beschaffung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit vereinfachen und die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungen fördern.

Erwartete Auswirkungen

  • 10,2 Mrd. EUR zusätzliche Finanzierung für Unternehmen pro Jahr durch die bessere Nutzung von geistigem Eigentum
  • 35 Mio. EUR jährliche Einsparungen bei Verwaltungskosten für Unternehmen durch eine harmonisierte Bewertung von geistigem Eigentum
  • 1 Mrd. EUR jährliche Einsparungen bei öffentlichen Auftraggebern durch effizientere FuE-Beschaffung und vereinfachte grenzüberschreitende Verfahren
  • 25,9 Mrd. EUR zusätzliche jährliche Gewinne für Unternehmen, die an FuE-Beschaffung beteiligt sind
  • 0,24–0,42 % erwarteter Anstieg des EU-BIP über die nächsten zehn Jahre
  • bis zu 507.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der EU innerhalb der nächsten zehn Jahre

Quelle: Europäische Kommission, „European Innovation Act“, September 2026. Bei den genannten wirtschaftlichen Effekten handelt es sich um erwartete Auswirkungen.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warnt vor Verbrechen der Zukunft