19.08.2021

Trash dominiert: Facebook gibt Einblick in erfolgreichste Postings

In seinem neuen "Widely Viewed Content Report" zeigt Facebook nun quartalsweise die stärksten Postings auf der Plattform und weitere Rankings.
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Erfolgreichster Facebook-Post ist ein Buchstabensalat
Screenshot: Dieses Bild erreichte im zweiten Quartal 2021 auf Facebook in den USA mehr Reichweite als alles andere

Welcher Content vom Facebook-Algorithmus besonders stark ausgespielt wird, ist die vielleicht größte Frage rund um das soziale Netzwerk. Erstmals wurde nun mit dem „Widely Viewed Content Report: What People See on Facebook“ eine relativ detaillierte Aufstellung darüber veröffentlicht, welche Postings de facto am meisten Reichweite hatten, die ab nun quartalsweise erscheinen soll. (Auf Basis welcher Parameter der Facebook-Algorithmus arbeitet, ist hier zu lesen). Die im Report genannten Zahlen beziehen sich zwar nur auf die USA, dürften aber was die Art des Contents angeht, zumindest großteils repräsentativ sein.

Postings ohne Links von Freunden klar vorne

Vor den tatsächlichen Rankings wartet Facebook mit einigen Statistiken auf, die konkrete Werte zu durchaus bereits bekannten Umständen liefern. Demnach werden Newsfeeds mit 57 Prozent der Impressions klar von Posts von Freunden bzw. Personen, denen man folgt, dominiert. Danach folgen mit großem Abstand Gruppen mit 19,3 Prozent und Seiten mit 14,3 Prozent. Ebenfalls deutlich ist der quantitative Unterschied zwischen Postings ohne Links (87,1 Prozent) und solchen mit Links (12,9 Prozent). Auffällig ist hier jedoch, dass das Verhältnis bei Beiträgen von Seiten deutlich ausgeglichener ist (siehe Tabelle).

Statistik zu Facebook-Postings im 2. Quartal 2021
(c) Facebook

Rankings für Domains, Links, Pages und Postings: Viel seichte Inhalte und Trash

Insgesamt zeigt Facebook im aktuellen „Widely Viewed Content Report“ vier Rankings (siehe Link unten), von denen sich interessanterweise gleich zwei auf die selten angezeigten Links beziehen: Die Top 20 Domains, die Top 20 Links, die Top 20 Pages und die Top 20 Postings (alle jeweils organisch).

Bei den Domains führte im zweiten Quartal in den USA Youtube klar das Feld an, mit gewissen Abstand gefolgt von Amazon und Unicef. Das ist insofern interessant, als in Ratgebern immer wieder deutlich davon abgeraten wird, Youtube-Links auf Facebook zu posten. Die Top-Links sind stark US-spezifisch und wenig repräsentativ für Österreich. Ein amüsantes Detail ist hier ein Hanf-Artikel-Onlineshop auf Platz 2. Beschränkte Aussagekraft für den heimischen Markt hat auch das Ranking der Top-Seiten, obgleich sich hier natürlich mehrere international relevante Pages finden. Die merkliche Tendenz zu seichten Inhalten (abgesehen von der Unicef, die es in den USA sogar an die Spitze schaffte) dürfte aber auch hierzulande gegeben sein.

Sehr bezeichnend und wohl auch repräsentativ sind jedenfalls die Top 20 Postings, die ganz klar von trashigem Engagement-Baiting dominiert werden. So landete mit mehr als 80 Millionen Impressions auf dem ersten Platz eines der „Buchstabensalat“-Bilder, die derzeit kursieren, das bereits Mitte 2020 gepostet wurde (siehe unten). Rang 2 ging an eine Aufforderung, ein Bild von sich selber in die Kommentare zu posten, wenn man „alt ist, aber jung aussieht“.

And the winner is: Das erfolgreichste Posting in den USA im zweiten Quartal

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Posted by Gaur Gopal Das on Friday, July 24, 2020
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AustrianStartups, ELP
© AustrianStartups

AustrianStartups und die Stiftung Unternehmerische Zukunft haben das Entrepreneurial Leadership Program (ELP) weiterentwickelt. Der Schwerpunkt liegt künftig stärker auf der konkreten Begleitung angehender Startup-Gründer:innen. Vorgesehen sind unter anderem intensiveres persönliches Mentoring und Coaching, die gezielte Suche nach Co-Founder:innen sowie die praktische Weiterentwicklung eigener Geschäftsideen.

Dabei geht es um die frühe Erprobung zentraler Annahmen – von ersten Gesprächen mit potenziellen Kunden und der Validierung konkreter Problemstellungen bis zur Entwicklung eines ersten Minimum Viable Product (MVP): „Wir wollen Menschen nicht nur die Skills für den Aufbau eines Startups mitgeben. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen tatsächlich auszuprobieren und die ersten Schritte in Richtung Gründung zu machen“, sagt Elisabeth van Holthe tot Echten, COO von AustrianStartups.

ELP: Schwerpunkt „Co-Founder“

Beim Schwerpunkt „Co-Founder“ bringt das ELP Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Fähigkeiten und Perspektiven zusammen. Sie können sich kennenlernen, gemeinsam an Ideen arbeiten und mögliche Co-Founder:innen finden. Eine fertige Geschäftsidee ist dafür nicht notwendig.

„Eine Startup-Idee muss am Anfang noch nicht perfekt sein. Viel wichtiger ist, dass man bereit ist, Fragen zu stellen, Dinge auszuprobieren und gemeinsam mit anderen herauszufinden, was funktionieren kann“, so van Holthe tot Echten weiter. „Genau dafür wollen wir im ELP den Raum und die Unterstützung geben.“

Hansmann, Trummer, Kaminski, Porsche, Deutsch und Unger dabei

Ein weiterer Bestandteil des Programms ist die persönliche Begleitung der Fellows. Durch die Zusammenarbeit mit der Stiftung Unternehmerische Zukunft erhalten sie Zugang zu einem Netzwerk: Die Stiftung wird von mehr als 50 Persönlichkeiten aus der Szene unterstützt, darunter Hansi Hansmann, Christian Trummer, Kilian Kaminski, Felix Porsche, Tina Deutsch und Katharina Unger. Darüber hinaus begleiten weitere Unternehmer:innen und Investor:innen das ELP als Mentor:innen und bringen ihre Erfahrungen in das Programm ein.

Auch nach Abschluss bleiben die Fellows über die ELP-Alumni-Community miteinander verbunden. Ehemalige Teilnehmer wie Mathias Gruber (Fonio.ai), Lukas Höber (Sequestra) oder Lisa Reiss (All But Sugar) bringen ihre Erfahrungen aus der Gründung und dem Aufbau von Unternehmen sowie aus weiteren beruflichen Stationen in das Netzwerk ein.

„Wir wollen Menschen ermutigen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen und den Schritt ins Unternehmertum zu wagen. Dafür braucht es nicht nur Wissen, sondern auch Menschen, die ihre Erfahrungen teilen, ehrliches Feedback geben und zur richtigen Zeit die richtigen Fragen stellen. Genau das wollen wir mit unserem Netzwerk ermöglichen“, sagt Markus Raunig, Vorstand der Stiftung Unternehmerische Zukunft.

Prozess steht im Mittelpunkt

Ebenso ist die praktische Arbeit an den eigenen Ideen ein wichtiger Teil des ELP. Die Teilnehmer:innen beschäftigen sich mit den Problemen und Bedürfnissen von möglichen Kunden, überprüfen ihre Annahmen und entwickeln ihre Ideen auf dieser Grundlage weiter.

Dabei gehe es nicht darum, das Programm bereits mit einem fertigen Unternehmen abzuschließen. Im Mittelpunkt steht vielmehr der Prozess, aus einer ersten Idee schrittweise eine fundierte Grundlage für eine mögliche Gründung zu entwickeln und früh praktische Erfahrungen zu sammeln, wie es heißt.

Das ELP richtet sich daher sowohl an Menschen, die bereits eine konkrete Startup-Idee haben, als auch an jene, die noch nach einer Idee, einem geeigneten Problem oder nach Mit-Gründer:innen suchen. Bewerbungen für die nächste ELP-Kohorte sind noch bis einschließlich Sonntag, 13. September 2026 möglich.

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