Das Grazer Startup eyeson hat ein Mobile-Video-Collabartion-Tool entwickelt, über das Teams in Video-Meetings zusammenarbeiten können. Wie das Unternehmen nun bekannt geben hat, verzeichnet die App rund drei Millionen Downloads.
Erst Ende letzten Jahres hat das Grazer Startup eyeson für die weitere Skalierung seiner Gruppen-Video-Call-Lösung ein Investment in der Höhe von drei Millionen Euro aufgenommen. Der Grazer „Investoren-Club“ eQventure rund um Herbert Gartner übernahm damals den Lead. Weitere Investoren waren Hermann Hauser, tecnet equity, aws Gründerfonds und Michael Altrichter. Zu diesem Zeitpunkt verzeichnete eyeson rund 1,5 Millionen App-Downloads. (der brutkasten berichtete). Wie das Startup nun bekannt gegeben hat, konnte diese Zahl in nur sieben Monaten auf drei Millionen Downloads verdoppelt werden.
Die Kundenbasis von eyeson ist laut dem Startup global verteilt. Das Tool wird in mehr als 100 Ländern verwendet. Zu den Hauptmärkten zählen unter anderem Indien, die Türkei, Mexiko und die USA. Für das weitere Wachstum setzt das Startup verstärkt auf den lateinamerikanischen Markt. Dazu heißt es: „Die aktuelle Traktion in Mexiko, Brasilien und Argentinien zeigt gute Ergebnisse.“ Als nächstes Ziel verfolgt das Startup zehn Millionen App-Installationen.
B2B-Upselling-Potential
In einer Aussendung erläutert Andreas Kröpfl, CEO und Co-Founder: „Mobile-Video-Collaboration wird immer wichtiger, Teams wollen ihre gewohnte Software-Arbeitsumgebung nutzen und dabei spontan auf Video-Meetings wechseln. Genau das bietet eyeson: einfacher Zugang ohne Installation, jederzeit, mobil und am Desktop in allen Browsern. Wir freuen uns speziell über die zahlreichen Corporate User. Hier sehen wir ein großes B2B-Upselling-Potential.“
Die Technik hinter eyeson
Die Cloud-Software basiert auf einer sogenannten Single-Stream-Technologie, die laut eyeson unlimitiert skalierbar ist. Dies soll eine reibungslose Video-Team-Collaboration mit konstanter Bandbreite unabhängig von der Teilnehmeranzahl gewährleisten.
Die Lösung ist mittlerweile in zahlreichen Collaboration-Tools, wie Slack, Trello, Jira, Freshdesk, Talkdesk, Zendesk, sowie YouTube und Facebook integriert. Für B2B-Kunden bietet das Startup ein eigenes API an, wobei sich dies laut dem Startup ideal für den kollaborativen Online-Spiele-Markt eigne.
xchannels.ai: Wiener Startup in 8 Ländern aktiv – Standorte in London & New York geplant
16 Wochen nach Gründung bedient das Wiener KI-Startup xchannels.ai laut eigenen Angaben 50 Kund:innen in acht Ländern. Nun planen die Gründerinnen neue Standorte in London und New York.
xchannels.ai: Wiener Startup in 8 Ländern aktiv – Standorte in London & New York geplant
16 Wochen nach Gründung bedient das Wiener KI-Startup xchannels.ai laut eigenen Angaben 50 Kund:innen in acht Ländern. Nun planen die Gründerinnen neue Standorte in London und New York.
Nur 16 Wochen nach der Gründung meldet xchannels.ai internationalen Erfolg bei der Kundengewinnung. Das von Ashley Zvaniashvili und Isabell Claus geführte Unternehmen mit Sitz in Wien baut eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Erstellung und Distribution von Marketing-Content über Social Media, Presseportale und Webseiten hinweg. Das Ziel: Marken auch in KI-Suchsystemen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar zu machen.
Acht Länder, 50 Kund:innen
Seit der Gründung im April 2026 hat das Marketing-Startup sein Angebot auf acht Länder ausgerollt: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Irland, Frankreich, Rumänien und Ungarn. Laut Mitgründerin Isabell Claus nutzen mittlerweile rund 50 Unternehmen die Plattform, von größeren Organisationen bis hin zu Startups sei alles dabei.
Ein Großkunde als Ausgangspunkt
Den Ausgangspunkt der internationalen Präsenz bildet laut Claus ein einzelner Großkunde: „Wir haben ursprünglich mal angefangen mit einem Unternehmen, das in 34 Ländermärkten aktiv ist, und davon haben wir sukzessive einige schon übernommen“, so Claus im Gespräch mit brutkasten. Weitere Standorte dieses Kunden sollen demnach folgen.
Weil xchannels.ai dadurch von Beginn an mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Besonderheiten arbeiten musste, sei die Erschließung weiterer Märkte in der Folge leichter gefallen, erklärt die Gründerin.
Wachstum über Partnerschaften
Für weiteres Wachstum setzt das Gründerinnenteam laut Claus zunehmend auf Partnerschaften statt auf Einzelakquise. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Deutschen Telekom, über die brutkasten bereits berichtete. „Wir wollen mit Partnern schneller wachsen, als jedes einzelne Unternehmen direkt bei uns anzubinden und zu gewinnen“, meint Claus. Über Partner sollen sich künftig größere Kundengruppen aus einer Region gleichzeitig erschließen lassen.
Standorte in London und New York geplant
Aktuell beschäftigt das Startup laut eigenen Angaben acht Vollzeitmitarbeitende, verteilt auf Wien und Berlin. Die Aufgaben sind zwischen den Gründerinnen geteilt: Mitgründerin Ashley Zvaniashvili leitet die technischen Themen und die App-Entwicklung, Claus selbst kümmert sich um Business-Development, große Partnerschaften und die internationale Expansion.
Wie diese Expansion aussehen soll, ist bereits klar skizziert: Die für London und New York angekündigten Standorte sollen laut Claus reale Büros werden, keine rein virtuelle Präsenz: „Wir waren jetzt recht oft in London, und das ist schon nochmal ein anderes Klima – da geht es darum, die Netzwerke vor Ort zu stärken“, erklärt sie. In den Städten sollen dafür in erster Linie Relations- und Partnership-Positionen entstehen, während der Kern des Unternehmens in Wien bleibt.
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